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Wenn ich bete, habe ich meistens keine Worte. Ich sitze still in meinem Zimmer und schaue auf den Baum vor meinem Fenster .Ich glaube nicht , dass ich dabei aktiv denke, die Gedanken verteilen sich im Raum wie bunte Seifenblasen und ich schaue ihnen staunend zu. Ich habe mich niemals gezwungen zu beten , sondern bin nach und nach in eine tiefe Ruhe hineingeglitten.
Ich habe die Stille gesucht und ganz langsam hat sich meine Perspektive verschoben. Das Leben offenbart sich mir nicht nur aus einer persönlichen Sicht, aus meiner Lebenssituation heraus, sondern mein Blick geht von einem sehr sachlichen und neutralen Standpunkt aus, fern aller Emotionen, die sind zwar auch dabei , genau wie meine Gedanken, aber sie bestimmen mich nicht.
Das Schicksal eines anderen Menschen kann mich tief berühren , jedoch stehe ich daneben, kann beobachten und mich regulieren. Ich leide manchmal , kann auch mitleiden, jedoch trägt mich immer ein innerer Frieden, eine Dankbarkeit und die Freude, auch wenn nur kaum wahrnehmbar. Dieser Zustand ist zutiefst tröstlich.
Ich habe mich jedoch nicht darum bemüht, sondern mich ausschließlich auf Gott ausgerichtet und geöffnet für die Wahrheit, auf unterschiedlichen Ebenen.
Allerdings musste ich gegen die Lügen kämpfen , auch gegen die Selbstlügen und das war bitter und schmerzhaft.
Ich betrachte dies als eine Gnade, die ich jederzeit wieder verlieren kann auf Grund eigener Schwäche oder Irrtümer, die sich gegen die Liebe richten.
Das Leben hat eine präzise Ordnung, die man entdecken kann, hat man sie erstmal gefunden und angenommen , führt sie in die Sicherheit und in die Freude, aber auch in die Freiheit. Innerhalb dieser Ordnung sind die Vernunft und der freie Wille die guten Gottesgaben, die ein gutes , gewissenhaftes Handeln oder eine moralisch bedeutungsvolle Tat ermöglichen.
Wenn wir Menschen nicht in der Wahrheit leben können oder wollen , dann ist es nicht möglich , das Gute zu vollbringen, oder die Realität ohne Angst auszuhalten.
Für diese guten Geist kann man sich öffnen und sich darauf vorbereiten.
So gesehen ist es vernünftig , an die Liebe Gottes zu glauben und Glaubensgrundsätze anzunehmen . Der Glaube geht der Vernunft voraus, und bereitet uns Menschen auf höhere Erkenntnisse vor, die dann zu einem späteren Zeitpunkt folgen werden .
Ihr würdet nicht so leichthin Böses denken,
erschauet Ihr des Bösen Angesicht.
Ihr würdet euer Haupt betroffen senken
und schweigend ihm ein stummes Mitleid schenken,
das fern ist von Rache und Gericht.
Ich sah des Bösen Auge einst im Spiegel,
sein Antlitz, es war mein und es war Dein
und trug noch auf der Stirne Gottes Siegel.
Es schlief, ich rief und löste so den Riegel
und ließ das Böse ins Bewusstsein ein.
Auch Luzifer ist einstens rein gewesen.
Verzweiflung ist des Bösen tiefster Grund.
Das Böse dürft ihr hassen, nicht den Bösen.
Ihn hassen bindet .Liebe nur kann lösen,
ein Wort der Güte spreche Euer Mund.
Es ist das Böse unser aller Schatten.
Wir fliehn in Fernen und entfliehn ihm nicht.
Wir kämpfen lang vergeblich- und ermatten.
Dann wissen wir, was wir vergessen hatten,
und heben uns ins schattenlose Licht.
Nicht, die des Leidens bittere Bürde tragen,
nicht, die da weinen , soll dein Herz beklagen.
Sie sind bei Gott, sein Glanz ist ihnen nah.
Auch jene, die da schmachten hinter Mauern,
die Sehnsuchtsheißen musst du nicht bedauern.
Es harret Ihrer, was kein Auge sah.
Nur solche, die des Fühlens sich entsagen,
die, schon erstickt in Sattheit und Behagen,
noch meinen, dass ihr Wandel Tugend wär.
Die sind`s , um welche alle Himmel trauern!
Wer sich nicht schenken will den Heiligen Schauern,
trägt keine Frucht, denn er ist wüst und leer
ephides
Die Zeichen der Zeit deuten darauf hin, das wir vor einer Tragödie ungeheuren Ausmaßes stehen. Sie deutete sich schon 2021 an, als Stella verstarb. Dafür die richtigen Worte zu finden ist sehr schwer, denn Nüchternheit ist notwendig. Trotz aller Dramatik und Erschütterung über Stellas Tod habe ich damals schon darüber nachgedacht, ob dies nicht der einzige Weg war, sie vor Schlimmeren zu bewahren; ob Gott nur diesen einzigen Weg gesehen hat, um ihre Seele zu retten. So gesehen hat mich ihr Tod nicht überrascht, sondern war rückwirkend ein schmerzliches Ereignis, in dem ich einen Weg der Rettung für Stella erkannt habe .Ich habe Gott niemals wegen Stellas Tod angeklagt,, trotz des Verlustes, den er für die ganze Familie bedeutete . Er hat es zugelassen, Gott will immer das Gute, er will retten , er will bewahren, auch wenn es uns schmerzt.
"Jetzt ist die Zeit , da sich das Heil verbirgt und Menschen Hochmut auf den Markte feiert, indes im Dom die Beter sich verhüllen . Bis Gott aus unseren Opfern Segen wirkt.
Und in den Tiefen, die kein Aug` entschleiert, die Brunnen sich mit Leben füllen." Reinhold Schneider.
Das habe ich heute während der Heiligen Messe deutlich gespürt. Die Zeit ist für die Christen sehr schwer auszuhalten, weil Gott sich verborgen hält und das Böse zu triumphieren scheint. Ein Schmerz aus tiefer ,fast kollektiver Reue brannte heute in meiner Brust, gleichzeitig überflutete mich die unendlich tröstliche Gewissheit, dass das Böse niemals siegen wird.
Und in diesem Erleben fühlte ich mich mit denjenigen verbunden ,die ich liebe, insbesondere mit den Verstorbenen.
Ein Großteil der Gesellschaft ist zutiefst einsam, gespalten, hoffnungslos verloren und auf sich selbst zurückgeworfen. Besonders die Jugendlichen blicken in eine düstere Zukunft Jedoch ist für jeden Menschen erkennbar, wo er seinen Anker zu Wasser lassen kann , damit er sein Schiff im Hafen sichert.
Wir führen einen geistiger Kampf, das bedeutet, trotz aller Widrigkeiten die Hoffnung zu bewahren, sich nicht der Angst zu überlassen , täglich sein Kreuz auf sich zu nehmen und ein gottesfürchtiges Leben zu führen.
Es ist alles Mitteilbare gesagt, alles Verhüllte ist offenbart, menschliche Logik und Rhetorik haben versagt, sie können nicht vereinen, Spaltung nicht überwinden; wir sind verantwortlich und unsere Entscheidungen haben Auswirkungen. Wir alle werden auf eine harte Probe gestellt,
Trotz allem und gerade jetzt befinden wir uns in einer Zeit der Gnade , Gott streckt uns seine Hände entgegen und ich bete dafür, dass keiner an dieser Gnade achtlos vorübergeht.
Viele Menschen haben Angst vor der Stille, sie verbinden mit ihr gähnende Leere, Langeweile, das Nichts, Zeitverschwendung oder auch Einsamkeit. Hab Mut und betrete getrost diesen Raum des Schweigens und des Zuhörens. Die Zeit verharrt dort für einen Moment, sie spielt für diesen Augenblick keine Rolle. Der Zutritt zu diesem inneren Raum ist ein aktives Wachen, vertrauensvolles Warten, aufmerksames Beobachten, gespanntes Lauschen, ein sich Öffnen für die Vorsehung. Diese Stille ist der Ausgangspunkt deines Seins, die Quelle des Lebens überhaupt, ein kleiner Gruß aus der Ewigkeit. In dieser Stille brauchst du keine Worte um deinem Schöpfer unmittelbar zu begegnen , dein Dasein genügt.
Vielleicht musst du zunächst eigene Hindernisse erkennen, die Ungeduld, dein Misstrauen, deine Endtäuschung, die Wut, die Schuld, den Mangel in Dir, deine eigenen Defizite und die Ohnmacht, die Abhängigkeit, die du nicht willst, alle Gewichte, die auf deinen Schultern lasten, deine Anspruchshaltung und dein schlechtes Gewissen. Gib alles getrost in seine Hände, fürchte dich nicht, du brauchst nichts zu tun, du musst dich nicht schämen oder verstellen, stark sein, dich rechtfertigen. Gott hat längst dein Herz erforscht, er kennt dich besser als du dich selbst erkennst.
Vielleicht wirft er ein Licht auf das, was du bisher nicht sehen willst, sei jedoch unbesorgt, er wird alle Ketten lösen, wenn du ihm das erlaubst. Vieles kannst du mit seiner Hilfe überwinden, aber du kannst dich nicht selbst erlösen.
Mach es wie die Katze, die stundenlang vor der Türe ausharrt und wartet, um an ihren Futterplatz zu gelangen. Sie weiß, irgendwann öffnet sich diese rettende Tür. Sie ist sich sicher, das jemand für sie sorgt.
Sehr bald wirst auch du erkennen, das Gott Sorge für dich trägt. Er wird deine Not verwandeln in Freude, Vertrauen und Dankbarkeit.
Suche diesen stillen Ort so oft auf, wie es Dir möglich ist und sage: Sorge du, Vater. Trage dieses Schweigen und Staunen in dein ganzes Dasein hinein. Unzählige Gnaden wirst Du erhalten.
.
Betrachte die Welt mit wacher Klugheit,
denn Wachsamkeit führt in die Wahrheit
und diese ist der Schlüssel zur Freiheit.
Mach `dich nicht gemein mit den Sorgen,
den Gefühlen, der Angst, sondern distanziere dich.
Trete ein Stück zurück und betrachte sie nun von allen Seiten.
Sei nicht Teil deiner Gedanken, die stets eilig spekulieren und interpretieren wollen.
Das bist du nicht.
Du bist nicht der Darsteller, sondern der Autor, der Intendant
und der Redakteur deines Lebens, welches ein Geschenk ist
und durch dein ganzes Sein zu einem Kunstwerk werden kann.
Deine Freiheit gibt dir die Macht einzugreifen und den Verlauf
deines Schicksals in die von dir gewollte Richtung zu steuern.
Erkenne mit dem Geist der Unterscheidung die Dinge,
die du nicht ändern kannst und nimm sie vertrauensvoll an.
Wache und warte in Zuversicht und Hoffnung;
sei dir sicher, dass Gott, der dich liebt, einen besseren Plan hat,
dem du nicht vorgreifen solltest.
Übe dich in Gelassenheit, aber bleibe wach und behalte den Überblick über die inneren und äußeren Ereignisse.
Er wird dir eindeutig zeigen, wann und wie du handeln solltest,
um dein Ziel zu erreichen.
In der Zeit des Wartens werden Geduld, Achtsamkeit, Langmut und Beharrlichkeit in dir Wachsen, das wird dich stark machen.
Bist du hilflos einem Leiden ausgeliefert ,lass dich nicht verwirren,
sondern schaffe Ordnung in deinem Inneren an einem Ort der Stille.
Dort betrachte mit Abstand das Chaos deiner unzähligen Gedanken
und den Lärm in dir.
Viele Stimmen sind es nicht wert, beachtet zu werden,
schieb sie beiseite und gib auch den Dingen Raum, die du bereust.
Das wird dein Leben nicht nur bereichern , sondern auch verändern.
Haben andere Menschen ihre Lasten auf deinem Rücken abgeladen, sei bereit, ihnen zu vergeben.
So entledigst du dich diesem fremden und unnötigen Gewicht.
Suche einen Wald auf, schaue , rieche und höre wie schön und vollkommen diese Welt gedacht und geschaffen ist.
Von der dynamischen Struktur einer Ameisenstraße bis hin zur
schief gewachsenen Tanne, die nicht fällt,
weil ihre Wurzeln tief ins Erdreich reichen,
von der Larve im Fliegenpilz bis hin zur Schnecke,
die kriechend ihr Haus über den nassen Waldboden zieht;
alles ist eingebettet in diese göttliche Ordnung.
Lass dich berühren davon und lerne daraus.
Es wird nicht lange dauern ,bis in deiner Seele ein starker Frieden und eine tiefe Freude entfacht wird.
Schau aus dem Fenster, auf die Wiesen und Gärten vor dem Haus,
wie eine schützende Decke aus Flaum und Seide hat sich der Nebel
auf sie gelegt, um zur rechten Zeit die Sicht wieder freizugeben
um sich mit dem Himmel zu vereinen.
So möge dich die Wachsamkeit zur tiefen Erkenntnis führen,
denn alles im Leben hat seine Ursache und seinen Sinn,
auch wenn er sich dir nicht immer sofort erschließt,
sondern manchmal erst in der Rückschau.
Dein Foto , Stella, auf dem du mir als junges Mädchen entgegenstrahlst, als sei nichts geschehen, steht auf einem kleinen Tisch unter dem Kreuz und am ursprünglichen Platz deines Fotos habe ich jetzt das vierte Jahr die Weihnachtskrippe aufgebaut.
Morgen ist Heilig Abend, den ich in der Stille feiern werde, fern von dem Weihnachtstummel , einer Welt mit überladener Deko, verlogener Werbung, Übersättigung, Aufdringlichkeit und Lärm.
Ich bin froh, alleine zu sein, mit Jesus in meinem Herzen und der Erinnerung an Dich und andere geliebten Menschen, die diese Welt bereits verlassen haben.
In dieser heiligen Nacht ist das Christkind geboren; unser Schöpfer und Gott ; er kam zu uns als Mensch, um sich und seine wahre Göttlichkeit zu offenbaren. Er wurde geboren in Armut und Einfachheit, von einer Frau, die makellos rein, voller Anmut, Schönheit und Würde , Selbstlosigkeit und Mitgefühl , die Braut des Heiligen Geistes und die Mutter Gottes war.
Dieses übernatürliche Ereignis vor 2025 Jahren leuchtete wie ein heller Schein aus dem Stall heraus, inmitten einer dunklen Nacht, sodass die Hirten, die in tiefer Dunkelheit ihre Schafe beschützten, herbeigerannt kamen. Völlig außer Atem, voller Staunen und Ehrfurcht sanken sie vor der armseligen Krippe auf die Knie. In tiefer Freude und Dankbarkeit ahnten sie, dass etwas Großartiges in ihre Welt hineingebrochen war
Diese außergewöhnliche Begebenheit war so einmalig und so bedeutungsvoll, dass ein heller Stern am Himmel leuchtete.
Dieser Stern, so sagten es die Gelehrten und Propheten schon seit hunderten von Jahren voraus ,solle ein Zeichen dafür
sein , dass der lang ersehnte Messias , der Retter aller Mensch geboren werden würde. Alle Menschen, außer Maria, waren gebunden an Sünde und Schuld , geängstigt durch das Schicksal des Todes, blind und taub für das Leben im Geist und arm in der Seele .Sie warteten seit tausenden von Jahren auf Befreiung und auf Erlösung aus diesem Zustand .In Beharrlichkeit und unzerstörbarer Hoffnung sehnten sie aus tiefster Seele diesen Retter herbei, von Generation zu Generation, angefangen bei Abraham, dem Vater des Glaubens .
