Joachim Streich

Joachim
Streich

13.04.1951
Wismar
-
16.04.2022
Leipzig

stimmungsbild

Gedenkseite für Joachim Streich

In Gedenken an Joachim Streich - einer Ostdeutschen Fußball-Legende!

Der einstige Weltklassestürmer ist am 16.April 2022 in Leipzig verstorben. Er wurde 71 Jahre alt. In seiner aktiven Laufbahn erzielte Streich insgesamt 370 Tore in der DDR-Oberliga für den FC Hansa Rostock und den 1.FC Magdeburg. Nach seiner aktiven Zeit übernahm der oft als "Gerd Müller des Ostens" bezeichnete gebürtige Wismarer Trainerstationen beim 1. FC Magdeburg, Eintracht Braunschweig und dem FSV Zwickau.


Jugend und erste Erfolge beim FV Hansa Rostock

Beim BSG Aufbau Wismar begann, der von seinen Mannschaftskameraden „Achim“ gerufene Streich, das Fußballspielen im Alter von sechs Jahren. Von dort ging er als sechzehnjähriger mit dem Beginn der Saison 1967 auf eigenem Antrieb und ohne das übliche Delegierungsverfahren zum Fußballschwerpunkt der Region zum FC Hansa Rostock . Hier konnte er mit dem Gewinn der DDR-Juniorenmeisterschaft 1968 seinen ersten Titel in seiner Karriere als Fußballer feiern.
Bereits ein Jahr später kam der Fußballer im Herrenbereich zum Einsatz. Am 23. Februar 1969 stand er im Aufgebot der zweiten Mannschaft des FC Hansa gegen Energie Cottbus. 
Sein erstes Oberligaspiel bestritt Streich am 23. August 1969. Obwohl sein erstes Pflichtspiel gegen Dynamo Dresden mit 0:2 verloren ging, konnte sich nach anfänglichen Schwierigkeiten als Stammspieler etablieren und war bereits in seiner ersten Oberligasaison bester Stürmer seines neuen Clubs. 
In seiner Anfangszeit wurde er oft als rechter Außenstürmer eingesetzt. Streich avancierte schnell zum Torgaranten seiner Mannschaft. Bereits in seiner ersten Oberligasaison wurde er mit insgesamt acht Treffern bester Torschütze der Rostocker. Durch konstant gute Leistungen und wichtige Tore war auch Jahre später Streichs Stammplatz unangefochten. Bis zu seinem Abgang im Jahr 1975 erzielte Streich insgesamt 58 Tore für Hansa. Der Abgang von Streich ist heute noch vielen Rostockern im Gedächtnis. Mit einem verschossenen Elfmeter im letzten Punktspiel der Saison besiegelte er ungewollt den vorläufigen Abschied der Rostocker aus der Oberliga, die nach dem Ablauf der Saison 1974/75 in die zweite Spielklasse abstiegen.
Insgesamt bestritt Joachim Streich 141 Oberligaspiele für die Hansa in denen er 58 Tore erzielen und an 18 nationalen und vier Europapokalspielen teilnehmen konnte.


Karriere beim 1. FC Magdeburg
 
Streich, der auch in verschiedenen DDR-Jungendauswahlen spielte, wurde bereits mit 18 Jahren in die DDR-Fußballnationalmannschaft berufen. Da der junge Fußballer jedoch als Nationalspieler nicht zweitklassig spielen wollte, sah er sich nach dem Abstieg von Hansa nach einem neuen Verein um. Ursprünglich favorisierte er den FC Carl Zeiss Jena als neue Wirkungsstätte, entschied sich schlussendlich aufgrund der Intervention des DDR-Fußballverbands für eine Anstellung beim 1. FC Magdeburg. 
Hier konnte er an die erfolgreichen Zeiten früherer Spielzeiten nahtlos anknüpfen. So belegte Streich im Trikot des FCM viermal die erste Position der Torschützenwertung der Oberliga.
Streich, der nie langfristig verletzt war, konnte auch in den folgenden Jahren überzeugen und gehörte bis zum Ende seiner aktiven Laufbahn zum Stammaufgebot. 
Insgesamt spielte Streich für die 1. Mannschaft des FCM 237 mal und konnte wettbewerbsübergreifend 171 Tore erzielen. Seine letzte Spielzeit bestritt der als Schaltanlagenmonteur ausgebildete Streich mit der Saison 1984/85, in der er 24 von 26 möglichen Oberligaspielen absolvierte. 


