Leslie Banks

Leslie
Banks

09.06.1890
West Derby
-
21.04.1952
London

Stimmungsbild-Leslie-Banks-5

Gedenkseite für Leslie Banks

Zur Erinnerung an Leslie Banks (09.06.1890 - 21. 04.1952)

Der englische Schauspieler erfreut sich in Großbritannien und den USA durchaus nach wie vor einiger Popularität, die ihm in Deutschland leider nie beschieden war, obgleich der eigentlich ausgewiesene Theaterschauspieler durch seine Mitwirkung in einigen Filmklassikern weitaus mehr Aufmerksamkeit verdient hätte als ihm zuteil wird.

Seine wohl berühmteste Rolle ist die des ebenso eleganten wie moralisch haltlosen Graf Zaroff in "Graf Zaroff - Genie des Bösen" (1932), einem Juwel des klassischen Horrorfilms. Das immense Charisma, dass Banks in dieser Rolle ausstrahlt, dürfte nicht nur auf seine glänzende schauspielerische Leistung zurückzuführen sein sondern auch auf die Tatsache, dass sein Antlitz durch die Wunden des Ersten Weltkrieges verletzt wurde. Während die eine Gesichtshälfte unversehrt blieb, war die andere partiell gelähmt.

Sehr interessant ist in dieser Hinsicht, dass Michael Powell seinen Hauptdarsteller Leslie Banks als sympathischen Schiffsingenieur David Barr in „Red Ensign" (1934) ausschließlich im Profil aufgenommen hat, so dass dem Publikum stets seine unverletzte Gesichtshälfte zugewandt ist.
Eine weitere bedeutsame Filmrolle vertraute Alfred Hitchcock Leslie Banks in seiner Erstfassung von "Der Mann, der zuviel wusste" (1934) als Bob Lawrence an, der durch die Entführung seiner Tochter gezwungen werden soll, über ein geplantes Attentat auf einen Staatsmann Schweigen zu bewahren. Der Master of Suspense besetzte ihn in seinem Schmuggler-Drama “Riff-Piraten” (1939) als Joss Merlyn erneut.

Banks glänzte auch in zwei Edgar-Wallace-Adaptionen als Comissioner Sanders in “Bosambo” (1935) und als düsterer Dr. Manetta in “Die Kammer des Schreckens” (1940).

In dem Historienfilm “Feuer über England” (1937) verkörperte er den Earl of Leicester, in Laurence Oliviers Shakespeare-Adaption “Heinrich V.” (1944) agierte er als “Chorus” (also als Chronist der Handlung) und wurde dabei von keinem geringeren als Will Quadflieg synchronisiert.

Erwähnen sollte man noch seine Darstellung des kalt berechnenden, egozentrischen Anwalts Keith Durrant in „21 Days“ (1940) an der Seite von Laurence Olivier und Vivien Leigh, den weniger bekümmert, dass sein Bruder einen Menschen auf dem Gewissen hat, sondern dass dies seiner eigenen Karriere nicht förderlich sein könnte.

Ähnlich gelungen wie seine Verkörperung des exzentrischen Inspektors Slade in „The Arsenal Stadium Mystery“ ist auch sein Porträt des nicht minder exzentrischen, doch brillanten Erfinders John Barrington in „Cottage to Let“ (1941)

Denkwürdig ist auch seine Darstellung des Marineoffiziers Captain Hyde in „Sons of the Sea“ (1939), der im Verlauf seiner Untersuchungen in einem Spionagefall durch seine Gegner eine partielle Amnesie erleidet und traumatisiert wird. Eingedenk von Banks‘ eigenen Kriegserlebnissen ist es besonders berührend zu sehen, wie der von ihm verkörperte Charakter langsam wieder ins Leben zurückfindet.

Ergänzen möchte ich noch seine ausgezeichnete Darstellung des Oliver Wilsford in „Went the Day Well?“ (1943) Er spielt darin einen Landjunker, der nach außen hin alle englischen Tugenden vertritt, in Wirklichkeit jedoch aktiv die Fünfte Kolonne der Nazis unterstützt und dabei auch vor einem Mord nicht zurückschreckt.

© Text: Manuela Hertel

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