Nun öffnete sich der Himmel , somit auch die Möglichkeit einer neuen Lebensperspektive, um ein Leben in Glück und Fülle schon heute, bis hinein in die Ewigkeit zu empfangen..
Auch die Heiligen drei Könige, die Gelehrten, die von diesem Stern wussten und ihn erwarteten, die Weisen aus dem Morgenland machten sich sofort auf den weiten Weg, um den erwarteten mächtigen König zu begrüßen , ihm zu huldigen und ihm ihre kostbare Geschenke zu überreichen, nämlich Gold , Myrre und Weihrauch. Gold war sehr wertvoll zu dieser Zeit, der Weihrauch symbolisiert die Gebete, die zum Himmel steigen und die Myrre weist auf das bevorstehende Leiden am Kreuz des Gottessohnes hin, denn Myrre ist sehr bitter.
Schließlich fanden sie das kleine Kind in einer Grotte , -über der Krippe befanden sich bereits die Balken des Kreuzes-, geliebt und verehrt von Maria. seiner Mutter, geschützt und bewahrt durch Joseph, seinem irdischen Vater.
Dieses Ereignis ist nicht nur Vergangenheit, sondern ewige Wirklichkeit in Zeit und Raum, ein Geschenk der Gnade, ein Geheimnis und ein Wunder wie kein anderes in der Geschichte, dass sich nur in der Stille und Einfachheit der Seele offenbart.
Dieses einzigartige Liebesereignis ist ein Weg für uns Menschen, der in die Freiheit führt, eine Möglichkeit tiefer Erkenntnis vom Sinn und Ziel des Lebens.
Versöhnung ist der Schlüssel zum Ewigen Leben in der Gemeinschaft mit Gott.
Wahrheit und Liebe krönen diese immerwährende Wirklichkeit.
Wo auch immer du bist , mein liebes Kind, Stella, ich wünsche Dir und allen, die mit Dir in Liebe verbunden sind frohe und gesegnete Weihnacht.
Immer wieder kommt wie aus dem Nichts der Gedanke:
Stella ist tot -ist das wirklich wahr?
Stella hat nicht an Gott geglaubt, es gab eine Zeit, da äußerte sie den Wunsch, sich taufen zu lassen.
Sie hat aber gebetet. Als es der Oma schlecht ging und wir den Notarzt holen mussten, schickte sie ein lautes Stoßgebet zum Himmel "bitte lieber Gott, mach, dass die Oma nicht stirbt".
Die Oma hatte überlebt.
Dann sagte sie eines Tages, Sabine, der liebe Gott hört mich ja sowieso nicht, ich bete dafür, dass Mama und Papa sich wieder vertragen und er tut aber nichts.
Ich versuchte ihr zu erklären:" Der liebe Gott liebt die Menschen, er möchte sicher auch , dass alle sich lieben und vertragen.
Gerade weil er uns liebt, hat er uns den freien Willen gegeben ,damit wir mitwirken können in dieser schönen Welt, mit all ihren Kreaturen , den Pflanzen, den Tieren, den Wäldern, dem Meer, der Sonne und dem Mond. All das Schöne hat er geschaffen für uns. Wir dürfen selbst entscheiden, wie wir unser Leben gestalten. Das können die Tiere nicht, die Tiere haben einen Überlebensinstinkt , aber frei wählen können sie nicht. Gott hat die Macht, uns vor dem Schlimmsten zu bewahren und das tut er auch sehr oft, ohne dass wir es merken und ihm dafür danken können. Manche Entscheidungen von uns muss er jedoch auch zulassen, auch wenn es ihm nicht gefällt ,sonst wären wir nicht wirklich frei. Er hat Geduld und wartet, aber er zwingt uns nicht."
Wir Menschen schaffen uns unsere Wirklichkeit selbst nach den eigenen Vorstellungen und Neigungen, die wir meistens nicht ausreichend hinterfragen. Was bedeutet Freiheit für einen gottesfürchtigen Menschen?
Sicher etwas völlig anderes, als für jemanden, der nicht an Gott glaubt .
Gott ist Allwissend, Allmächtig, von einer allesumfassenden Liebe ,
der Schöpfer aller Dinge, im Himmel und auf der Erde. Er ist ewig, war schon immer da und wird auch immer sein. Er will das Gute für alle, ist absolut gerecht und absolut barmherzig.
Von seinem Geist ist alles durchdrungen , unbegreiflich für uns Menschen. Er ist die Höchste Intelligenz, in drei Personen, Vater, Sohn und Heiliger Geist , wesenhaft und in der Substanz Eins.
Verstehen können wir Menschen das nicht, aber wir können uns diesem Geheimnis annähern durch die Liebe zu Ihm und unseren Mitmenschen, zu unserem Nächsten.
Nur durch den Glauben an Gott und die Liebe zu Ihm ist es möglich, mit Ihm in eine innige Beziehung zu treten, an seinem göttlichen Plan mitzuwirken und auch das Gute zu vollbringen. Aus dieser Erkenntnis heraus ist die absolute Freiheit zu verstehen , der wir teilhaftig werden können.
Die Zeit vergeht nicht , sie legt sich wie ein blickdichter Schleier zwischen das Heute und das Gestern. Wie ein weicher Nebel, der eindrückliche Erinnerungen , gewonnene Erkenntnisse, tiefe Reue verpasster Gelegenheiten in sich einschließt , die als Monumente des Ewigen gen Himmel ragen. Gleich Kristallgebilden wachsen sie in meiner Seele hin zu Dir und umschließen alles, was wahr, rein und edel war, ist und bleiben wird.
Noch tauchen Bilder, Zeichnungen , Karten in meinen Schubladen und Schränken auf als ein stiller Gruß von Dir aus dem Jenseits und bauen die Brücke zwischen dem Jetzt und der Unvergänglichkeit.
Erinnerungen verblassen und Gedanken erobern neue Räume, die fremd oder tröstlich , kühl oder vertraut, einsam oder geborgen seien können.
Wie ein flüchtiger Schatten bewegst du mein Herz , verweilst in meiner Seele und fliehst vor meiner Sehnsucht , die dich halten möchte.
In den Augen Gottes ist dein Leben ,Kind, vollendet.
Ratlos bin ich zurückgeblieben, hoffend , dass du gerettet und geborgen bist.
Es ist Oktober, wir erleben schon das vierte Jahr, seitdem du nicht mehr bei uns bist.
Alles hat sich verändert .
Der Ahorn vor meinem Fenster lässt sein goldenes Laub wie einen bunten Teppich auf die Erde fallen , seine Seele scheint sich ins Erdreich zurück zu ziehen.
Ich werde am Grab von Jesus für Dich beten.
Viele Monisten nennen ihre Gottheit unendlich , weil es sich ohne Ende entwickeln könne. Man müsste ihnen nach Hegel sagen , dass sie das potentiell mit dem aktuell Unendlichen , das unendlich Vermehrbare mit dem wirklich Unendlichen verwechseln.
Ein bewegter Körper wird im freien Raum sich ohne Ende fortbewegen.
Stoff und Kraft werden nach den Gesetzen der Erhaltung von Stoff und Kraft ohne Ende fortbestehen.
Aber jener Körper wird niemals seine ganze unendliche Bahn durchlaufen, der Stoff niemals seine ganze unendliche Zukunft durchlebt haben. In jedem angebbaren Zeitpunkt haben Bahn und Zukunft ein Ende, eine Grenze. Bahn und Dauer sind immer endlich.
Das Unendliche an ihnen ist nicht das, was sie schon sind, sondern das ,was jenseits der Grenze liegt, also was sie noch nicht sind und nie ganz werden können. Ihre Unendlichkeit besteht nur in der ständigen Verschiebbarkeit ihrer Grenzen, in der unbegrenzten Vermehrbarkeit, einem großen Und-so-weiter.
Ganz anders das wirklich Unendliche. Seine Unendlichkeit liegt in dem , was es ist. So, wie es fertig ,vollendet, allseitig bestimmt, als Wirklichkeit vorliegt, so ist es unendlich. Der unermessliche , allgegenwärtige Geist schreitet nicht von Punkt zu Punkt ohne Ende fort, nein, er ist schon überall, er erfüllt alles jenseits jedes angebbaren Punktes. Die Ewigkeit verliert nicht das Gestern und gewinnt nicht das Morgen, die Ewigkeit ist ein stehendes Heute, in dem Gestern und Morgen und alle Dauer beschlossen sind.
...alles, was den Himmel und die Erde erfüllt ist entweder selber unerschaffen, oder, wenn es erschaffen ist, kommt es von einem Unerschaffenen her, das nicht geringer als sein Geschöpf ist. Somit wohnt im Unerschaffenen, so oder so, alle Vollkommenheit des Himmels und der Erde. Jede Vollkommenheit lebt irgendwo als unerschaffen. Das Unerschaffene ist irgendwie Weisheit, Güte, Liebe , Freude, alles. Es ist in irgendeiner Form das Ur-wahre, Ur-weise, Ur-schöne, der Ur-Gedanke, die Ur-Macht, das Ur-Leben,
die Ur-Tat, das Ur-Wesen.
O. Zimmermann S.J.
Es lastet dichtes Dunkel auf den Wegen
der Menschen , die ihr kleines ich nur sehn.
Sie gleichen den Verirrten, die im Walde
des Nachts allein stets nur im Kreise gehn.
Sie stoßen in der Dunkelheit an Dinge,
die sie nicht sehn, und die sie nicht erkennen
und dennoch gleich mit falschen Namen nennen
aus Angst, der Dunkelheit ins Aug zu sehn.
Doch wer des Lichtes sich will wert erweisen,
erkenne erst die Dunkelheit um sich
und ende jenes hoffnungslose kreisen
um einen kleinen Mittelpunkt: sein Ich
Darum ist´s gut, dass sich die Menschen stoßen,
ein jeder an des anderen Fehl und Art,
weil fremde Selbstsucht ihn davor bewahrt
der eigenen Selbstsucht allzulang zu dienen.
Und steht der Mensch erst an der Selbstsucht Schwelle,
des Dunkels satt und müd vom wirren Lauf,
dann lichtet sich das Dunkel leis zur Helle
des jungen Tages, der siegend steigt herauf.
Und der Ihm zeigt der Dinge wahres Wesen!
Jetzt unterscheidet er vom Schein das Sein,
vom Trug die Wahrheit und vermag zu lesen
der Welt verwirrte Schrift-Denn seit er rein
und wahr ist, kommt die Wahrheit ihm entgegen
und gießt ihr Licht in sein geöffnet Herz
und breitet ihren Mantel aus auf seinen Wegen
und hebt ihn auf und trägt Ihn himmelwärts.
ephides
...denn es ist ausgeschlossen , dass Gott in uns (Menschen) den Vorzug hasse, den er bei der Schöpfung uns vor den Tieren gegeben hat. Ich wiederhole: Es ist ausgeschlossen, dass unser Glaube den Verzicht auf vernunftmäßige Erklärung und vernunftmäßiges Forschen fordert; denn wir könnten auch nicht glauben, wenn wir nicht vernunftbegabte Seelen hätten. Wenn also bei einigen geoffenbarten Heilswahrheiten, die wir mit der Vernunft noch nicht zu erfassen vermögen, einstens aber erfassen werden, der Glaube der Vernunft vorausgeht, damit das Herz geläutert und für das Licht der höheren Vernunft empfänglich und fähig werde, so entspricht dies durchaus auch der Vernunft .Deshalb sagt auch der Prophet im Einklang mit der Vernunft: Wenn ihr nicht glaubt, so werdet ihr nicht einsehen.(Jes.7. 9 )An dieser Stelle ist offenbar zwischen beiden Ausdrücken unterschieden.; es wird der Rat gegeben, zuerst zu glauben , um dann das Geglaubte auch verstehen zu können. Es scheint also ein Gebot der Vernunft, dass der Glaube der Vernunft vorausgeht. Wäre dieses Gebot nicht vernünftig, so wäre es ja unvernünftig, was unmöglich ist. Wenn es also ein Vernunftgebot ist, dass bei gewissen erhabenen Dingen, die wir noch nicht begreifen können, der Glaube der Vernunft vorausgeht, so geht auch ohne Zweifel das bisschen Vernunft, dass uns dies lehrt, dem Glauben voraus.
Hl. Augustinus Brief 120 1 (2-3)
Wahrheit und Richtigkeit sind nicht dasselbe. Wahrheit ist mehr als Richtigkeit. Gewiss, was wahr ist, ist auch richtig. Aber nicht alles, was richtig ist, ist auch wahr. Die Wahrheit hat einen hoeheren Rang als die Richtigkeit. Jedoch kann sich die Richtigkeit von der Wahrheit loesen und ohne sie existieren-als Luege. Die Wahrheit fordert Herz und Kopf. Deshalb ist die Wahrheit mit dem Kopf allein nicht fassbar. Der Kern der Wahrheit ist die Liebe. Wahr ist, was die Liebe in der Welt mehrt. Dieser christliche Wahrheitsbegriff ist mehr als Wissenschaft. Er ist wie die Liebe wissenschaftlich nicht definierbar.
Wahrheit und Richtigkeit sind nicht dasselbe. Wahrheit ist mehr als Richtigkeit. Gewiss, was wahr ist, ist auch richtig. Aber nicht alles, was richtig ist, ist auch wahr. Die Wahrheit hat einen hoeheren Rang als die Richtigkeit. Jedoch kann sich die Richtigkeit von der Wahrheit loesen und ohne sie existieren-als Luege. Die Wahrheit fordert Herz und Kopf. Deshalb ist die Wahrheit mit dem Kopf allein nicht fassbar. Der Kern der Wahrheit ist die Liebe. Wahr ist, was die Liebe in der Welt mehrt. Dieser christliche Wahrheitsbegriff ist mehr als Wissenschaft. Er ist wie die Liebe wissenschaftlich nicht definierbar.
Andererseits soll der Christ alles, was den Charakter des Unklaren und Fesselnden hat, wegschaffen: alle Gefühle der Angst, des Grauens, des Gebanntseins; die geheime Lust am Dunkeln, Bösen, Zerstörenden, Unnatürlichen.
Nichts hat das Recht ihn zu ängstigen-und letztlich hat auch nichts die Macht dazu.
Als Christus siegte, hat er auch die Angst besiegt.
Wo einer sich glaubend zu Christus stellt, verschwindet sie.
Die Angst das neuzeitlichen Menschen ist ein Rückfall in den Zustand vor der Erlösung. Ja, er ist schlimmer als dieser, weil er aus der Erlösung herausgefallen ist, während die erste Unerlöstheit ja die Hoffnung hatte .Die neuzeitliche Angst ist nicht nur furchtbar, sondern in einem bösen Sinne unnötig. Der Christ soll wissen, dass es nichts gibt, was ihm letztlich etwas anhaben kann. Ihm ist gegeben, in Wahrheit frei hindurchzugehen.
Hab acht , sei wach , es ist soweit
Gott scheidet nun die Geister,
halt ein und lass ihn nur gewähren,
mit einer Sichel trennt der Meister;
überwunden , reif ist nun die Zeit
Er scheidet das Unkraut von den Ähren.