Nationalmannschaft und Auswahleinsätze

Sein erstes Fußballspiel in der DDR-Juniorenauswahl spielte der Außenstürmer gegen die kubanische Auswahl im Rahmen der Jugendwettkämpfe der Freundschaft in Ungarn am 9. August 1968, die das DDR-Team mit 2:0 für sich entscheiden konnte. Insgesamt traf er in 15 Junioren fünfmal. Bei der inoffiziellen Europameisterschaft, dem UEFA-Juniorenturnier, belegte Streich mit mit der Juniorenelf den 2. Platz.
Sein erstes Match für die A-Nationalmannschaft bestritt er bereits ein Jahr später als er am 8. Dezember 1969 im Spiel gegen den Irak (1:1) in der zweiten Halbzeit für Jürgen Sparwasser eingewechselt wurde. 
1972 gehörte Streich zum Olympia-Aufgebot der DDR und nahm an den Olympischen Sommerspielen in München teil. Hier kam er auf insgesamt acht Qualifikations- und Endrundenspiele, erzielte sieben Tore und hatte somit einen großen Anteil am Gewinn der Bronzemedaille des olympischen Fußballturniers. 
Das darauffolgende Turnier war die Fußballweltmeisterschaft 1974 in der Bundesrepublik, bei der er an vier Spielen teilnehmen und zwei Tore erzielen konnte. Beim 1:0 Erfolg der DDR gegen die Bundesrepublik Deutschland fehlte er jedoch aus taktischen Gründen. Seine letzte Partie im Trikot der Nationalmannschaft bestritt Joachim Streich am 20. Oktober 1984 gegen Jugoslawien. 
Streichs Stürmerqualitäten waren weit über die nationalen Grenzen bekannt. So sagte Eric Beatty, Kolumnist der britischen Fußballzeitung WORLD SOCCER einmal über den Stürmer:
„Dieser Streich ist ein Phänomen, für mich der eigentliche Fußballer Europas. Seit mehr als einem dutzend Jahre behauptet er sich gegen härteste Konkurrenz, schießt trotz Sonderbewachung seine Tore, ist weiter erfolgreich, obwohl das Spiel immer schneller, die Räume immer enger werden.“


Karriere als Trainer

Bereits während seiner aktiven Zeit nahm Streich ein Studium zum Diplom-Sportlehrer auf. Seine erste Anstellung als Trainer übernahm Streich im Jahr zu Beginn der Saison 1985/86 unmittelbar nach seiner Zeit als aktiver Fußballer beim 1. FC Magdeburg. Mit erreichen des dritten Platz verabschiedete er sich in seiner letzten Saison 1989/90 vom FCM.
Nach der Wende wurde Streich im Sommer 1990 der erste ostdeutsche Trainer bei einem Fußballverein im Westen - dem damaligen Zweitligisten Eintracht Braunschweig. Im Gegensatz zu seinem ersten Oberligaspiel als aktiver, war die Zeit bei Braunschweig nicht von Erfolg gekrönt. Bereits in seinem ersten Jahr und elf Spieltage vor Saisonschluss wurde er entlassen und kehrte im August 1991 nach Magdeburg zurück, um die Mannschaft nach der verpassten Qualifikation für eine de beiden Bundesligen zu übernehmen. Der Trainer Streich beendete seine Tätigkeiten als Fußballlehrer endgültig im Jahr 1997 beim FSV Zwickau, obwohl ihm nach großer Aufholjagd der Klassenerhalt mit dem Sportverein gelang.


Jahre nach dem Fußball

Nach der abgelaufenen Saison 1997 und nachdem er die Fußballschuhe endgültig an den Nagel gehängt hatte, übernahm Streich eine Tätigkeit im Sozialministerium von Sachsen-Anhalt. Außerdem arbeitet er für den Sportartikelhersteller Nike und als Kolumnist für das Sportmagazin Kicker.
 

In Gedenken an einen großen deutschen Fußballer

Wir trauern um Joachim Streich, der am myelodysplastischen Syndrom im fortgeschrittenen Stadium gelitten hatte. Streich ist wenige Tage nach seinem 71. Geburtstag am 16. April 2022 verstorben.
Unsere Gedanken sind bei seiner Frau und seinen zwei Kindern.

Ruhe in Frieden - Fußball-Legende!

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