Otto Graf Lambsdorff

Otto
Graf Lambsdorff

20.12.1926
Aachen
-
05.12.2009
Bonn

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Gedenkseite für Otto Graf Lambsdorff

Einer der prägenden Politiker der Bundesrepublik, der FDP-Ehrenvorsitzende und frühere Bundeswirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff, ist tot. Er starb am 5. Dezember 2009 im Alter von 82 Jahren in einem Bonner Krankenhaus.

Dies wurde der Deutschen Presse-Agentur dpa am Nachmittag des 6. Dezember 2009 aus Familienkreisen und von Lambsdorffs Büro in Bonn bestätigt. Als erste hatte die Tageszeitung "Die Welt" den Tod Lambsdorffs gemeldet. Der FDP-Politiker sei "von seinen vielfältigen Leiden erlöst worden", teilte sein Büro mit. Dem Vernehmen nach war es ihm in den vergangenen Monaten gesundheitlich immer schlechter gegangen.

Graf Lambsdorff, der am 20. Dezember 83 Jahre alt geworden wäre, war von 1977 bis 1984 Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit. Von 1988 bis 1993 führte er die FDP. In der deutschen Regierungsgeschichte ist sein Name eng mit der "Wende" von der sozial-liberalen Regierung Helmut Schmidts zur CDU/CSU/FDP-Koalition von Helmut Kohl verbunden. In den 80er Jahren überschattete die Flick-Parteispendenaffäre die Karriere des langjährigen Bundestagsabgeordneten. Deswegen wurde er 1987 zu einer Geldstrafe verurteilt.

Der frühere FDP-Vorsitzende Wolfgang Gerhardt charakterisierte den Tod Lambsdorffs als "großen Verlust eines überragenden Mannes". Er fügte in einer Stellungnahme am Sonntag hinzu: "In der politischen Geschichte der Bundesrepublik ist seine Handschrift zu erkennen." Lambsdorff war Vorgänger Gerhardts als Vorsitzender der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung.

Lambsdorffs Stimme hatte in der deutschen Politik bis zuletzt politisches Gewicht. Der "Marktgraf" galt als unbedingter Verfechter der freien Marktwirtschaft und als scharfer Analytiker mit markiger Rhetorik. Das "Lambsdorff-Papier" läutete 1982 den Koalitionswechsel der FDP von der SPD zur Union ein. Die Flick-Parteispendenaffäre schadete ihm in seiner Partei nicht - danach war er für über fünf Jahre FDP-Bundesvorsitzender.

SPD-Kanzler Gerhard Schröder beauftragte ihn 1999 damit, die Verhandlungen über die Entschädigung von NS-Zwangsarbeitern zu führen. Das Verhandlungsgeschick Lambsdorffs in den diffizilen Gesprächen mit Anwälten und Verbänden der Opfer fand hohe Anerkennung. Die internationalen Verbindungen, die Lambsdorff auch als Vorsitzender der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung hatte, halfen dabei. Als Lambsdorff dieses Amt im April 2006 an Ex-Fraktionschef Gerhardt abgab, hielt der frühere US-Außenminister Henry Kissinger im Reichstagsgebäude die Laudatio auf seinen Freund.

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