Uns strahlte die wärmende Sonne,
auch strömte erquickender Regen,
manchmal wurd` Sturm uns zum Segen!
Das Kraut wuchert wild, in eitler Wonne,
greift machtvoll um sich, an meiner Seite
als fremde Besatzung im Hause , bis heute.
In meinem Garten , der fremder Störer,
bedrohlich gewachsen und ohne Früchte,
ein neidisch, listiger Verschwörer,
Verbreiter schädlicher Gerüchte.
Heut gibt es sich aus als Freund;
entlarvt sich doch selbst als der Feind.
Es nährte sich von meinen Tränen,;
raubt mir die Freiheit, hält mich umschlungen,
ich war verlassen in Schmerzen und Sehnen,
presst mir die Luft aus beiden Lungen.
Es lauert an meinem Lebensstamm,
ein lästiger Fremdling auf Unrat und Schlamm.
Längst hatte ich es lieb gewonnen
und reifte gelassen, still und besonnen.
Ich bildete Wurzeln bis tief zum Grunde;
Nun ruft eine Stimme, nun läutet die Stunde.
Die Zeit der Ernte ist nun bereitet,
die endliche Scheidung wird eingeleitet.
Durch Gottes gütiges, planvolles Walten,
gespendeter Gnaden, weises Gestalten
will ich mein Selbst jetzt überwinden,
mich stark an seine Liebe binden.
Lebendiges Wasser soll fließen in Strömen
und mich vollkommen mit Ihm versöhnen.
Das Leiden möchte ich nicht missen,
Ihm dankbar brennende Wunden küssen.
Das rettende Kreuz niemals bejammern,
es wie einen Bruder fest umklammern.
Ihm folgen auf seinen blutigen Schritten,
weil Jesus den Tod für mich hat erlitten.
Das Leben ist Freude , Lob und Gesang
mit seinem eigenen ,himmlischen Klang
im Zeitlichen , dem Weg der Vollendung.
Inniglich sing ich ein Heiliges Lied,
arglos und klein , fern jeder Verblendung,
weil mich die Himmelsbotschaft trieb.
Des Sohnes Rettung und sein Sieg.
Mit Freude teile ich diese Sendung.
Oft blick ich in Augen : leer und gebrochen.
auf taube Ohren , die vom Lärm durchstochen,
die nicht hören können im Weltentumult,
der sich hektisch ereifert in Ungeduld
und glückverheißenden Eitelkeiten,
um über den Sinn flugs hinweg zu schreiten.
Weil Schmähungen nun die Tränen drängen
sind Wehrmutstropfen in meinen Gesängen.
Geduldig warte ich vor dicken Mauern
in Welten , die Äonen überdauern.
Ich singe und hoffe , meist Vergebens
auf ein Echo meines Herzensbebens.
Einsam irren im Abstand der Zeiten
die Töne , sie wollen mein Lied nicht begleiten.
Die Trauer stimmt ein, an Opfertagen
in meinen Gesang , mit trostlosem Klagen.
Mein Lied war zu laut, zu schrill , zu leise.
Es war nicht genehm , in keiner Weise.
Es passt nicht hinein , in den Geist der Zeit.
es störte , erschreckte , ging viel zu weit.
Es war nicht im Einklang mit anderen Stimmen
weil Werte und Ziele sich scheinbar bedingen.
War auch nicht im Takt , beim gemeinsamen Streben
um am Teppich der Weltillusionen zu weben.
Nach vergeblichem Ruf ist die Stimme gedämpft.
hat fast verzweifelt um Beachtung gekämpft.
Wie ein spielendes Kind werd ` ich leise nun singen
und beharrlich um inneren Frieden ringen.
Das Lied will ich meinem Schöpfer bewahren,
es still konservieren in kommenden Jahren.
Nun werde ich auch keinen mehr stören
und nur auf die Botschaft der Engel hören.
Im Reiche der himmlischen Frequenzen,
der Seligkeit gute Geister schwingen,
wo Jubel und Freude schallt über die Grenzen...
Die Chöre der Engel in Ewigkeit singen!!
Der Himmel wird nun mein stummes Klagen
mit Harfen und Geigen zum Vater tragen.
In der Fülle unendlicher Resonanzen
wird mein kleines Lied Melodie des Ganzen.
Ich trage dich in meinem Herzen
wie einen Rubin der aus Tränen gebildet,
gerahmt ist mit einem goldenen Geschmeide,
umhüllt von einem seidenen Tuch,
das gesponnen ward aus der Erinnerung der Zeit,
der nun eingebettet ruht ,in zarter Liebe und Andacht.
Ich bewahre Dich in meinem Geist
wie eine flackernde Flamme ,
geschützt vor dem Sturm der Vergänglichkeit
Sie ein Licht, das ewig leuchtet.
Es strahlt hinaus über alle Grenzen
und leuchtet im Reich der Erkenntnis.
Ich schütze Dich in meinen Gedanken
vor der Macht des Vergessens,
vor Verzweiflung und Angst,
vor den Feinden der Wahrheit.
Ich behüte das Bild deiner vollkommenen Seele,
und zelebriere es in einer Prozession der Würde .
Wie eine silberne Kette bist Du mein Schmuck,
ein bleibendes Andenken an dein Dasein ,
das von Gott gewollt ist und durch ihn geheiligt wird.
Ich trag dich im Gedenken an geteilte Stunden ,
die, viel zu rar ,im Schmerz und in der Freude
zu reinen Perlen des Unfassbaren werden.
Du bist eingebettet in meine Seele,
verborgen von der traulichen Decke des Schweigens,
gehalten von der Hoffnung auf Heilung
ruhst du in der Gewissheit unendlicher Liebe,
vollkommener Gerechtigkeit und
erlösender Barmherzigkeit des Vaters.
Deinen Tod nehme ich an als ein Kreuz
menschlich untragbar und unfassbar ,
doch Rettung verheißend durch den Glauben.
Ich trage es auf meinen Schultern
wie eine süße Last der Verheißung
unserer Auferstehung von der Toten.
Die abendlichen Nebel sah ich steigen.
Wie , schon so spät , dass sich mein Tag will neigen,
der kaum gegrüßte , schon bereit zu scheiden?
Es ist mir doch , als war er doch entstiegen
den Morgenschleiern , die verheißend liegen
auf Blumenwiesen , meiner Kindheit Weiden.
Ich seh ` mich selbst , die Kinderhände streckend
nach jedem Glanz , entschleiernd und erweckend
und auch zerstörend , was sich mir versagte.
Von Kraft zu Kraft , von Sehnsucht zur Erfüllung
und immer dürstend noch nach neuer Stillung,
so schritt ich durch das Leben , da es tagte.
Und auch den roten Mohnkranze wilder Stunden
hab ich bedenkenlos ums Haupt gewunden
Nun war er welk , mein Kranz aus wildem Mohne...
Noch eh er welkte , nahm ich ihn mir vom Haupte
Die Vaterhand ersetzend, was sie raubte,
durch eines Dornenkranzes ew`ge Krone.
Und wieder Schleier , die sich mählich breiten
und meinen Tag den Abend still bereiten.
Jetzt decken sie die Erde mit Erbarmen
und hüllen meine Schuld in ihre Falten
und löschen Farben , Formen und Gestalten...
Und meine Sehnsucht schläft in Vaterarmen...
ephides
Es war so still im Raum
als ich von Deinem Tod erfuhr
abgeschnitten - die gedachte Zukunft ,
ausgebremst stand ich vor dem Nichts.
Es war so leer im Raum,
du hast alles mitgenommen .
Dein Geruch hing noch in der Luft,
dein Leben ist mit dir mitgegangen.
Es wurde so kalt im Raum,
keine Decke , die mich wärmte,
kein Feuer , keine Stimme war zu hören.
Vor Kälte erstarrte mein Herz
Es wurde so dunkel im Raum,
ich hatte Angst zu fallen.
Keine Fenster gab es , kein Licht,
keinen Schritt konnte ich gehen.
Es gab kein Wasser im Raum ,
die Kehle wurde trocken,
der Durst quälend,
hätte ich doch nur einen Tropfen gehabt.
Es gab keine Zeit im Raum,
keinen Anfang ,
und kein Ende.
Sie blieb einfach stehen.
Alles war voller Blut im Raum.
Es lief aus meinen Adern,
mein Leben versuchte dich einzuholen,
doch du warst nicht mehr da.
Dein Tod war so endgültig im Raum,
die Tür war verschlossen,
hinter mir und vor mir
ich war eingesperrt in der Gegenwart.
Ich hörte nur Fragen im Raum.
Keine Antwort vernahm ich,
nicht einmal eine Ahnung,
hilfloses Entsetzen!
Es gab nur noch Schmerz im Raum.
Keine Linderung,
keine Kühlung,
alles brannte.
Ich vernahm eine Hoffnung über dem Raum
irgendwann werde ich verstehen
und auch das Licht wird wiederkommen,
irgendwann werde ich getröstet sein.
Es gab noch Liebe über diesem Raum,
die hab ich ergriffen ,
die hast du mir zurückgelassen.
In meiner Seele hat sie ihre Heimat gefunden
Auch der Glaube schwebt noch über dem Raum
ich sehe Dich nicht,
aber ich weiß dich sicher
in der Ewigkeit.
Wenn nach dunklen , kalten Nächten
Morgentau die Seele weckt,
überwunden karge Stunden,
sind auf Seiten der Gerechten
Vaters Hände ausgestreckt,
mit den Spuren seiner Wunden.
Alles Warten und Ersehnen,
Bitterkeit und Hoffnungstränen,
fremde Last auf deinem Rücken,
Fragen , Ängste, die dich drücken
Antwort , die du nie gefunden
wird im Wahrheitslicht gesunden.
In der Liebe wird erstehen
die Verlassene als Braut.
All die Früchte wird sie sehen,
mühevoll im Lebensgarten
ausgesät und angebaut,
mehrt sie Gaben aller Arten.
Schmerzenstränen , die geweihten,
unvergängliche Brillanten,
die im Opferstock der Zeiten
himmelwärts entgegen ranken
deinem Schöpfer , dem Garanten
deines Seins in Ewigkeiten.
Licht vom Lichte macht zunichte
aller Erdenlasten Not.
Den gebeugten Rücken richte
Vaters Waage und sein Lot.
Aufrecht wirst du Ihm begegnen.
Sein geliebtes Angesichte
dich mit einem Blicke segnen.
Es ist schwer , Niederlagen anzunehmen , doch sie enthalten immer auch Chancen .Habe ich einen guten Kampf geführt und verloren?
Oder habe ich mich in das Falsche verbissen?
Was ich mich als erstes fragen sollte :Welches waren meine Ziele ,meine Mittel und meine Motive.
Waren Ziel , Mittel und Motiv redlich , tugendhaft und gerecht?
Oder ging es um Eigennutz und Selbstbereicherung?
Habe ich anderen Menschen Schaden zugefügt zum eigenen Nutzen. Ging es mir um Gerechtigkeit oder wollte ich nur für mich Selbstgerechtigkeit erwirken?
War ich in der Liebe und im Willen Gottes mit meinen Wollen und Handeln?
Habe ich mich oder meine Macht möglicherweise selbst überschätzt?
Fühlte ich mich im Recht gegenüber anderen? Habe ich auf mein "Glück" vertraut?
Habe ich für die Wahrheit und Gerechtigkeit im Sinne der Liebe, gegen die Lüge und gegen das Böse gekämpft und dennoch verloren?
Eine Niederlage ist nicht das Ende , Gott lässt Niederlagen zu.
Ich ergebe mich in mein Schicksal , erkenne die Grenzen meiner Macht und meiner Möglichkeiten an und überlasse alles Weitere dem Lieben Gott , der das Gute will und Gerechtigkeit auf seine Weise herstellen wird. Ich kenne seine Wege nicht , aber ich vertraue Ihm und nehme Gott gegenüber die Haltung der Demut ein.
Auch ein tugendhafter , ein guter und gerechter Mensch
erleidet Niederlagen , aber er wird in der Niederlage seiner Würde nicht beraubt.
Glaube , Hoffnung und Liebe, diese göttlichen Tugenden heben die Würde eines Menschen hervor .
Der Glaube an Gott wird ihm zur Gerechtigkeit , die Hoffnung auf Gottes Gerechtigkeit trägt ihn durch alle Schwierigkeiten hindurch.
Ein ethisch und sittlich Handelnder und Denkender verliert durch Niederlagen und Scheitern niemals diese göttlichen Tugenden , im Gegenteil , er hält insbesondere an der Liebe fest.
Die Heile Welt
Wisse ,wenn in Schmerzensstunden
dir das Blut vom Herzen spritzt:
Niemand kann die Welt verwunden,
nur die Schale wird geritzt.
Tief im innersten der Ringe
ruht im Kern getrost und heil.
Und mit jedem Schöpfungsdinge
hast du immer an ihm Teil-
Ewig eine strenge Güte
wirket unverbrüchlich fort.
ewig wechselt Frucht und Blüte,
Vogelzug nach Süd und Nord.
Felsen wachsen , Ströme gleiten,
und der Tau fällt unverletzt.
Und Dir ist von Ewigkeiten
Rast und Wanderbahn gesetzt.
Neue Wolken glüh n im Fernen `,
neue Gipfel steh n gehäuft`
bis von nie erblickten Sternen
dir die süße Labung träuft
Werner Bergengruen
Was weiß ein Mensch auf Erden denn vom andern
wenn sie die gleiche Straße Seit` an Seite wandern
hat jeder seine eigne Welt und Zeit.
Das Jetzt des einen ist Vergangenheit
dem Andern , weil er längst schon überwand
die Prüfung , eh` sie vor dem Bruder stand.
Vergeblich sucht er dessen Lebenslust zu dämpfen,
vergeblich spricht er ihm vom eigenen Kämpfen.
Ein jeder glaubt nur , was er selbst erlebt
und sieht das Stück nur , das er selbst gewebt
am großen Teppich dieses bunten Lebens.
Drum such nicht Anerkennung Deines Strebens,
streb nicht nach Beifall, streb nur um des Zieles willen!
Der Mensch kann nie des Menschen tiefste Sehnsucht stillen,
das kann nur Gott!- Doch in ihm wirst du finden
den Bruder auch und dich mit ihm verbinden.
Denn aller Menschenliebe unerlöster Rest
geht auf in einem Ziel, das unverrückbar fest
und ehern steht...Und aller Geister Blick
wird weit und wissend! Und der Welt Geschick,
des Lebens ganzer bunter Teppich ruht
zu Ihren Füßen , und sie sehn ihr Gut,
des eignen Lebens Faden,- hat er Gott genügt?-
dem bunten Teppichmuster sorglich eingefügt?
Und was auf Erden ihnen unverständlich war,
die Vielfallt ihres Wesens bietet sich nun dar
dem geist`gen Blick als schönes Farbenspiel.
Was sie getrennt erstrebt , jenes ew`ge Ziel,
dem sie verschiedene Namen gaben,
die sie oft missverstanden haben-
die Namen waren es ,die Erdenbürger schieden,
des Ziels Erkenntnis erst eint sie zu ew`gen Frieden.
ephides
Erkenntnis ist die Einsicht in etwas Wesentliches , Sie ist
Gnade und nicht direkt Antwort auf die eigene Mühe , setzt jedoch eigene geistige Anstrengung ,Verantwortung und Selbstüberwindung voraus . Erkenntnis ist kein eigenes gedankliches Konstrukt logischer Schlussfolgerungen , keine Synthese ,sondern sie fällt sozusagen vom Himmel vor die Füße , als plötzliche Antwort auf eine Frage , die oft sogar noch im Unter- Bewusstsein schlummert ,die vielleicht innerlich noch gar nicht völlig ausformuliert ist.
