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Von deiner Mama 02.08.2016 um 09:12 Uhr | melden
FREMDE
Wir sind nicht von dieser Welt,
wir, die ein Kind verloren haben.
Wir haben sie geführt, begleitet
und jetzt mit ihnen die andere Welt berührt,
in die wir jetzt gehören,
aber noch nicht gelangen können.
Wie sollen wir leben,
hier, jetzt, heute- im Diesseits,
wo wir doch mit einem Fuß
im Jenseits stehen-
mit dem Herzen sind wir es sowieso.
Wir sind Fremde geworden
- in unserer Heimat,
fühlen uns oft fehl am Platz,
nicht dazu gehörig
und verstehen unsere Muttersprache nicht mehr.
Denn die Sprache unseres Herzens
kommt aus einer anderen Welt.
Und wenn wir aussprächen,
was unser Herz fühlt,
verstünde uns die Welt nicht mehr.
Es ist schwer zu Leben
als Wanderer zwischen den Welten.
Mit Sehnsucht im Herzen,
die nach oben zieht
doch mit den Füßen
festgefroren in der Erde.
Doch wenn wir - im Zwischenraum -
einem begegnen
der auch auf dem Weg ist,
hierhin und dorthin,
sehen wir ein kleines Verstehen
im Blick des anderen
und ein Hauch von Wärme kommt zu uns.
Dann keimt die Ahnung,
dass noch mehr wandern zwischen den Welten
und Verstehen möglich sein könnte.
(Verfasser leider unbekannt)
Mein Liebes...
du weißt, dieses Gedicht ist eines meiner Lieblingsgedichte, weil es, kaum wie ein anderes, beschreibt, wie ich, wie viele trauernden Eltern, sich fühlen...
Ein Leben zwischen den Welten.. mit einem Teil meines Herzens in dieser Welt hier, bei den Menschen, die ich im Diesseits liebe... mit dem anderen bei dir mein Engel...
Aber kämpferisch diesen Weg weitergehend...
In der großen Hoffnung, dass irgendwann, am Ende dieses Weges, du auf mich wartest...
In Liebe und großer Sehnsucht...
Deine Mama




