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Von Opa und Oma 19.07.2020 um 08:23 Uhr | melden
Die Raupen und der Schmetterling
Die Raupen lebten ein unbeschwertes Leben. Sie aßen und schliefen, wie es ihnen behagte.
Wenn es regnete, krochen sie unter ein Blatt und wenn die Sonne schien, dann kamen sie aus ihrem Versteck heraus und sonnten sich.
Ihr Leben war behaglich und ohne Sorgen.
Nur eines beunruhigte sie: von Zeit zu Zeit verschwand immer wieder einer aus ihren Kreisen.
Sie wunderten sich, warum jemand so einfach fortging und niemals zurückkam.
So trafen sich die Freunde eines Tages und besprachen das Problem.
„Was ist nur mit unseren Freunden geschehen, warum haben sie uns verlassen?“ fragten sie sich. „Lasst uns einen Pakt machen, ein Versprechen, einen Vertrag. Der nächste, der aus irgendeinem Grunde fortgeht, soll zurückkommen und uns erzählen, was ihm zugestoßen ist.“
Alle Freunde waren sich darüber einig, sie würden nicht so einfach, ohne Erklärung verschwinden und ihre Freunde im Dunkeln darüber lassen, wohin sie gegangen sind.
Wenn es unbekannte Welten gab, dann wollten sie den anderen davon erzählen.
Jeder einzelne versprach, dass er ganz bestimmt zurückkommen würde.
Wieder war einer der Freunde verschwunden, aber alle waren beruhigt: „Er wird sein Versprechen einhalten.“
Sie warteten eine lange Zeit und fingen an, sich zu wundern, warum es so lange dauerte, bis der Freund mit den aufregenden Neuigkeiten zurückkäme.
Und während sie sich verlassen und betrogen fühlten, sahen sie den Schmetterling nicht, der über ihnen herschwebte und dessen Rufe sie nicht hören und dessen Sprache sie nicht verstehen konnten.
(unbekannter Verfasser)
Ein helles Sonntagslicht für dich mein Schatz. HDL