So kann Erkenntnis eine solche Tiefe haben , dass sie nicht in Worte zu fassen ist. Erkenntnis kann die Richtung des Lebensweges ändern und hinterlässt einen Eindruck , den man nicht vergisst, Auch die Umstände dieses Gnadengeschenkes bleiben in Erinnerung.
Wir Menschen haben die Tendenz , ständig um uns zu kreisen
und konstruieren schnelle Antworten und Ausflüchte selbst..
Gestehen wir uns auch unsere Fehlentscheidungen ein , versuchen wir ernsthaft den tieferen Sinn von Ereignissen zu erschließen, gestehen wir uns ein , dass wir ohne die Hilfe Gottes nicht weiter kommen?
Betrachten wir die Geheimnisse unseres Daseins ? Sind wir bereit , für die Wahrheit Opfer zu bringen? Streben wir mit Hingabe geistige Ziele an?
Stehen wir vor Gott als Empfangende , Erwartende und Bedürftige?
Erkennen wir die eigenen Grenzen an?
Es sind der Stolz und die Selbstgerechtigkeit , die diese Haltung nicht zulassen. Wir wollen keine" Schwächlinge", keine Sklaven sein.
Wir wollen Frei sein!
Freiheit ist jedoch ein Wert , eine innere Haltung ,das Ergebnis erfolgreicherer Selbsterziehung .Eine Kultur der Mündigen und Selbständigen setzt Arbeit und Disziplin voraus - einen beharrlichen Willen zur Förderung der persönlichen Unabhängigkeit. Das entspricht nicht dem menschlichen Instinkt.
Recht und Freiheit sind gottgegeben , sie sind Mittel und nicht das Ziel. Das höhere Ziel ist Selbsterkenntnis und die Gotteserkenntnis, die wir mit unseren freien Entfaltungsmöglichkeiten , der Vernunft ,
und dem freien Willen anstreben können.
Absolut frei ist nur Gott , die menschliche Freiheit ist an Ihn gebunden .Zur inneren Freiheit gehört auch , Herr seiner Selbst und der eigenen Willkür zu sein , das Bedeutet , seine Affekte zu zähmen und seine Leidenschaften zu überwinden. In diesem Sinne ist auch der Mensch relativ frei.
Jetzt bist du schon gegangen Kind,
und hast vom Leben nichts erfahren,
indes in unseren welken Jahren
wir Alten noch gefangen sind.
Ein Atemzug , ein Augenspiel,
der Erde Luft und Licht zu schmecken,
war dir genug und schon zu viel;
du schliefest ein , nicht mehr zu wecken.
Vielleicht in diesem Hauch und Blick
sind alle Spiele, alle Mienen
des ganzen Lebens Dir erschienen,
erschrocken zogst du dich zurück.
Vielleicht , wenn unsere Augen, Kind
einmal erlöschen, wird uns scheinen,
sie hätten von der Erde , Kind,
Nicht mehr gesehen , als die Deinen.
Hermann Hesse
Es ist der Glaube keine Blüte,
die Dir ein anderer reichen kann.
Und wär sie lauter wie des Spenders Güte
und rein und unberührt , auch dann
wird sie das kurze Dasein fristen,
das eine Blume lebt im Wasserglas.
Der Glaube ist ein Baum , in dem die Vögel nisten,
und mächtig liegt sein Schatten auf dem schwankend Gras.
Greif nicht nach fremder Bäume Blüten,
den eigenen zarten Glaubenskeim nimm wahr
und zieh ihn auf und such zu hüten
Ihn vor des Zweifels Frostgefahr.
Dass einst der Baum hoch in die Lüfte trage
sein Haupt und dir`s mit Blüten lohne
und dass sein Stamm , den Stürmen trotzend ,rage
und seine Arme schirmend breite in der Krone.
ephides
Es ist der Glaube keine Blüte,
die Dir ein anderer reichen kann.
Und wär sie lauter wie des Spenders Güte
und rein und unberührt , auch dann
wird sie das kurze Dasein fristen,
das eine Blume lebt im Wasserglas.
Der Glaube ist ein Baum , in dem die Vögel nisten,
und mächtig liegt sein Schatten auf dem schwankend Gras.
Greif nicht nachfremder Bäume Blüten,
den eigenen zarten Glaubenskeim nimm wahr
und zieh ihn auf und such zu hüten
Ihn vor des Zweifels Frostgefahr.
Das einst der Baum hoch in die Lüfte trage
sein Haupt und dir`s mit Blüten lohne
und das sein Stamm , den Stürmen trotzend ,rage
und seine Arme schirmend breite in der Krone.
ephides
Glauben heißt Danken
niemals zu wanken
und stehen zu bleiben vor Gottes Schranken.
Glauben heißt sehen,
nicht alles verstehen ,
verschlungene Pfade sicher zu gehen,
Es bedeutet auch hören
Illusionen zerstören
und dem Bösen abzuschwören.
Im Glauben Loben,
zu schauen nach oben
wenn schaurige Stürme um mich toben,
Den Horizont weiten
mich lassen leiten
in guten und in bedrohlichen Zeiten.
Gotte zu vertrauen
auf seine Verheißung zu bauen ,
nach Vorne und nicht zurück zu schauen.
So will ich wachen
erwartungsvoll lachen.
Ein Feuer der Hoffnung in mir entfachen.
In dunklen Tagen
gläubig Ihn fragen.
Er wird meine Sorgen für mich tragen.
Im Glaube zu bangen,
mit Sehnsucht verlangen
beharrlich dem liebenden Gott an zu hangen
Ihn demütig Bitten
wenn ich hab gelitten ,
um weiterzugehen in festen Schritten.
Ich darf ihn fragen
im Weinen und Klagen.
Er wird mich über jede Hürde tragen.
In einsamen Zeiten
wird er mich begleiten,
an sicherer Hand mich führen und leiten.
Wenn nichts mir geblieben
mich in Sicherheit wiegen.
Im Glauben zu bleiben heißt ewig lieben.
Nicht Gott ist Schuld an den Gewalten.
an List und Tücke , Lug und Trug-
Sein mahnend Wort, stets treu gehalten,
blieb ungehört und Zug um Zug
im Sturm die Elemente wanken
vor Gottes Willen , seinen Schranken.
Eindringlich mahnt sein stilles Flehen.
Du ließt sein Wort verächtlich stehen.
Noch heute bleibt das Herz umschlossen
von deiner Faust aus hartem Stahl
und Mauern , die du selbst errichtet
aus freiem Willen ,eigener Wahl.
und Waffen , die dich selbst vernichtet
werden zum Schicksal , dir zur Qual!
Die Welt , die einst im Glanz erstrahlte
hat Wunder dir und Glück verheißen.
Die Schuld ein anderer bezahlte,
damit der Sonnerstrahlen Gleißen
mit Freiheit krönt dein offenes Haar,
das fröhlich im Winde strenger Gezeiten
sein Eigenleben führte , Jahr um Jahr.
Genagelt die Hände und gebunden,
gebrochen sein Körper
zu Tode geschunden,
geheiligt sein Haupt mit der Dornenkrone,
aus Liebe zum Vater schenkt sich der Sohne.
Er hat sich als Opfer dargebracht!
Und rettet die Seinen aus finsterster Nacht.
Erkennst Du es nicht? Du bist Sein Eigen!
Mit Schönheit und Reichtum hat er Dich beschenkt.
Die ganze Schöpfung wird sich verneigen
vor Ihm , ihrem König ,der auch dein Leben lenkt.
Gib auf ,überlass ihm deine Waffen,
er hat sich doch schon für dich ergeben.
Reich ihm deinen Stolz und du wirst leben.
Nur in der Zeit kannst du es schaffen
durch Überwindung neu zu erstehen
um auf Gottes Spuren weiter zu gehen.
Verlass deinen Kerker der Eigenmacht.
Die Tür stand schon immer einen Spalt offen.
Geh einfach heraus , dann führt Gott Dich sacht.
Auf ein Ewiges Leben darfst du nun hoffen,
Ich liebe Dich, mein kleines Kätzchen,
so sanft und treu, weich und verspielt.
Du Tiger mit dem weißen Lätzchen.
Wie Watte sich Dein Fell anfühlt.
Ganz arglos dehnst du deine Glieder,
kratzt mit der Pfote Dich am Ohr.
leckst mit der Zunge auf und nieder
dein Beinchen , das du streckst empor.
Dein zartes Wesen ist entzückend
rührst an mein Herz ,schnurrst leis und sachte.
Dich anzuschauen so beglückend,
in Wonne ich dich heut betrachte.
Schläfst weltentrückt an meiner Brust
geborgen , sicher und vertrauend,
wiewohl nie Angst du haben musst,
auf Nahrung und auf Liebe bauend.
Wenn ich versunken in das Morgen
dir zärtlich meine Seele schenke
und dir verspreche für dich zu sorgen
und mein Bewusstsein auf dich lenke,
hebt sich dein Herzchen hoch nach oben.
Den Herren wir nun beide loben.
In meine Hand hat er gegeben,
zur Freude mir , dein süßes Leben
Es gibt Zeiten der Dunkelheit in mir und um mich herum , die Hand Gottes , die mich so sicher führte bleibt verborgen hinter einer undurchdringlichen Nacht. Wie lange diese Nacht dauert, ich weiß es nicht.
In ihr ist kein Sinn erkennbar , und dennoch muss ich weitergehen , denn die Gebäude hinter mir stürzen bereits ein. Liegt vor mir ein Abgrund ,behindert mich eine Wand, lodert ein vernichtendes
Feuer oder erwartet mich die Rettung ? Auch das kann ich nicht wissen
Es bleibt nur die Hoffnung ,die sich auf Erinnerungen stützt.
Ich muss wach sein , denn überall lauern unsichtbare Gefahren in dieser Nacht des Wartens , der Vorsicht und der scheinbaren Aussichtslosigkeit.
Eine verhängnisvolle Gefahr ist es , einfach stehen bleiben zu wollen oder den Kopf in den Sand zu stecken , zu resignieren ,eine andere ist die Gefahr der Entmutigung , der Verzweiflung , der Täuschung oder der Angst , der Ungeduld und den damit verbundenen Versuchungen, überstürzt zu handeln oder zu flüchten. Vor diesen Gefahren bewahrt mich die Hoffnung .Sie ist die Erinnerung an das Gute , das immer siegt. Diese innere Gewissheit ist vielleicht für eine kurze Zeit verborgen dennoch muss ich an ihr festhalten.
Auf unerklärbare Weise schwimme ich durch tiefe Wasser ,taste mich durch dunkle Räume , Widerstehe den Dämonen ,besiege die Zweifel ,ertrage Schmerz und Aussichtslosigkeit und stütze mich auf das , was immer galt und ewig Gültigkeit haben wird , es gibt einen Sieg über den Tod hinaus sowie es auch einen Sieg über das Bose und ihre Versuchungen gibt. Dieser Sieg gründet allein in der Hoffnung. Die Hoffnung ist ein geistiges Fundament ,das erbeten werden muss ,sie setzt den Willen voraus und eine Entscheidung .Als Geschenk mag sie vom Himmel fallen, aber ich muss sie auffangen in Demut, behüten und bewahren , festhalten und nähren.
Ich muss sie kultivieren und versiegeln im eigenen Herzen .Sie ist ausgerichtet auf eine freudige Erwartung , getrieben von einer stillen Sehnsucht und geht Hand in Hand mit der Disziplin. Sie wird am Ende gekrönt mit Glück und Erfüllung.
An so manchen grauen Tagen
als ich an Leib und Seele hab gelitten,
bist du zu langsam vorangeschritten.
Ich blieb allein mit zahllosen Fragen.
Sturm brach aus !
Erschütterte mein Haus .
Mein Lebensplan rings rum , im Garten
geordnet , gesichert, sorgsam gerahmt
mit einer Mauer und Pflanzen aller Arten
fegtest Du hinweg!
Ich erstarrte vor Schreck!
Von dieser Macht hab ich nichts geahnt.
Dein Geist führt ein stolzes Eigenleben,
er hat mich in seinen Bann gesogen
und ließ mich über der Wahrheit schweben.
Ich wurde getrieben und geschoben.
Mit einem Knall
kam ich zu Fall!
Doch die Sonne der Gerechtigkeit,
die sich verbarg hinter dichtem Nebel
offenbarte mir meine Schlechtigkeit
und erlöste mich von diesem Knebel.
Sie schien auch in dieser wirren Zeit.
Ich wurde stumm
und kehrte um!
Sie hat mich von meinem Irrtum befreit.
Es gab auch stille Zeiten.
Sie ließen mich Ewigkeiten schauen,
denn Geist und Seele wollten sich weiten
und sich ergeben im Vertrauen.
Sie blieb fast stehen
und ließ mich sehen:
Ein Haus aus Tugend sollte ich bauen!
Der Endlichkeiten sicherer Hort,
in dem ich stets war eingebunden ,
versetzte mich an den stillen Ort.
Wahr und gerecht!
voller Schönheit und echt
an dem ich die Freiheit hab gefunden.
Nun bist du vollendet , geliebte Zeit
der Grenzen unter des Kreuzes Holz.
Das leben : Ein Hauch, nun ist es soweit
dir noch zu schenken meinen Stolz.
Es tut nicht mehr Weh!
Deine Güte ich seh `!
Die Zeit , sie war nur ein Wimpernschlag.
In ihr enthalten Recht und Würde.
Sie gehört allein Gott , wie die Nacht und der Tag.
"Du hast mir geholfen zu tragen die Bürde.
Ich vertrau mich Dir an,
dass Du lösest den Bann!"
Zu überwinden noch diese eine Hürde.
Liebe Stella , ich weiß nicht , wer diese Zeilen ließt , die für Dich bestimmt sind .Am Ende des Lebens wird das Denken und Handeln allen Menschen offenbar werden , Deinen Verwandten und Freunden , allen die Du liebst , auch denjenigen , die vielleicht ungerecht und böse waren. Jeder Gedanke , jeder Wunsch , alle Motive unseres Handelns ,all unsere Entscheidungen ,ob eigennützig oder selbstlos , alles wird in großer Klarheit vor unseren Augen stehen. Was ich Dir sage und schreibe , gerade Dir , soll auch vor Gott Bestand haben. Ich möchte nicht verletzen , aber manchmal ist es die Wahrheit , die wie ein scharfes Schwert mitten ins Herz trifft. Wie stehen immer vor Gott , er schaut in unser Herz , damit er es verwandeln kann. Er braucht unsere Zustimmung. Nur in diesem weltlichen Leben gibt es Wandlung ,Entwicklung und Fortschritt ,nur hier auf Erden können wir uns frei gewählte Ziele setzen und sie erreichen. Als ich eine junge Frau war , hat mich meine Schwester gefragt , was ich mir wünschen würde , wenn ich einen Wunsch frei hätte .Ich antwortete:
Ich wünschte mir , dass ich mir nichts mehr wünschte. Alles Begehren , alles Sehnen sollte ein Ende haben , denn ich hatte begriffen , dass aus jedem erfüllten Wunsch ein neuer Wunsch geboren wird .Ich wollte herausgenommen werden aus dieser Kette des Begehrens , die ich als eine Sklaverei für mich erkannte. Viele Wünsche bis zum heutigen Tag sollten noch folgen , viele Tränen und Endtäuschungen. Die wahre Freiheit liegt jenseits des Wünschen und Begehrens. Dort , wo wir einmal hingehen , da gibt es keine Zeit mehr , unsere Seele existiert in einer anderen Dimension , in der Ewigkeit .Dort , in der Ewigkeit bist Du heute .In welchen Zustand Du Dich jetzt befindest , das weiß ich nicht , ob Du trostlos oder getröstet bist , ob voller Reue und Schmerz , oder am Herzen des liebenden Vaters , ich kann es nicht wissen. Aber ich bin sicher , dass Du Dich freust , wenn sich meine Seele erhebt zu dem , der Dich in seiner schützenden Hand hält , dich behütet .Er hat Dich erwählt , er hat dich gewollt und nach seinem Zeitplan nach Hause geholt.
