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Heinz Reincke

Heinz
Reincke

28.05.1925
Kiel
-
13.07.2011
Purkersdorf

stimmungsbild

Gedenkseite für Heinz Reincke

Der Schauspieler Heinz Reincke wurde am 28. Mai 1925 in Kiel geboren. Obwohl er später in Wien lebte und auch die österreichische Staatsbürgerschaft besaß, galt er als „typischer Norddeutscher“. In seinen Rollen spielte er zumeist den herzlichen Menschen unter einer nach außen rauen Schale.

Obwohl er schon sehr früh seine Liebe zur Schauspielerei entdeckte, absolvierte Reincke auf Wunsch seiner Eltern eine Ausbildung bei der Industrie- und Handelskammer in Kiel. Nach der erfolgreich abgeschlossenen Lehre widmete er sich jedoch vollständig der Schauspielerei, wobei er sich als Souffleur, Inspizient, Operettenbuffo und jugendlicher Komiker versuchte. Seine ersten Rollen spielte er ab 1943 am Stadttheater in Landsberg an der Warthe. Es folgten Engagements am Stadttheater Zoppot sowie am Sommertheater in Minsk. Nach dem Krieg geriert Reincke in französische Gefangenschaft, wo er als Mitglied in einer Theatergruppe auftrat. Zwischen 1968 und 1985 war Heinz Reincke am weltberühmten Wiener Burgtheater engagiert. Zu seinen Paraderollen zählte unter anderem der Leon in „Weh dem, der lügt!“ und der Einstein in „Die Physiker“. Seine letzte große Theaterrolle war „Der Hauptmann von Köpenick“.

Neben seinen Auftritten am Theater spielte Heinz Reincke auch in über 100 Kino- und Fernsehfilme mit. Neben Jugendfilmen wie „Das fliegende Klassenzimmer“, war Reincke auch in Kriegsfilmen wie „Der längste Tag“ und „Die Brücke von Remagen“ sowie in Komödien wie „Hochwürden drückt ein Auge zu“, zu sehen. Seine erste größere Rolle hatte er 1957 im Film „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“. Seine große Bekanntheit verdankte der Schauspieler zudem auch Auftritten in mehreren bekannten Fernsehserien. So spielte Reincke von 1987 bis 2010 den Pastor Eckholm in der Serie „Der Landarzt“. Aufgrund seiner markanten Stimme war Heinz Reincke auch ein sehr gefragter Synchronsprecher. Unter anderem lieh er dabei mehrfach Marlon Brando seine Stimme.

Privat war der Schauspieler von 1958 bis 1978 mit der Schauspielerin Emi Mangold verheiratet. Bis zu seinem Tod am 13. Juli 2011 lebte Heinz Reincke mit seiner dritten Ehefrau Elfi Pietsch in Purkersdorf bei Wien. Begraben wurde er auf dem Wiener Zentralfriedhof.