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Maximilian Schell

Maximilian
Schell

08.12.1930
Wien
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31.01.2014
Innsbruck

Stimmungsbild-Maximilian-Schell-1

Trauer um Schauspieler Maximilian Schell

Trauer um Schauspieler
Maximilian Schell ist tot
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Maximilian Schell (* 8. Dezember 1930 in Wien; † 31. Januar 2014 in Innsbruck war ein Schauspieler, Regisseur und Produzent mit österreichischer und Schweizer Staatsangehörigkeit. Er gewann 1962 den Oscar als bester Hauptdarsteller für seine Rolle in Das Urteil von Nürnberg.

Maximilian Schell war der Sohn von Hermann Ferdinand Schell, einem Schweizer Schriftsteller, und Margarethe Noé von Nordberg, einer Wiener Schauspielerin, der jüngere Bruder von Maria und Carl, sowie der ältere Bruder von Immy. Nach dem Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich 1938 verlegte die Familie ihren Wohnsitz von Wien nach Zürich.

Schell wuchs in Zürich auf und wurde künstlerisch auch durch seine Eltern geprägt. Er studierte an der Züricher Universität Philosophie, Kunstgeschichte sowie Musik- und Theaterwissenschaft auch in Basel und München. Schell war Fußballspieler beim Grasshopper Club Zürich, von dem er bis zu seinem Tod ein bekennender Anhänger war. 1952 wechselte er in das darstellende Fach, studierte nebenbei am Konservatorium Bern (heute: Hochschule der Künste Bern) Klavier und debütierte im Herbst 1952 am Theater Basel als Schauspieler, Regisseur und Dramaturg. 1959 wechselte Schell nach verschiedenen Stationen an die Münchner Kammerspiele. Noch im gleichen Jahre holte Gustaf Gründgens ihn nach Hamburg, wohin er zu dessen Abschied 1963 für die berühmt gewordene Hamlet-Inszenierung zurückkehrte.

Ende der 1960er Jahre spielte er in London, nebenbei übersetzte er Werke von John Osborne und William Shakespeare. 1978 übernahm er von Curd Jürgens die Rolle des Jedermann bei den Salzburger Festspielen, die er bis 1982 verkörperte. Schell trat auch als Opernregisseur hervor. 2007 überraschte er als Operettenregisseur, indem er die Operette „Wiener Blut“ von Johann Strauß erfolgreich auf die Seebühne im österreichischen Mörbisch brachte.

Auch im Film und im Fernsehen erreichte er einen hohen Bekanntheitsgrad. So drehte er bereits 1955 seinen ersten Film Kinder, Mütter und ein General. 1957 stand er in Hollywood vor der Kamera. Neben Marlon Brando war er im Film The Young Lions – Die jungen Löwen zu sehen. Spätestens seine Rolle eines Verteidigers von Nazi-Verbrechern in Stanley Kramers Film Das Urteil von Nürnberg machte ihn zum internationalen Star. Er erhielt dafür 1962 den Oscar als bester Hauptdarsteller. Weitere Filme folgten, unter anderem Topkapi (1964) mit Peter Ustinov, Die Akte Odessa (1974) oder Deep Impact (1998).

Ende der 1960er Jahre begann er auch als Produzent und Regisseur hinter der Kamera zu agieren. Bereits sein Erstling Erste Liebe (1970) war ein großer Erfolg. Es folgten Der Fußgänger (1974) und Friedrich Dürrenmatts Der Richter und sein Henker (1975). In seiner vielbeachteten Dokumentation Marlene (1984) über Marlene Dietrich ist er besonders präsent als Zuhörer.[2] 2003 folgte mit Meine Schwester Maria eine Filmbiografie über seine seit längerem an Demenz leidende Schwester Maria Schell.

Maximilian Schell galt weltweit als einer der bekanntesten und erfolgreichsten Schauspieler deutscher Sprache. Außerdem war Schell weitere Male als bester Darsteller und Nebendarsteller, sowie für den besten ausländischen und den besten Dokumentarfilm für den Oscar nominiert worden. 2002 erhielten er und seine Schwester Maria beide einen Bambi für ihr Lebenswerk.