Warum?
Eines Tages werde ich es wissen , ich bin mir ganz sicher -
Dein Bild stand mehr als ein Jahr an einem geweihten Altar und alle Freunde , die dieses liebe junge, fröhliche Mädchen auf dem Foto gesehen haben , sprachen ein Gebet für Dich. Dort , wo Dein Bild nun steht , werde ich das dritte Jahr die Weihnachtskrippe aufstellen. Im Geist bin ich immer mit Dir verbunden , mal traurig , oft aber auch sehr glücklich .Gemessen an der Ewigkeit ist das vergängliche Leben nur ein Hauch , ein Wimpernschlag.
Ich erinnere mich , wie gerne Du gelacht hast , wie verzweifelt Du mit der Nähmaschine gekämpft hast , wie hingebungsvoll Du Dachpappe auf mein Schrebergartenhaus genagelt hast , mich mit provokanten Fragen gelöchert und in meinem Auto nach Schätzen gesucht hast. Ich genieße die Erinnerungen an Dich .Es ist schmerzhaft , im Herbstregen an Deinem Grab zu stehen , es scheint , als ob der ganze Himmel weint ,geliebte Stella..
"Ich weiß , dass ich nicht weiß", dieser Satz stammt von Sokrates , der 370Jahre vor Christus lebte und ein Vordenker anderer griechischer Philosophen der Antike war , wie Aristoteles , Platon , Cicero usw. Dieser scheinbar banale Satz ist der Grundstein eines neuen revolutionären Denkens.
Sein Denken basierte auf Wahrnehmung und daraus resultierenden Schlussfolgerungen und dem Dialog durch Gegenüberstellungen, Ausschlusskriterien und Wahrscheinlichkeiten .Er verlangte Selbstreflexion und das Hinterfragen der eigenen Motive und Werte. Er bezog die inneren Wirklichkeiten , Anschauungen in den Prozess der Wahrheitsfindungen mit ein. Zu damaliger zeit war diese Herangehensweise verrückt .Ein ungeprüftes Leben sei nach seiner Erkenntnis nicht lebenswert. Sokrates setzte kein Wissen voraus , sowohl Wirklichkeit als auch Sinn ließen sich aus den inneren und äußeren Gegebenheiten durch die Vernunft erschließen. Obwohl er einer der größten Denker war , führte ihn seine Logik nicht endgültig zu dem Schluss , dass es einen Gott gäbe , Er kam zu dem Ergebnis , die Existenz Gottes lasse sich nicht beweisen , ebenso wenig wie seine Nicht-Existenz .Den Beweis einer unsterblichen Seele folgerte er aus der Tatsache , dass Leben und Tod sich bedingen und es eine unendlichen Kreislauf von Leben und Tod geben müsse. Ein weiteres Argument für diese Annahme war , dem Menschen sei ein Erinnern mitgegeben ,eine Gewissheit oder ein moralisches Gewissen. Deshalb war der Seelenfrieden für Ihn von höchstem Rang und der erstrebenswerteste Reichtum , den ein Mensch erlangen kann. Sokrates prägte auch den Satz : Es ist besser, das Böse zu ertragen , als das Böse zu tun. Für Ihn war Gerechtigkeit die höchste Tugend.
Die Staatsmacht sei verpflichtet , ein gerechtes soziales Zusammenleben zu garantieren und der Gerechtigkeit den ersten Rang für ein gelungenes soziales miteinander einzuräumen .Sokrates wurde seiner Zeit wegen seiner Ansichten als Aufwiegler zum Tode durch den Schierlingsbecher verurteilt. Er hätte sich dem Vollzug des Urteils durch Flucht entziehen können , räumte jedoch der Staatsgewalt und der bestehenden Hierarchie höchste Priorität ein und nahm aus diesem Grund das Urteil an, obwohl dieses nach seinen Erkenntnissen ungerecht war.
Es war seine feste Überzeugung , ohne Gerechtigkeit gäbe es keinen Seelenfrieden. Alle anderen Tugenden seien darum der Gerechtigkeit untergeordnet.
Trotz Schmerz
Endtäuschung
Missachtung
Angriffen
Trauer
Lüge
Ungerechtigkeit, kann das Herz , auch wenn es schwer wiegt wie in Stein ,es sich anfühlt wie in Ketten, wie eine einzige große Wunde.
wie ein Klumpen Blei,
sich erheben.
Es kann warten, hoffen, ausharren, sich erinnern , sich vergewissern
sich vereinen.
Es kann schöpfen aus einer unendlichen Quelle von Licht und Leben.,
streben nach Wahrheit und Reinheit.
Ganz tief im inneren weiß sich das Herz geborgen , geliebt .
aufgehoben , beschützt, getragen .
Das Herz kann über alles erhaben sein ,
vollkommen getröstet , wenn es auf Gott ausgerichtet ist.
Die Liebe ist Sinn , Ziel und Vollendung.
Diese Gedenkseite gibt mir die Möglichkeit , zu trauern , über alle Ereignisse in Stellas Leben nachzudenken ,sie aus einem tiefen , christlichen Glauben heraus zu betrachten und zu verstehen.
Dieses Trauerportal bietet einen möglichen Schutz ,Respekt vor den Gefühlen und der Würde des Anderen. Der Christliche Glaube heute in unserer Welt wird angegriffen , verächtlich gemacht und verhöhnt, hier fühle ich mich mit meinen Ausführungen relativ
sicher , wenn auch jegliche menschliche Solidarität in meiner Trauer ausgeblieben ist.
Ich gehe nicht davon aus , das meine Ansichten verstanden oder geteilt werden , indem ich mich öffne und das fällt mir nicht leicht , biete einen Perspektiv Wechsel an , denn so verschieden die Menschen sind , so unterschiedlich ist auch der Umgang mit dem Tod und dem damit verbundenen Schmerz.
Würde ich die dramatischen Umstände von Stellas Tod hier auf dieser Gedenkseite schildern , dann hätten Tausende Menschen Ihrer gedacht und tiefes Mitgefühl gezeigt , davon bin ich überzeugt.
Das habe ich jedoch nicht getan , um sie zu schützen. Ich habe mich auch aus moralischen Gründen nicht dazu berechtigt gefühlt , Dinge öffentlich zu machen , die möglicherweise ein falsches Licht auf Stellas Leben werfen könnten. Ich erinnere nur an einige Umstände dieser Zeit im Juli 2021, die bekannt sind , die Schulen waren geschlossen , alle Bürger waren angewiesen worden , zu Hause zu bleiben , Jugendliche durften sich nicht treffen , ein soziales Miteinander fand nicht statt , Treffen untereinander fanden heimlich und nicht unter elterlicher oder pädagogischer Aufsicht statt. Viele Freundschaften entstanden aus falsch verstandener Solidarität und führten in eine Abwärtsspirale.
Ich versuche zu verstehen , welche Auswirkung solche erzwungenen Anordnungen auf ein junges Leben haben können , und frage mich auch , welche konstruktiven Möglichkeiten den betroffenen Kindern angeboten wurden , mit Panik vor Krankheit und Tod ,Angst , vermeintlicher Schuld und Isolation umzugehen.
Ich schaue auf Stellas Leben und somit auch alle offen gebliebenen Fragen ,ungeklärten , unvollständigen Antworten.
Stella hat nicht an Gott geglaubt , sie bedrückten viele Fragen , die sie sich nicht selbst beantworten konnte. Sie war ein Federball im Sturm des Zeitgeistes , ein Blatt im Wind , nichts passte für sie zusammen, das Leben war grotesk und absurd , es war Stückwerk.
Der Glaube an Gott ist ein mühsamer und geistiger Weg , ein Weg der Betrachtung und des Ordnens , der Selbstüberwindung , des Opfers, der Offenbarungen , der Wahrheit und der Liebe , aber er ist kein einsamer Weg.
Am Wegesrand stehen unzählige Gnadengeschenke , Erkenntnisse, Einsichten und Früchte, man kann sie wahrnehmen oder verwerfen.
Aber es gibt auch das Leid , den Schmerz und die Schuld.
Jeder Mensch, auch junge Menschen werden konfrontiert damit , auch mit Unversöhnlichkeit , Spaltung und Bosheit .
Diese Themen sind von dichtem Nebel umgeben und ausgeblendet.
Wird der Schleier gelüftet , enthüllt sich die eigene Angst , die Unvollkommenheit , Lieblosigkeit , Selbstlüge und der Egoismus.
Wir stehen vor Tatsachen , die wir ohne Gottes Hilfe nicht lösen können und vielleicht auch nicht lösen wollen.
Im günstigsten Fall offenbart sich die menschliche Erlösungsbedürftigkeit und die Verstocktheit des eigenen Herzens.
Die Selbstgerechten sind sich immer sicher , das richtige zu tun oder getan zuhaben , sie sind überzeugt von der Unfehlbarkeit ihres Handelns , sie wähnen sich auf der Seite der Gerechten und der Guten , der Klugen und der Wissenden.
Möge der Liebe Gott mir und meinen Mitmenschen die Weisheit des Herzens schenken , eine tiefe Erkenntnis der Eigenen Unvollkommenheit und die Demut vor dem Schöpfer.
Ich wünsche allen Menschen , besonders denen , die mich verachten , um das Gnadengeschenk einer tiefen und vollkommenen Reue.
Wenn es die Lüge gibt , existiert auch dei Wahrheit.
Die Abweichung von der Wahrheit , ihre Verneinung und auch die Umgestaltung der Wahrheit muß als Lüge bezeichnet werden.Je mehr sie sich von der Wahrheit entfernt , desto größer ist die Dimension ihrer Auswirkung auch auf andere.
Die Lüge hat Konsequenzen , sie beschädigt Vertrauen , führt in die Irre , schadet dem Ansehen , verursacht Unnfrieden und Krieg .
Sie verblendet , verwirrt und bewirkt unaufhaltsam in ein inneres und äußeres Chaos.
Sie entfremdet , zerstört die Liebe und bringt Stumpfsinnigkeit und Gewissenlosigkeit in den Charakter.
Sie vertreibt die Freude , den Sinn für das Gute und Schöne und vernebelt den Geist der Unterscheidung .Sie bewirkt Einsamkeit , und es entstehen Bündnisse und soziale Blasen mit Gleichgesinnten , die diese Illusionen gerne teilen.
Eine Lüge reicht der anderen die Hand und beginnt oft mit der Selbstlüge .Die eigene Wirklichkeit
wird unbemerkt zu einem Gebäude aus Lügen , denn sie erscheint in sich logisch , einläuchtend und plausibel.
So baut man sich eine Scheinrealität auf , an die fest geglaubt wird , Es wird an dieser Täuschung festgehalten , bis sich das licht der Wahrheit durchsetzt durch diese Dunkelheit.
Es braucht sehr viel Mut ,der Lüge ins ins Gesicht zu sehen.
Es wird immer schwerer , den Weg zurück zu finden ,zurück in die Geborgenheit , den Frieden ,zurück in die Einheit und das geistige Zuhause.
Jede Lüge legt sich wie ein dunkler Schatten auf die Seele , der bedrückt und belastet.
Die Seele sehnt sich nach Gott.
Wenn diese Sehnsucht nicht mehr spürbar ist , dann laß tief in Deinem Herzen deine Tränen fließen.
Trennung schmerzt .
Manchmal ist es der Tod , der mir eine Trennug zumutet.
Ich liebe einen Menschen ,einen Freund oder Angehörigen , niemals würde ich mich freiwillig trennen wollen .
So unbegreiflich und endgültig ist diese Verbindung plötzlich abgeschnitten
Ich bin gezwungen , dieses Leiden des Verlustes anzunehmen , mir bleibt keine andere Wahl, aber die Liebe schafft eine Verbindung über den Tod hinaus .
Ich spreche nicht von der Erinnerung , von gemeinsam erlebter Vergangenheit , nein ich meine die Zukunft. Natürlich , mein geliebter Mensch fehlt mir überall , seine Stimme , sein ´Lachen , gemeinsame Pläne , Kinder , die man sich mit dem Liebenden gewünscht hat ,das ist nun endgültig vorbei.
Ich wünschte mir eine Zukunft mit ihm in einer liebenden Lebensgemeinschaft in dieser Welt.
In einer anderen Welt weden wir uns wiederseheh , das darf ich hoffen.
Ist das ein Trost?
Dieser Trost hängt von der Standhaftigkeit und Tiefe des Glaubens ab und setzt auch die Zustimmung meines eigenen Todes voraus .
Der Glaube an den Dreifaltigen Gott schaft eine tiefe Verbindung mit anderen Menschen ,und das ist wahrlich ein sehr großer Trost
Diese Verbindung ist eine himmlische , bereits auf Erden geschlossene Einheit in der Liebe zu Gott.
Für diese Einheit braucht es keine Worte , oft genügt ein wissender Blick als Erinnerung , welches das wirklich gemeinsames Ziel ist.
Allen Menschen ist von Natur aus die Möglichkeit gegeben , über die Liebe und die Vernunft Gottes Werk und seinen Heilsplan zu erfassen und gläubig anzunehmen.
Dieser Weg wird begleitet von einer Vielzahl von Gnaden jeglicher Art , die der Herr uns für diesen Weg der Vollkommenheit schenkt.
Für einen gottesfürchtigen Menschen gibt es eine Trennung , die schlimmer ist als der Tod , das ist die Trennung von der Liebe Gottes.
Wir Menschen haben alle die Neigung , eigene Wege zu gehen ,die göttliche Ordnung zu verlassen.und unser Glück auf diese Weise zu suchen,
Schmerzlicher als der Tod ist diese Abspaltung vom Schöpfer , die endgültig und absolut scheint , weil sie nicht mehr durch die Liebe überwunden werden kann,
Wer nicht in der Liebe Gottes lebt , ist über das Herz nicht mehr zu erreichen und sein Schicksal ist ungewiss.
Jesus sagt , liebt eure Feinde, betet für die , die euch hassen.
Wie sieht diese Feindschaft aus?Wodurch offenbart sie sich?
Die Feindschaft besteht in einer Konkurenz des Menschen zum Schöpfer , ja sogar im Haß auf ihn.
Kann ich Menschen lieben , die Gott hassen ,wenn Er das Ziel meine Lebens und meiner Liebe ist?
Nein , ich kann diese Spaltung nicht selbst überwinden, Liebe braucht immer die Zustimmung des anderen.
Ja , ich habe von mir geliebte Menschen aufgegeben und ihr Schicksal allein dem Herren anvertraut und überantwortet.
