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In liebevoller Erinnerung an unseren Vater und Opa Jürgen Ge
Jürgen Geißler wurde im Frühling am 5. Juni 1943, im Tierkreiszeichen Zwillinge, in Cottbus geboren.
Am 11. Juli 2026 ist unser Vater und Opa Jürgen Geißler im Krankenhaus in Forst (Lausitz) verstorben. Nach dem Frühstück legte er sich noch einmal schlafen und wachte nicht mehr auf. Obwohl es ihm gesundheitlich schon länger nicht mehr gut ging, kam sein Tod für uns unerwartet.
Er war ein fleißiger, bodenständiger und verlässlicher Mensch. In seinem Berufsleben war er, wie er selbst immer sagte, „Monteur für weiße Ware“. Weit über die Grenzen von Cottbus hinaus reparierte er Waschmaschinen, Kühlschränke und andere Haushaltsgeräte. Häufig begann sein Arbeitstag früh und endete wegen weiter Wege erst spät am Abend. Arbeit, Verantwortung und das praktische Anpacken waren für ihn selbstverständlich.
Sein handwerkliches Geschick gab er auch innerhalb der Familie weiter. Mit Geduld und praktischer Anleitung vermittelte er vieles, das später im eigenen Leben hilfreich und wertvoll wurde. Nicht nur Dinge zu reparieren, sondern sich selbst zu helfen, Lösungen zu finden und anzupacken – auch das bleibt von ihm.
Eine seiner großen Leidenschaften war die Fliegerei. Sie begleitete ihn sein ganzes Leben – bei Flugplatzfesten, auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin und besonders im Modellflug. Vielleicht schlummerte in ihm immer auch der Jugendtraum, selbst Pilot zu werden. Er erzählte einmal, dass dieser Wunsch während seiner Zeit bei der NVA an seinen Augen gescheitert sei. Die Begeisterung für das Fliegen aber blieb. Nach dem Tod seiner Frau im Jahr 2006 wurde der Modellflug für ihn noch wichtiger und schenkte ihm Halt, Freude und Gemeinschaft.
Als Vater und Opa hat er uns viele Erlebnisse ermöglicht, die bis heute in Erinnerung geblieben sind. Dazu gehören die Kindheit und Jugend beim Camping am Senftenberger See und am Großsee, die gemeinsamen Ausflüge an den Wochenenden und die Urlaube, die er seiner Familie Jahr für Jahr ermöglichte.
Auch später entstanden viele Erinnerungen, die uns begleiten: gemeinsame Urlaube an der Nordsee und in Österreich, die Zeit im Garten in Groß Jamno, Ostern und Sommertage mit der ganzen Familie und das gemeinsame Schauen der Formel 1. Es waren besondere Momente, deren Wert uns heute noch bewusster wird.
Besonders dankbar sind wir auch dafür, dass er seit den 1990er-Jahren so viele Momente unseres Familienlebens mit seiner Kamera festgehalten hat. Dadurch bleiben Bilder und Erinnerungen lebendig, selbst wenn manches mit der Zeit langsam verblasst.
Er war für seine Familie da. Er konnte zuhören, Rat geben, vermitteln und mit seiner ganz eigenen Art helfen, wenn es einmal schwierig wurde. Vieles, was damals selbstverständlich erschien, bekommt nun eine neue Bedeutung.
Von ihm bleibt das Gefühl, füreinander da zu sein. Es bleiben seine Geschichten, seine Ratschläge, sein handwerkliches Wissen, seine Begeisterung für die Fliegerei und die vielen Erinnerungen, die er selbst für uns bewahrt hat. Es bleibt auch seine immer wiederkehrende Frage, wie es unserem Labrador Mika geht – und natürlich bleiben viel zu viele Modellflugzeuge.
Wir sind dankbar für alles, was wir mit ihm erleben durften, für das, was er uns ermöglicht und beigebracht hat, und für die Spuren, die er in unserem Leben hinterlassen hat.
Du wirst uns fehlen.
Aber du wirst in unseren Erinnerungen und in unserer Familie weiterleben.