Aufsehen erregte seine drei Jahre andauernde Liaison mit Soraya, der Gattin des letzten Schahs von Persien. Im Jahr 1985 heiratete Schell die russische Schauspielerin Natalja Andreitschenko; 1989 wurde ihre gemeinsame Tochter Nastassja Schell geboren. Seit 2002 von seiner Frau getrennt und seit 2005 geschieden, hatte er vorübergehend ein Verhältnis mit der österreichischen Kunsthistorikerin Elisabeth Michitsch. Seit 2008 war er mit der 48 Jahre jüngeren deutschen Opernsängerin Iva Mihanovic liiert, die er am 20. August 2013 heiratete.

Neben seinen Tätigkeiten für Theater, Film und Fernsehen widmete sich Maximilian Schell der Musik, der Malerei, und gelegentlich schrieb er auch. Darüber hinaus führte er als Erzähler durch die Dokumentationsreihe Terra X: Imperium. Er lebte abwechselnd in Los Angeles und auf dem elterlichen Berghof in Preitenegg (Kärnten). Maximilian Schell war einer der Taufpaten der Schauspielerin Angelina Jolie. Diese Verbindung entstand durch Angelinas Vater Jon Voight, der 1975 in Schells Dürrenmatt-Verfilmung Der Richter und sein Henker eine der Hauptrollen spielte.

Schell war mit dem Schriftsteller und späteren tschechischen Präsidenten Václav Havel befreundet. Als dieser im Jahre 1989 durch ein Ausreiseverbot den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels nicht persönlich in der Frankfurter Paulskirche entgegennehmen konnte, verlas Schell dort stellvertretend die von Havel verfasste Rede. In den meisten seiner Filme synchronisierte sich Schell selbst, in einigen lieh ihm Erik Schumann seine Stimme.

Schell verstarb nach einer Lungenentzündung, am 31. Januar 2014 in Innsbruck. Sein Tod ereignete sich kurz nach den Dreharbeiten des ZDF Fernsehgartens in Kitzbühel.

Quelle: de.wikipedia.org
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Der österreichisch-schweizerische Schauspieler Maximilian Schell ist im Alter von 83 gestorben. Noch vor wenigen Tagen war er nach einer Lungenentzündung aus dem Krankenhaus im österreichischen Kitzbühel entlassen worden, wo er sich für ZDF-Dreharbeiten aufhielt. "Es ist alles bestens", hatte seine Sprecherin gesagt.

Auf den Bühnen im In- und Ausland

Schell wurde am 8. Dezember 1930 in Wien geboren. Der Sohn des Schweizer Schriftstellers Hermann Ferdinand Schell und der österreichischen Schauspielerin Noé von Nordberg liebte das Theater. Bereits seit 1953 arbeitetet er als Schauspieler, Regisseur und Dramaturg an der Basler Komödie. Es folgten Engagements in Essen, Bonn, München und Berlin. 1958 trat er am Broadway auf.

1959 holte ihn Gustaf Gründgens ans Deutsche Schauspielhaus in Hamburg. Dorthin kehrte er 1963 zurück, um zu Gründgens Abschied in der berühmt gewordene Hamlet-Inszenierung mitzuwirken. Zwischendurch und danach spielte und inszenierte Schell an zahlreichen Bühnen im In- und Ausland.
Erster Oscar-Gewinner nach dem Krieg

Auch im Film und im Fernsehen wurde er weltweit bekannt. Schells Filmkarriere beginnt 1955 mit seiner Rolle als verzweifelter Deserteur in "Kinder, Mütter und ein General".

Schell war der erste deutschsprachige Oscar-Gewinner nach dem Krieg. Er erhielt den Preis 1962 für seine Rolle als Kriegsverbrecher-Anwalt in der Hollywood-Produktion "Das Urteil von Nürnberg". Außerdem war er weitere Male als bester Darsteller und Nebendarsteller, sowie für den besten ausländischen und den besten Dokumentarfilm für den Oscar nominiert worden.