Dieser Abschied tut weh , weil er ein wirklich endgültiger ist in dem Sinne , dass ich über sein endgültiges Schicksal mit wenig Hoffnung im Ungewissen bleiben muß .
Eine Heilsgewissheit gibt es weder für mich , noch für andere , wir sind im Leben und im Sterben abhängig vom Lieben Gott.
Allerdings gibt es Merkmale , Haltungen und Lebensweisen , die ein Heil und ein ewiges Leben in der Gottesgegenwart sicher ausschließen.
Nur Gott , der allmächtig ist kann diese Trennung überwinden.
auch wenn Du nicht mehr bei uns bist ,so bleibt doch in meinem Herzen ein liebendes Andenken , aber auch eine große Wunde , mit der ich leben muß .
Ich bin dankbar für den tiefen Glauben an die Liebe Gottes , trotz der schlimmen Umstände , die sich durch Deinen Tod erst offenbart haben.
Ich glaube , dass der liebe Gott alle Menschen für den Himmel retten möchte und dass er diesen Weg gewählt hat , um Dir das ewige Leben in seiner Herrlichkeit zu ermöglichen und auch uns den Weg der Vollkommenheit offenbaren will , der den Himmel öffnet für jene Menschen , die dieser Absicht gläubig zustimmen.
Wie er seine Absicht vollbringt , weiß ich nicht , das erschließt sich mir nicht ,ich habe nur eine glaubende Ahnung davon.
Wenn der liebe Gott absolut gut ist und davon bin ich überzeugt , dann kann es nur so sein, dass er jedes mögliche Mittel wählt ,um alle Menschen zu retten.
Ich glaube , dass es ihn selbst zutiefst geschmerzt hat , uns als Familie , deiner Mutter , deinem Vater und auch allen Angehörigen diesen Verlußt und diesen Schock zuzumuten.
Ich bin mir sicher ,dass dieses Ereignis , das auch heute noch so weht tut , das einzige und letzte Mittel war ,uns , die Dich lieben und schmerzlich vermissen auf seine Allmacht aufmerksam zu machen und hinzuweisen zu unserem Besten.
Gott existiert , aber wir Menschen begreifen das erst durch leidvolle Erfahrungen.
Wenn nichts mehr ist , wie früher , wenn die eigenen Pläne durchkreuzt werden und die Frage gestellt werden muß , war wirklich alles gut , so wie es den Anschein hatte?
Sind wir nicht blind für die Wirklichkeit gewesen?
Hat Dein armes Herz nicht immer wieder vor dem großen Nichts gestanden, mit vielen offenen Fragen?
Hast du deine innere Leere und deinen Schmerz nicht immer wieder mit deinem eigenen Blut dargestellt und bezeugt?
Hast du uns , wenn nicht mit Worten , so doch zumindest immer mit Taten gezeigt , wie verloren Du bist?
Wie bedürftig , wie allein ,wie wütend ?
Haben wir das verstanden , versehen wir das heute?
Ich erinnere mich heute an meinen Abschied , wie erschüttert ich an deinem offenen Sarg saß und noch eine Weile Zeit mit Dir verbracht habe ,
Auf deinen zarten , fast unberührten Handen , stand das Wort F.ck .
Welch eine bittere Anklage an die Welt , welch eine Kapitulation unsere Liebe zu Dir.
Es tut weh ,aber ich will genau das nicht vergessen oder verdrängen, denn:
Müssen wir uns nicht fragen , wo sind wir falsch abgebogen , wo haben wir die Augen zugemacht , was haben wir
übersehen , vor allem , wollen wir so weitermachen?
Was soll noch passieren , um uns aus der Lethargie herauszuholen?
Ich glaube ganz fest an die Liebe Gottes , dass mir das möglich
ist , ist Gnade und nicht mein Verdienst , das macht aus mir keinen besseren Menschen ,sondern zeigt mir meine Schwachheit ,meine Ohnmacht wird mir bewußt.
Nur dadurch wird es für mich erträglicher , mit Leid und Ungerechtigkeiten umzugehen , denn der Herr selbst bewahrt mich vor Verweiflung und Angst , trägt die Last , die ich nicht zu tragen vermag.
Du bist so plötzlich und so unerwartet ,auf eine solch endgültige Weise aus dem Leben herausgerissen worden.
Diese Wirklichkeit wird immer präsent in meinem Leben sein.
Liebe Stella , manchmal besuche ich Dich auf dem Friedhof, jeden Tag bin ich in meinen Gedanken und in liebevoller Erinnerung bei Dir.
Oft frage ich mich , wie würdest du zurechtkommen , in einer Welt , in der mehr oder weniger das Chaos regiert, in der jeder Maßstab für das wirklich Gute oder Böse verloren scheint.
Eine Welt , die immer unübersichtlicher wird , in der keine Ordnung mehr erkennbar ist und die keine Orientierung mehr anzubieten hat.
Viele Menschen sehen das nicht , viele spüren das auch nicht mehr, sie haben sich daran gewöhnt und damit abgefunden.
Ich hoffe heute , dass Du in Gottes guten Händen geborgen bist, das ist ein großer Trost für mich.
Die Welt ist gespalten , wie nie zuvor, dieses Übel wird gerne ignoriert oder ausgeblendet.
Wie würdest Du, Stella, heute ,nach fast drei Jahren ,damit zurechtkommen.
Gar nicht , nicht jetzt und auch nicht früher, du hast Spaltung nie ausgehalten.
Ich sehe Dich als Opfer , es scheint heute mehr denn je unmöglich zu sein , diese Spaltung zu überwinden.
Für Dich war das völlig aussichtslos , du warst noch ein Kind.
Sie ist Dir zugemutet worden.
Ein Riss geht durch die Gesellschaft , die Nationen und die Familien.
Wir leben in einem Labyrinth von undurchschaubaren Krisen auf
unterschiedlichsten Ebenen.
Sozial , wirtschaftlich , politisch , religiös , mental ,national , global, selbst das Denken und die Gesinnung ist gespalten und jeder versucht sich irgendwie "richtig" zu positionieren und einzuordnen.
Das vergebliche Streben nach Einheit scheitert in der Suche nach einer Gruppenzugehörigkeit und endet in sozialer Gleichschaltung, die gleichzeitig der Anfeindung ausgesetzt ist.
Das Suchen nach Wahrheit wird zur Anpassung an den kollektiven Wahrheitswahn oder schaukelt sich hoch zum Weltrettung Fanatismus.
Hat diese Verwirrung schon ihren Höhepunkt erreicht?
Die Menschen haben einer göttlichen Ordnung abgeschworen und bemühen sich ,eine bessere Ordnung nach eigener Vorstellung zu erschaffen und sich Ihre liberalistischen und individuellen Systeme und Lebensentwürfe zu kreieren.
Man baut auf Thesen und Theorien auf , die in sich falsch sind , statt das eigene Denken immer wieder aufs Neue in Frage zu stellen.
Was nicht passt , wird passend gemacht durch eine Vielzahl von Korrekturen , ergänzenden Gesetzen, Verordnungen und Regulierungen.
Wir sind eine Hyperregulierungsgesellschaft geworden
Es werden neue, "freiere", "gerechtere" und "modernere" Lebenskonzepte und Weltrettungsmaßnahmen entworfen, man möchte "Herr" über die Geschichte sein und die Kontrolle behalten.
Die nationalen Grenzen verschwinden , stattdessen sammelt man sich in sozialen Gesinnungsblasen nach unterschiedlichen Vorstellungen , die miteinander streiten sich gegenseitig anfeinden.
Die Gefahr eines nazistischen Kollektives ist immer gegeben , egal, wo man sich positioniert ,erst recht , wenn diese na
nazistische Blase religiös motiviert ist.
Unsere Kinder sollen es einmal besser haben , das ist die verlogene Devise, schaut euch die Kinder an !
Was mutet man diesen unschuldigen Seelen heute zu!!
Nach menschlichem Ermessen ist diese Welt nicht mehr zu retten.
Das könnte und sollte gerne der gemeinsame Konsens sein.
Wir Menschen , mit unserem Egoismus , unserer Selbstgerechtigkeit und unserem Stolz haben das verursacht , wer sonst.
Unsere Pläne und Ideale haben nicht funktioniert.
Das hat noch nicht jeder begriffen.
Wie gehen wir damit um?
Müssen wir nun bessere Menschen werden ?
Ja natürlich , das müssen wir und das können wir auch , aber nicht auf Kosten der Freiheit.
Durch die Trennung von Gott droht dem Menschen der Verlust seiner Würde und der Freiheit.
Diese darf um keinen Preis aufgegeben werden , das hätte unumkehrbare Folgen!
Die Freiheit besteht in dieser Zeit darin , sich für eine göttliche Ordnung oder gegen sie zu entscheiden.
Wenn wir uns gegen sie entscheiden , überlässt Gott den Menschen sich selbst und ihren eigenen Plänen.
Gott liebt uns Menschen , darum wird er uns nicht zwingen , ihn anzuerkennen.
Es sind die Menschen , die sich gegenseitig zwingen und beherrschen wollen und ihre Macht missbrauchen , Gott läst uns frei.
Er hat die höchste Macht und Autorität , die er ewig nicht für das Böse missbrauchen kann, sein Wesen ist Liebe!
Das Böse ist das nicht vorhanden sein des Guten,
Er wird den Menschen die Gnade, seinen Schutz , sein Herz , seine Barmherzigkeit nicht entziehen wollen ,denn er ist reine Güte. Sie wird freiwillig von ihnen abgelehnt .
Es sind die Menschen ,seine Geschöpfe, die sich gegen Gott entscheiden , nicht umgekehrt.
Es ist nicht möglich , Gesellschaften von außen zu transformieren oder globale Ordnungen vorzugeben ,ohne den Menschen die Freiheit zu entziehen.
Hinter jeder aufgezwungenen "neuen Ordnung" stehen meistens Machtinteressen , der Mensch ohne Gott strebt nach Macht , das ist seine Schwäche.
Wir Menschen brauchen dringend eine tiefe , innere , seelische und freiwillige Transformation ,eine Hinwendung zu Gott und eine Wiederbelebung der Moral und des Gewissens.
Diese Transformation muss aus dem Herzen und aus tiefer Einsicht kommen , sie entsteht oft aus gelebter leidvoller Erfahrung.
Dies muss geschehen auch in Hinblick auf ein Leben nach dem Tod.
Der Herr wird diese Welt retten , wenn wir uns zu ihm bekehren , denn mit Ihm vereint ändert sich die Perspektive auf die Welt , die Gesinnung , das Denken und unsere Natur.
Wenn die Menschen sich heute zu Gott bekehren würde , dann wäre die Welt morgen schon besser.
Es hat sich leider in dieser Gesellschaft ein Kulturchristentum etabliert ohne Christus.
Man kennt noch die Werte und möchte sie auch gerne umsetzen , jedoch nicht aus Liebe zum Schöpfer , sondern aus reinem Selbstzweck zum eigenen Nutzen.
Wer die Macht hat , profitiert , die übrigen werden ausgenutzt.
Die vorgegebenen Motive und Zwecke sind immer "gut und edel"
Wer den Schöpfer nicht liebt , kann auch seine Schöpfung nicht ehren. Liebe ihn mit ganzer Seele , das ist der Weg!
Antworte auf sein Geschenk des Lebens und übernehme Verantwortung.
Auf moralistische Weise werden christliche Werte in blinder gegenseitiger Anspruchshaltung eingefordert.
Sie sind jedoch abgeschnitten von ihren tiefen, lebenserhaltenden Wurzeln und können mühelos aus reinen Machtinteressen für jede beliebige Ideologie instrumentalisiert werden , um Menschen zu beherrschen und zu versklaven.
Ohne diese Wurzeln sind wir Menschen wie Schnittblumen , die sich noch eine Weile hübsch im Wasserglas halten und dann verrotten und daher dem Tode geweiht sind.
Ich bin der Weinstock und ihr seid die Reben , sagt Jesus.
Die Kirche kommt ihrer Verantwortung kaum noch nach , im Gegenteil , sie führt in eine falsche Richtung.
Sie hat sich den weltlichen Zielen des Zeitgeistes angepasst und ist aus Schwäche nicht mehr in der Lage, das Heilige
zu zelebrieren und zu vermitteln.
Jeder Mensch hat ein tiefes Bedürfnis nach Einheit, in der Liebe sehnt er sich danach , eins zu sein und Vollkommenheit zu erfahren.
Aus dieser Einheit mit Gott und dem Nächsten kann er im Schutz des Höchsten seine Einzigartigkeit und Individualität leben und in tiefer und vollkommener Freude mit anderen Geschöpfen teilen und sich und andere als Bereicherung erleben..
Aus dieser Freude heraus ist er auch im Stande , auf Überflüssiges zu verzichten und Gottes Schöpfung zu verehren , statt sie auszubeuten.
Aus dieser wirklichen Liebe zu Gott ist er zur Nächstenliebe fähig und zur Liebe zu sich selbst, ja , er definiert sich und andere aus der Liebe Gottes heraus.
Diese Liebe besteht nicht aus überschwappender Emotionalität und Umklammerung, sondern ermöglicht es , die Freiheit zu gebrauchen und in Nüchternheit das Richtige zu tun, um in der Wahrheit zu leben.
In der Wahrheit sein heißt , in der Gnade Gottes zu leben und mit Ihm und seiner Schöpfung vereint zu sein.
Eine andere Einheit existiert nicht.
Nichts ist so sicher , wie der Tod.
Er ist endgültig.
Wir geben unser Leben an denjenigen zurück , von dem wir es bekommen haben.
Was nach dem Sterben passiert , wissen wir nicht ,es befindet sich im Bereich des Glaubens.
Im Tod sind wir völlig ausgeliefert und müssen spätestens dann erkennen , das wir unser Schicksal nicht mehr in der Hand haben.
Bis zu unserem letzten Atemzug können wir über unser Leben verantwortlich mitentscheiden , mitgestalten und selbst noch im letzten Moment Einsichten in den Sinn unseres Daseins gewinnen und auch noch einen Gesinnungswandel herbeiführen.
Unsere Selbstbestimmung endet im Prozess des Sterbens.
Das macht vielen Menschen Angst , darum wird dieses Thema von den meißten Menschen verdrängt.
Wer sein Leben liebt und es wertschätzt , dankbar ist für alle
Talente und Gaben , die er mitbekommen hat , sich seiner Verantwortung bewußt ist und es als ein großes Geschenk betrachtet , geht dem Tod mit Ehrfurcht entgegen.
Weil das irdische Leben begrenzt ist , sich endgültig die Tür unseres Daseins schließen wird , ist die Zeit etwas Kostbares.
Diese Zeitspanne ist gefüllt mit unzähligen Möglichkeiten , unserem Schöpfer zu begegnen und ihm zu danken.
In dieser Lebenszeit können viele geistige und materielle Früchte heranreifen .
Wir haben immer die Freiheit , zu wählen und uns sollte bewußt sein , dass unsere Entscheidungen , sollten sie auch noch so gering erscheinen , weitreichende Konsequenzen haben , auch für andere.
Es ist nicht egal , wie wir unser Leben gestalten , denn uns wird mit unserem Leben auch ein Heilsweg angeboten .
Wir können das Leben als einen Weg der Vollkommenheit betrachten und annehmen , uns unserer vollkommenen Verantwortung vor Gott bewußt werden.
Gott hat uns dieses Leben aus Liebe geschenkt und er erwartet , dass wir mit Liebe darauf antworten.
