Maria Droste

Maria
Droste

23.03.1903
Wanne-Eickel
-
28.01.1976
Gelsenkirchen-Buer

stimmungsbild

Gedenkseite für Maria Droste geb. Paas

Anna Maria Droste wurde im Frühling am 23. März 1903 in Wanne-Eickel geboren und starb am 28. Januar 1976 mit 72 Jahren in Gelsenkirchen-Buer.
Sie hatte drei Schwestern und drei Brüder. Alle drei Brüder mussten im Ersten Weltkrieg ihr junges Leben lassen.

Mit zwölf Jahren hatte sie einen Unfall in dessen Folge sie beiderseitig ihr Gehör verlor. Sie lernte es, vom Mund der Menschen die Worte abzulesen, darin war sie perfekt, hören tat sie rein gar nichts. Erst in einem Alter von Anfang 40 erhielt sie ein Gehörgerät und das veränderte ihr Leben und das ihrer Familie tiefgreifend. Sie konnte wieder hören, zum ersten Mal die Stimmen ihrer Kinder hören, an gemeinschaftlichen Gesprächen teilnehmen, Musik und den Gesang der Vögel hören..

Als junge Frau machte sie eine Ausbildung zur Schneiderin und später dann auch zur Schneidermeisterin. In diesem Beruf war sie zeitlebens neben ihren familiären Aufgaben tätig. Sie entwarf die Kleidung selbst und nähte sie, für ihre Kinder und Enkelkinder und als selbständige Schneidermeisterin im Auftrag für Kunden. Damit trug sie zum Familieneinkommen maßgeblich bei.

Sie heiratete und bekam fünf Kinder, zwei Buben und drei Mädchen, und acht Enkelkinder, die sie alle inniglich liebte und von denen sie geliebt wurde. Für alle hatte sie stets ein offenes Ohr und ein gutes Wort, viel Verständnis und ein weites Herz.

Sie war eine sehr gläubige Katholikin und lebte danach, drängte ihren eigenen Glauben aber nie anderen Menschen auf. Sie stand ihrer Familie, ihren Kindern und Enkelkindern feinfühlig und einfühlsam zur Seite und respektierte zugleich deren eigene Wege und Entscheidungen.

Mit ihrem Wesen und ihrem Zuhause verbinde ich Wärme, Fürsorge und Behaglichkeit, Geruch nach Plätzchen und selbstgebackenem Kuchen, die Obsternte im Garten und das Kochen von Marmelade, einer Segnung mit Weihwasser am Abend vor dem Zubettgehen, Gebeten mit dem Rosenkranz bei Gewitter und dann nur mit Kerzenlicht und dem Geruch von Sonntagsbraten und, nicht zu vergessen, den Mandarinchen-Tortenboden an Festtagen eigens für die Enkelkinder.

Liebe Oma, bei dir durfte man sich immer willkommen fühlen, immer! Dein Haus war ein Heim, ein Zuhause.

Danke liebe Oma für all das, was du uns gegeben hast.
Das alles war für uns von unschätzbarem Wert! Welchen Wert dies alles hatte kann ich gar nicht in Worte fassen.



Die Erinnerung ist das einzige Paradies,
aus dem wir nicht vertrieben werden können.
Jean Paul