Er stand für viele erfolgreiche Filmproduktionen vor der Kamera, unter anderem: "Krakatoa" (1969), "Die Akte Odessa" (1974), "Steiner- das Eiserne Kreuz" (1977), "Das Tagebuch der Anne Frank" (1980), "Morgen in Alabama" (1984), "Deep Impact" (1998), "Fisimatenten" (2000), "Die Rückkehr des Tanzlehrers" (2004) und "The Brothers Bloom" (2008).
Filmfestival in Zürich: Bis zuletzt stand der Schauspieler vor der Kamera und im Rampenlicht. (Bildquelle: dpa)
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Filmfestival in Zürich: Bis zuletzt stand der Schauspieler vor der Kamera und im Rampenlicht.
Malerei, Musik und Schriftstellerei

Schell spielte und inszenierte nicht nur am Theater und im Film, er malte auch, liebte die Musik und gelegentlich das Schreiben.

Er zählte den Schriftsteller und späteren tschechischen Präsidenten Václav Havel zu seinen Freunden. Als dieser im Jahre 1989 durch ein Ausreiseverbot den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels nicht persönlich in der Frankfurter Paulskirche entgegennehmen konnte, verlas Schell dort stellvertretend die von Havel verfasste Rede.
Eine Künstlerfamilie

Schell hatte drei Geschwister, die wie er den Beruf des Schaupielers wählten: die fünf Jahre jüngere Immatriculata - genannt Immy - (1992 gestorben), der drei Jahre älterer Bruder Carl sowie die vier Jahre ältere Maria Schell (2005 gestorben), die zu den größten Stars des deutschsprachigen Film in den 1950er- und 1960-Jahren zählte. Ihr Leben und Schaffen würdigte Maximilian Schell 2002 in seiner Dokumentation "Meine Schwester Maria".
Der österreichische Schauspieler Schell und seine Frau Iva Mihanoic bei ihrer Hochzeit 2013. (Bildquelle: dpa)
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Schell und seine Frau Iva Mihanoic bei ihrer Hochzeit 2013.

Schell lebte abwechselnd in Los Angeles und auf dem elterlichen Berghof in Preitenegg in Kärnten. Aufsehen erregte seine drei Jahre andauernde Liaison mit Soraya, der Gattin des letzten Schahs von Persien. Im Jahr 1985 heiratete Schell die russische Schauspielerin Natalja Andreitschenko. Vier Jahre später wurde ihre gemeinsame Tochter Nastassja Schell geboren.

Nach einer kurzzeitigen Beziehung mit der österreichischen Kunsthistorikerin Elisabeth Michitsch war Schell seit 2008 mit der 48 Jahre jüngere deutsche Opernsängerin Iva Mihanovic liiert, die er am 20. August 2013 geheiratet hatte.

Stand: 01.02.2014 14:23 Uhr Quelle: http://www.tagesschau.de
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Der Oscar-Preisträger Maximilian Schell ist tot. Der weltbekannte österreichische Schauspieler sei in der Nacht von Freitag auf Samstag im Klinikum Innsbruck "an der Folge einer plötzlichen und schweren Erkrankung verstorben", teilte seine Agentin mit. Schell wurde 83 Jahre alt.

Der Oscar-Preisträger Maximilian Schell ist tot. Der weltbekannte österreichische Schauspieler sei in der Nacht von Freitag auf Samstag im Klinikum Innsbruck "an der Folge einer plötzlichen und schweren Erkrankung verstorben", teilte seine Agentin Patricia Baumbauer am Samstag mit. Seine Frau Iva sei bis zuletzt bei ihm gewesen. Schell wurde 83 Jahre alt. 1962 wurde er als bester Hauptdarsteller im Film "Das Urteil von Nürnberg» mit dem Oscar geehrt. Er war der erste deutschsprachige Schauspieler nach dem Zweiten Weltkrieg, dem diese Ehre zuteil wurde.

Quelle: Web.de

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