Wenn wir ausblenden , dass wir Geschöpfe Gottes sind , daß das Leben ewig ist , daß wir eine Verantwortung haben , daß die Fähigkeit zur Erkenntnis in uns nicht nur angelegt ist , sondern uns auch als Auftrag mitgegeben wurde, dann leben wir in einer falschen Wirklichkeit.
Mögen die Schlußvolgerungen dieser Wirklichkeit auch noch so plausibel und logisch erscheinen , noch so klug und richtig ,
in sich noch so schlüssig erscheinen , so befinden wir uns dennoch in einer Trugwelt und im Irrtum.
Das Leben ist wie eine Gleichung mit vielen Unbekannten.
Wenn diese Rechnung schon am Anfang einen kleinen Fehler hat , dann ist das Ergebnis grundsätzlich auch falsch.
Durch die Absolutheit und Endgültigkeit unseres Daseins werden dem Menschen die falschen Schlußfolgerungen seines Lebens noch einmal vor Augen geführt , dass mag sehr bitter sein .
So gesehen ist das Sterben auch ein Kampf ,nämlich ,ein Kampf um Wahrheit , mit der Möglichkeit zur Umkehr und zur Reue.
Im Sterben wird dem Menschen noch ein letztes mal die Möglichkeit gegeben , sich durch eine Gewissensprüfung zu korrigieren.
Das ist eine große Gnade.
Diese Gesinnungsänderung wird vom lieben Gott auch angenommen und als ein Eingeständnis und Bekenntnis zu ihm gewertet.
Er ist sowohl barmherzig als auch gerecht.
Es ist darum keinesfalls egal , wie wir leben oder sterben.
Wenn das ganzes Leben lang die Existens Gottes und sein Wirken geleugnet wurde , ist es zimlich unnwahrscheinlich , dass wir uns im Tode noch zu Ihm bekennen können.
Was viele nicht glauben wollen , er ist das Ziel , von Ihm sind wir ausgegangen und zu ihm gehen wir zurück.
Er ist das Ziel all unserer Sehnsucht , verfehlen wir es nicht.
Wie wir ihm begegnen , ist ganz entscheidend im Licht der Ewigkeit
Denke darum täglich daran , dass Du sterblich bist und trete ein in eine demütige und liebende Beziehung zu Deinem Schöpfer, denn mit jeder Sekunde Deines Lebens näherst du dich diesem Ereignis.
Hab keine Angst , die Furcht vor Gott gibt Deinem Leben eine tiefe Qualität von Liebe , Dankbarkeit und Vertauen..
Es gibt innere Ereignisse , die mit Worten nicht mehr beschrieben werden können .
Es ist der Geist ,der ihnen das Leben einhaucht , damit sie ihre Wirkung nicht verfehlen.
Eine Gesinnung läßt sich nur schwer mit Worten beschreiben .
Sie kann aus dem tiefsten Abgrund emporkriechen .
Sie kann niederste Beweggründe haben.
Worte haben Macht und diese kann mißbraucht werden.
Sie haben die Macht , gute Absichten ins Gegenteil zu verkehren.
Sie können Menschen in die Enge treiben.
Es sind nicht die Worte , die deinen Mitmenschen zum Weinen bringen , sondern die böse Absicht , die hinter den Worten steckt.
Worte können nicht nur eine rethorische Hinrichtung sein ,sondern, mit Haß und Verachtung ausgesprochen , sind sie ein seelisches Schlachtfest.
Es gibt auch ein vernichtendes und gezielt eingesetztes Schweigen .
Es ist der Trost , der nicht gespendet wird zur rechten Zeit , ein geizig zurückgehaltenes Wort der Anerkennung, ein ungeteilter Schmerz , der den Anderen in Einsamkeit zurückläßt.
Eine verweigerte Antwort ,ein taktisches Ignorieren kann bewußt eingesetzt werden , um zu verunsichern.
Begleitet von einem vernichtenden Blick können diese Worte zutiefst beschämen und die Würde rauben.
Die Lüge oder ein Gerücht kann nicht nur die Ehre stehlen , sondern innerlich verletzen und zersetzen.
Worte können einen Menschen töten , die Tatwaffe wird nie entdeckt.
Das sollte uns immer bewußt sein.
Wer das erlebt hat , möchte selber nur noch schweigen.
Es existiert jedoch eine Wirklichkeit jenseits aller Worte ,eine maßgebliche Logik hinter allen scheinbar schlüssigen Argumenten , eine übergeordnete Vernunft über dem menschlichen Intellekt.
Es ist der Wurm der Rechthaberei ,der Selbstgerechtigkeit und Selbstgefälligkeit , der sich in das Denken unserer Zivilisation eingenistet hat.
Er führt zur falschen Wahrnehmung ,zur Täuschung und Spaltung , zur Wut und zum Hass.
Das Böse kann diesen Hass und die Verachtung kanalisieren und instrumentalisieren.
Aber die Macht der höheren Gerechtigkeit entscheidet über alles und jeden.
Was wir Menschen als richtig und gut erachten oder zu erkennen
glauben ,offenbart sich oft als Täuschung.
Häufig werden wir durch die Ereignisse eines Besseren belehrt.
Die Arglosigkeit und das Reine sucht menschliche Solidarität , diese Herzensqualitäten sind leider oft dem Spott und Hohn ausgesetzt.
Unter dem Deckel der Diplomatie wuchen sehr oft die Lüge und Verdrehung und unter dem Schein des Anstands hat sich die Bosheit eingenistet.
Die Mimik , die Körpersprache und der Blick sagen viel mehr als tausend Worte.
Eine wache Seele ruht in sich , sie ist jedoch auch in Spannung gebannt, in freudiger Erwartung, in guter Hoffnung.
Sie steht im Leben wie ein Kind vor dem Weihnachtsbaum mit all seinen Geschenken , die darunter liegen und es ist eine Freude , sie auspacken zu dürfen.
Dass sie verhüllt sind , erhöht noch die Spannung und die Vorfreude.
Es gibt Geschenke , die eine spontane Begeisterung hervorrufen,
auch Nützliches ist dabei , manche Geschenke müssen erst zusammengebaut werden.
Geschenke , mit denen man erst später etwas anfangen kann .
Für manche muß man zunächst eine Gebrauchsanweisung oder eine Spielanleitung durchlesen.
Vielleicht ist eine Maschine oder ein technisches Gerät dabei , das zu bedienen gelernet werden muß.
Wir entdecken Geschenke zum Basteln ,erst müssen Techniken mühsam erlernt werden.
Es können Erbstücke sein mit einem historischen Wert , oder auch Andenken,das fordert Hintergrundwissen.
Manche treffen absolut nicht den eigenen Geschmack , wir können nichts damit anfangen und wir möchten sie umtauschen.
Aber selbst in diesen Geschenken kann ein Wert , ein Tauschwert
erkannt werden
Geschenke sollen uns nicht nur erfreuen , sondern auch herausfordern .
Sie sind liebevoll von "Höchster Stelle" für uns ausgewählt und haben eine Bedeutung.
Sie sind auch eine Verheißung ,denn wir werden noch Talente und Begabungen entwickeln müssen , damit wir mit Ihnen etwas anfangen können oder wir brauchen sie später einmal , wenn wir die nötige Reife haben.
Geschenke werden uns formen , bilden , zur Kreativität und Innovation anregen , aber immer bereichern.
Diese gespannte Wachheit bringt uns in die kindliche und hoffnungsvolle Erwartung und Freude zurück .
Das Leben wird zum spannenden Spiel und alles , was hinzukommet , können wir gebrauchen und verwerten.
Diese kindliche Annahme der Wirklichkeit passiert nicht auf Knopfdruck , sondern setzt einen Entwicklungsprozess voraus,
einen Wandel der Gesinnung , eine Änderung der Einstellung und einen Perspektivwechsel.
Wie schauen weniger auf die Dinge an sich sondern aufderen Bedeutung und auf den , der sie uns gibt, auf seine Beweggründe , seine Absicht und seine Erwartung an uns oder sein Vertrauen in uns.
Geschenke haben eine Sprache , die gelernt werden muß.
Viele Geschenke verstehen wir nicht sofort , aber die Erfahrung und die Auswertung in der Rückschau zeigt ,dass die Absicht des Schenkenden immer voller Güte , Vorraussicht , Klugheit und Liebe war und auch zukünftig sein wird.
Dieses Wissen um den Schenkenden wächst hin zum vollkommenen Vertrauen , zur Zuversicht , zur Hoffnung , zu einer Heilserwartung und zur Hingabe ,vorausgesetzt wir erkennen die verborgene Liebe .
Diese Heilserwartung wird im Laufe der Zeit zu einer Heilsgewissheit.
Das erfordert Wachheit , Aufmerksamkeit, Konzentration und auch Fleiß.
Nur mit dieser gewachsenen Heilsgewissheit ist es auch möglich , Leiden anzunehmen und Opfer zu bringen.
Das Leiden ist der mögliche Preis für die menschlichen Freiheit, Gott hat das Leiden nicht vorgesehen oder beabsichtigt , sondern zugelassen.
Es gibt auch Geschenke, die wir schweren Herzens weitergeben müssen dem Nächsten zum Heil.
Ein Kind ,voller Freude läßt gerne die Dankbarkeit zu und will sie ganz spontan zum Ausdruck bringen , oder sie bricht aus ihm heraus.
Selbst im Leiden und in im Schmerz können immer noch die Dankbarkeit und die Zuversicht tragenden Säulen während schmerzerfüllten Zeiten sein .
Tiefe Verzweiflung ist ein sicheres Zeichen dafür , dass die Liebe und das Vertauen in Gott nie gebildet wurde oder verloren gegangen ist.
Es gibt aber immer den Weg zurück zu Ihm,
Mach Du den zweiten Schritt , denn den ersten hat Er getan durch sein Opfer für Dich.
Tauwetter
Die Welt ist verschlossen im eisigen Panzer,
heut sendet der Himmel wärmende Strahlen.
Das Dach vom Haus trägt den Zapfenkranze
sacht lösen sich Tränen und sie malen
tiefe Spuren in des Erdenreichs Krusten.
Die Wahrheit , die wir glaubten und wußten
bricht leise heraus , aus dem stillen Grab,
offenbart neues Leben:noch winzig und zart.
Sie hatten sich leise zurückgezogen,
die Seele , der Wandel , die Fruchtbarkeit.
Wurd`n machtvoll in`s Schattendasein gesogen.
In Schweigen gehüllt war die kostbare Zeit
um mit Gott , dem Höchsten , in seiner Gnade
nun auszuruhen , im sanften Geleit.
Jetzt begibt sich der Wandel auf neue Pfade.
Es kloppft und tropft , der Weltgeist wacht auf.
Sein Aufbruch vollendet der Zeiten Lauf.
Geläuterte Seelen , in Spannung gebannt,
auf dem Fluß die Eisschollen träge schwimmen.
Sie stauen sich zögernd an des Ufers Rand
und wollen dort rasten , ihrem Schicksal entrinnen.
Doch unerbittlich ruft der Welten Lauf,
zu lösen im Meer ,die noch feste Gestalt.
In extatischer Freude nimmt die Welle sie auf
um sich zu vereinen , mit sanfter Gewalt
Solange ich in Selbstlügen verstrickt bin , habe ich durch meine Wachsamkeit keinen Gewinn .
Wir Menschen sind schlau , wir können alle Situationen im Leben schlüssig begründen und logisch rechtfertigen , auch, wenn sie sich völlig widersprechen.
Wir können unser innere Chaos so interprätieren , dass wir etwas "Gutes" darin zu entdecken meinen.
Das ist reine Selbsttäuschung.
Wir gewöhnen uns an die Lüge und richten uns darin häuslich ein.
Aber nur in einem geordneten Haus kann ich mich wirklich wohlfühlen.
Jedes Möbel steht an seinem Platz und ist sorgfätig aufeinander abgestimmt , sowohl farblich ,als auch räumlich.
Auch die Materialien müssen zusammen passen und eine Vielzahl von Formen runden das Gesammtbild ab.
Diese innere Ordnung ist pure Schönheit.
Es gibt eine geistige Schönheit , in der man den tiefen Frieden und eine übernatürliche Freude finden kann.
Diese Freude und dieser Frieden sind allem Anderen übergeordnet
Du wirst bemerken , dass es dir gut geht , obwohl es dir schlecht geht.
Das klingt paradox.
Aus der rein weltlichen Perspektive mögen da unzählige Baustellen existieren ,jedoch geistigerweise , mit der Perspektive des Himmels und des Ewigen weißt du ,der wirklich und letztlich Handelnde ist Gott , der alles in seiner Hand hat und nur in tiefer Liebe für dich sorgt und dir zugetan ist.
Das mußt du dir nicht einreden wie ein Mantra , sondern du kannst es wahrnehmen und betrachten.
Gott hat für alles einen Plan und seine Zeit.
Wenn ich mein Gewissen gereinigt habe und beginne , ein geordnetes Leben zu führen , halte ich es im Lichte Gott aus.
Ich muß nicht mehr davonnlaufen und fliehen.
Ich kann mich auf eine tiefe und persönliche Beziehung mit Ihm einlassen.
Wachen und beten ist keine Handlung , sondern eine Haltung , sie ist schlichtes , argloses und absichtsloses Sein.
Du brauchst dafür keine Worte , sei einfach still , schweige , bertrachte Gott und seine Geheimnisse und lass Dich von ihm betrachten.
Suche diesen stillen Ort so oft auf , wie es dir möglich ist.
Setz dich bequem hin und sage , hier bin ich Vater , was willst du mir sagen und höre wirklich zu.
Betrachte dein Chaos mit Ruhe und du findest innmitten dieser Wirrnis einen kleinen Funken von Dankbarkeit, einen wohlwollenden Blick , der auf Dein Leben gerichtet ist, eine verborgene Hoffnung in dir, sodaß du weißt , dass sie nicht vergeblich ist.
So, wie die Katze eine raschelnde Maus im Gestrüpp wahrnimmt , sie aber noch nicht sehen kann ,so ist es auch Dir möglich , das Gute und Schöne wahrzunehmen , das Dich geistigerweise formt und ernährt.
Wenn du den Duft einer Rose wahrnimmst , weißt du , dass sie existiert ,du willst sie sehen und besitzen.
Die Freude geht dem Guten und Schönen wie ein Schatten voraus.
Mach die Fenster auf und lasse Luft und Licht in dein Leben hinein.
Langsam aber sicher wirst du erkennen , was hineinpaßt in dein geistiges Haus und wovon du dich trennen mußt .
Stelle es einfach vor die Haustür und laß es abholen.
Lass dich befreien durch den Geist Gottes.
Es gibt vielerlei Aufforderungen in der Bibel , wachsam zu sein.
Ich denke , Wachsamkeit ist die Voraussetzung für die Klugheit und andere Tugenden , wie die Gerechtigkeit und die Frömmigkeit.
Wachet und betet heißt es.
Wachsamkeit ist kein Geschenk, sie muß gelernt werden.
Wir müssen lernen , mit dem lieben Gott zu sprechen ,
aber auch , auf ihn zu hören.Er kennt unser Herz .Sein Herz kennenzulernen ist mühsam und braucht Zeit in der Stille und im Schweigen.
Wenn wir in den Willen Gottes eintreten wollen , dann müssen wir seine Stimme erkennen können , und das erfordert Wachsamkeit und den Geist der Unterscheidung.
Für diesen Lernprozess muß der Boden gut vorbereitet werden.
