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Von Sabine 09.09.2022 um 21:51 Uhr | melden
Der reichste Monat des Jahres ist der September .
Die bunten Blätter an den Bäumen zeigen ihre üppige Farbenpracht .
Rot, gelb, grün und braun klammern sie sich an den Zweigen fest oder schweben leichtfüßig dem Waldboden entgegen .
Schützend und voller Liebe legen sie sich behutsam auf ihn , wie ein bunter Flickenteppich aus Samt und Seide , der die braunen zarten Pilze bedecket , die sich neugierig aus der Dunkelheit zum Licht erheben und mutig ihre Köpfe aus dem Erdreich strecken.
Die letzten Rosen zeigen noch einmal , dass sie die Schönsten und Edelsten sind in Gottes Garten.
Gemeinsam mit den Schwertlilien wetteifern sie um den Siegeskranz.
Die vollreifen Himbeeren schmücken sommersatt die Sträucher am Rande des Waldes .
Sie sind die letzten erlesenen Gäste, die dieses heitere Sommerfest bis zum Ende auskosten möchten .
Die dunkelroten Weinreben mühen sich um die goldenen Sonnenstrahlen , damit die Süße dieses vollkommenen Sommers nicht verlorengeht.
Flink bedienen sich die Eichhörnchen an der Fülle der neuen Saat.
Die satte Ernte ist eingelagert für die kalten , kargen
Wintertage , die nun kommen mögen.
Auch der Himmel erneuern Tag für Tag sein Antlitz.
Heute winken die weissen Wolken noch einmal fröhlich zum Abschied ,
doch schon morgen kommt dunkel und bedrohlich der Sturm daher ,
scheucht Mensch und Tier in die heimelige Stube um eine Zeit der Besinnung und der Einkehr einzuleiten .
Bis er endlich die verbleibenden Reste des Sommers von den Gassen fegt und Platz macht für das Andere ,
das gänzlich Neue.
So ist der September zugleich Anfang und Ende eines ewigen Rituals. .
Er ist der Abschluss einer Zeit sichtbarer und gnadenreicher Lebensfülle
und der Beginn gesammelter und gesegneter Geisteskraft ,
die das neue Leben dankbar aus des Schöpfers Hand empfangen wird.