Die meißten Menschen leben in einer erschreckenden Verwirrung
und Blindheit.
Der prägende Relativismuß und unzählige verblendenden Einflüsse haben die Menschen dazu gebracht , Gut und Böse nicht mehr unterscheiden zu wollen.
Es findet ein Angriff auf den Willen des Menschen statt durch Manipulationen und Ablenkungsangebote .
Das Gewissen wird daher nicht mehr wahrgenommenen , Gewissensbisse nicht ernst genommen.
Das Gewissen ist jedoch der geistige Kompaß . Wenn das Gewissen verschüttet und vermüllt ist , verliert der Mensch die geistige Orientierung , sofern er sie überhaupt noch anstrebt.
Es ist nicht nur ein Kompaß , sondern auch ein Sensor.
Es heißt , eine Sünde reicht der anderen die Hand.
Hast du einmal gegen das eigene Gewissen verstoßen , mußt du das Unbehagen , das daraus resultiert kompensieren und zwar mit einer anderen Sünde und das ist oft die Selbstlüge.
Der erste Schritt zur Wachsamkeit ist die Gewissensprüfung.
Es ist ratsam ,jedoch nicht einfach ,die eigenen Fehler zu erkennen und sie sich schnell einzugestehen.
Die Wachsamkeit ist ein zutiefst innerer Prozess von höchster Konzentration und Sorgfalt.
Aufmerksamkeit und Wahrnehmungsfähigkeit müssen trainiert und geschult werden.
Dafür sollte der Boden gut vorbereitet sein , dabei helfen Selbstkritik , Mut zur Selbsterkenntnis und Reue.
Erst danach kannst man beginnen , sein inneres Leben zu sortieren und all die inneren Stimmen auszuwerten und einzuordnen.
Welches sind die Ängste , Sorgen , Befürchtungen ,die begründet oder unbegründet sein mögen.
Geht es um die eigene Schuld , oder die der anderen.
Was ist glaubwürdeig oder unglaubwürdig .
Was ist wahr , oder ein eigenes "Hirngespinst".
Aus welcher Quelle kommen meine geistigen Eingebungen , welchen Ursprung haben sie ?
Wohin führen sie mich?
Es gibt haufenweise Baustellen auf dem Lebensweg , betrachte sie , mach dir einen Plan und bleib drann.
Mit Geduld , Ausdauer und Beharrlichkeit , schaffst du die Steine aus dem Weg.Der Herr wird dir ein Licht geben , damit du die richtigen Schritte gehen kannst.Warte auf sein Wort.
Es gibt keine schnellen Antworten ,dieses Prüfen braucht viel Zeit , Mut und Sorgfalt.
Wenn das Innere Haus nicht aufgeräumt ist , verirrst Du Dich in Deinem eigenen Lärm und Chaos.
Noch nie gab es so viele geistige Messis wie in unseren Tagen.
Frag Dich einfach , was ist relevant und was kann ich nicht mehr brauchen , trenn dich von Illusionen.
Trenn dich von allem , was dich unnötig belastet und Dir nicht zum Seelenheil dient.
Übergeb es dem lieben Gott , er wird es verwandeln
Erst dann kannst du in eine Ruhe kommen , die Dir die Grundlage gibt , auf Gott zu hören , um Wachsamkeit zu lernen.
Wenn Du Dich selbst nicht ertragen kannst , wie willst Dú dann auf Gott hören.
Die Sünde selbst jagt Dich aus Deinem geistigen Haus und Du fliehst vor dem Herrn , der das Licht der Wahrheit ist.
Kannst Du seine Liebe ertragen , seine Vergebung annehmen?
Du stehst mit all deinen Schwächen und Fehlern vor Ihm ,
mit Deiner Bedürftigkeit und Deiner Last.
Laß es zu , dass er ein Licht auf Dein Leben wirft.
Das kann auch weht tun ,kann sein ,dass es sich so anfühlt , als ob eine Schwäre aufgeschnitten wird , aber der Eiter
kann abfließen und Du spürst schon in dem Moment, nun wird alles gut.
Dieser Schritt ist der Anfang.
Wenn einer einsam in des Herzens Not
den Weg nicht findet zu dem stummen Gott
Wenn ihm , da er ins Dunkel schaudernd frug
mein Wort die Brücke übers Schweigen schlug
und seine Seele zu den Sternen trug-
dann ist s Genug
Grenzenlose Trauer hat von mir Besitz ergriffen.
Kaum in Worte zu fasssen.
Es ist nicht die Trauer , um einen Vestorbenen, einen geliebten Menschen , mit dem ich mir eine gemeinsame Zukunft erhofft habe .
Es ist die Trauer um den Verlust des Geistes , des Gewissens , der Moral und der Mitmenschlichkeit im anderen ,geliebten Gegenüber ,Bruder , Schwester , Kind oder Freund.
Der Verlust einer geistigen Vebindung , die Leitung zu ihm ist tot ,
Die vergebliche Hoffnung auf Einsicht und Solidarität.
Der Mangel an Liebe ,ohne Bereitschaft zum Zuhören .
Die Mechanismen , die zur Spaltung führen , all die Strategien des Bösen , werden nicht mehr erkannt und auch nicht abgewehrt .
Die Mittel , die der Böse benutzt ,um eine Gesellschaft zu spalten werden nicht wahrgemommen ,nicht zur Kenntnis genommen, einfach ignoriert.
Wie sollte Erkenntnis auch möglich sein , ohne den Geist Gottes.
Mahner und Propheten werden belächelt und diskreditiert.
Warnungen nicht ernst genommen.
Kinder manipuliert , belogen und im Stich gelassen.
Ihnen wird eine Welt ohne Gott erklärt.
Wir sind, ohne Ihn , am Ende der Eigenmacht , sie wird sich selbst zerstören.
Jedes Aufbegehren wird verdreht und pervertiert,
Das Leben wird zum grausamen Spektakel , das nicht mehr zu überbieten ist.
Menschen konditioniert.Freiheit , Gerechtigkeit und Menschenwürde werden Sinn entfremdet und umgestaltet.
Die Lüge wird nicht erkannt ,Mißbrauch akzeptiert , guter Rat nicht geprüft und wertgeschätzt, Wiederspruch nicht geduldet.
Wie kann das sein?
Keiner fragt danach.
Wer danach fragt , kann keine schlüssigen Antworten erhoffen und steht vor der Leere.
Wer ist Schuld?
Du bist es !
Du , der nichts mehr hinterfragt .
Nichts mehr bereut.
Nicht mehr Verantwortung übernimmt.
Der sich nicht mehr mutig und gewissenhaft positioniert.
Mit den Wölfen heult.
Der verspottet , verleumdet , lästert und verhöhnt.
Du bist Schuld am Tod der vielen , lästigen ,ungewollten , abgetriebenen Kinder .
Du stehst am Grab ,mögen Sie , die Verstorbenen es besser haben in einer anderen Welt.
Auf uns aufpassen von da oben!
Wie kommst Du darauf.
Was hast Du getan dafür?
Hast du Dein Kind liebevoll und mit Geist auf das Leben und den Tod vorbereitet?
Ihm das Leben in Gott erklärt?
Ihm den Glauben vermittelt?
Dein Kind geliebt?
Ihm die Seele erklärt?
Die Liebe Gottes verkündet?
Fragen beantwortet?
Hast Du Deinem Kind gesagt , dass es gewollt und geliebt ist vom Schöpfer?
Es bewahrt, vor Lügen , Sünden , Irrtum und Egoismus??
Oder wolltest Du die Nummer eins sein in seinem Leben?
Welche Welt meinst Du , in der es den Verstorbenen nun besser gehen sollte?
Von welchen Himmel sprichst du.
Auf wen hoffst Du?
Möge Gott uns vergeben.
Auch mir.
Ich habe keine Worte mehr.
Das letzte Wort hat Gott ,auf den ich mein ganzes , ungeteiltes Vertrauen setze.
Oh mein Jesus , verzeihe uns unsere Sünden.
Bewahre uns vor dem Feuer der Hölle.
Führe alle Seelen in den Himmel,
besonders jene , die Deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen.
Das Lachen ist anders in dieser Zeit
und über der Stadt , der Kulisse des Feilschens
blaut heiter der Himmel in Arglosigkeit..
Man kämpft um die Reste des letzten Teilchens,
das Schauelement für Anstand und Würde.
Der Zeitgeist überwindet diese Hürde.
An den Toren der Stadt ertönen die Stimmen
im Kanon zu singen das Einheitslied.
Ein Schleier verhüllt eigenes Trachten und Sinnen.
Die Wahrheit bleibt fremdes Hoheitsgebiet.
Der Krieg gegen die Unschuld ist längst gewonnen.
Gleichgültigkeit hat das Feld übernommen.
Die Sonne des Gleichklangs wirft keine Schatten,
die Maske des Schweigens all´ uniformiert ,
und jedermann ist eines jeden Gatten.
Ein geistloses Lachen im Weltraum gefriert.
Der brennende Dornbusch schon lange erloschen.
Das Korn auf der Tenne wird heut noch gedroschen.
Auch das Weinen ist anders in dieser Zeit.
Die Tränen aus Asche , kaum noch brennen..
Das Kollektiv pervertierter Redlichkeit
soll fatales Unrecht nicht mehr benennen.
Komplizen der Mach spenden Absolution.
Im weißen Gewand jagt die Lüge den Hohn.
Der Feigenbaum : Fruchtlos das dritte Jahr.
Doch an seiner Wurzel steht schon der Säger.
Sein Ende gerecht und schon absehbar
und Schamlosigieit brüskiert ihren Kläger,
die Freiheit in Irrlehren eingebunden.
Gerechtigkeit wird zu Tode geschunden.
Frohsinn und Heiterkeit lautlos verendet,
dem Spaß, dem Gelächter zum Opfer gefallen.
Der Geist und die Ziele sind verblendet.
Nur die Trübsal greift in Intervallen
hinein in die Seele und in die Geschichte.
Der Verdreher wirkt nun im hellen Lichte.
Man kauft und verkauft im Zeichen der Schlange.
Treu gibt sich das Volk seinem Henker preis.
Freimütig kämpft es für dessen Belange.
Lau ist das Gemüt , weder kalt noch heiß.
Die Hände gebunden , kein Ufer zu sehen.
Die Masse schwimmt mit-
als wär nichts geschehen!
Drei Kreuze auf dem Kalvarienberg ragen.
Verhöhnt angenagelt:Der Gottessohn.
Der Spötter links will seine Schuld nicht beklagen.
Der Reuende rechts hat schon heut seinen Lohn.
Erkennend wird er im Herrn auferstehn.
Vergebung erfahren-
als wär nichts geschehn !
In dieser Zeit wird mancher weichen
und nicht zur ersten Liebe stehn.
Da werdet ihr des Tieres Zeichen
auf rein geglaubten Stirnen sehn.
Da werden Brüder sich verkaufen
und unter Gatten ist Verrat.
Die losgebundenen Mörderhaufen
führt im Triumph der Apostat.
Da werden Fluten sich ergießen
die Elemente sind verstört.
Da werden Feuerbäche fließen
und alle Tiefe steht empört.
In Asche lösen sich die Mauern.
Basteien sind wie Spreu verjagt.
Und nur der Fels wird überdauern
von dem Mathäus uns gesagt.
Die Raschen werden nicht entrinnen
noch wer in Schacht und Höhle steigt
Den Schwangeren und Säugerinnen
ist viele Trübsal angezeigt.
Die Zeit ist reif , das Messer steche
in die verhüllte Schwäre ein,
die feige Sehnsucht unserer Schwäche:
zugleich zwei Herren dienstbar sein.
Erwählen musst du, musst verwerfen.
Geist wider Geist , Hand wider Hand!
Um den verhangenen Blick zu schärfen
sind große Zeichen uns gesandt.
Weh jenem , der in solchen Tagen
Unangefochtenheit begehrt!
Der Helm ist jedem aufgetragen
und auch der Schwache ist bewehrt.
Wenn die Gewaltigen sich beugen
und niemand mehr den Abfall zählt,
seid ihr Verborgenen zu Zeugen,
seid ihr Geringen auserwählt.
Die Horcher stehn vor allen Türen.
Der Schweigende bleibt nicht geschont.
Gebunden werden sie euch führen
und der euch peinigt , wird belohnt.
Inmitten eurer eignen Wände
seid ihr Verfolgte und verhöhnt.
Wer aber ausharrt bis ans Ende,
wird überwesentlich gekrönt.
Kein Hauch der Treue geht verloren.
Der Richter wertet ihn gerecht.
Aus Flammen seid ihr neu geboren
und Gottes königlich Geschlecht.
Werner Bergengruen
Wie Watte hat sich still und leise flockiger Schnee auf Dein Grab gelegt,
Gleich dem warmen Atem vom Himmel an einem kalten Tag breitet sich eine schützende Decke aus Daunen über deinem Grab aus ,um die endgültige Wirklichkeit deines Todes zu verhüllen.
Ich habe mich aus dem geschäftigen Treiben , aus der Vermarktung dieser einst so begnadeten Zeit des Advents herausgeflüchtet,um in die Stille eines heiligen Ortes einzutreten.
Hier gibt es einen Raum der Einkehr ,hier enthüllen sich tiefe Geheimnisse.
Der liebe Gott , der dein junges Leben abgeschnitten hat wie ein fertig gewebtes Tuch ,lässt mich zurück in dieser kalten Welt.
Gäbe es nicht die Hoffnung auf ein Ewiges Leben im Himmel,
die Sehnsucht nach Erlösung und Vollendung,
die Sicherheit seiner Liebe , die hineinwirkt in den tiefsten Schmerz,
ein Licht , das hineinleuchtet in jede Finsternis,
die Hoffnung , das Er Dich an sein warmes Herz hält und die Engel dich auf Ihren Flügeln tragen-
dann würde mein Herz zu Eis erstarren an diesem frostigen Grab.
Auch die Tiere und Pflanzen haben sich zurückgezogen und in der Verborgenheit Zuflucht gefunden.
Alle Kreaturen warten nun auf die Erlösung , auf das Ende des Getrennt-seins.
Immer wieder schmelzen heiße, salzige Tränen der Trauer und der Reue die Eiszapfen weg , die sich wie scharfe Schwerter in meiner Seele gebildet haben.
Immer wieder entzündt Gott in mir eine leuchtende Kerze und schenkt mir wärmenden Trost und Frieden .
Sie leuchtet als Licht der Wahrheit hell hinein in diese ,von Verwirrung getrübte ,Welt .
Aufs Neue hält Er mir die Dunkelheit vor Augen , aus der er mich retten will und weist mir den Weg zu meiner endgültigen Bestimmung.
Hier , an Deinem Grab ,Stella , ordnet er meine Gedanken und führt mir die himmlischen Güter vor Augen.
Er macht diesen Ort der tiefsten Trostlosigkeit und Trauer zur Eingangspforte in die Welt des himmlischen Heils.
Mein Herz ist heute wie dein Grab im Dezember
Wohin
Einst wurd` ich ins Dasein hineingehoben
in schützenden warmen Händen geborgen ,
bin an blühenden Auen vorübergezogen,
im Heute verankert ,ganz ohne ein Morgen.
Wurde behutsam gesetzt an den warmen Ort,
schattengleich glitt das Vertraute hinfort.
Sacht eingepflanzt in das fruchtbare Land
um in Freiheit zu lösen das goldene Band.
In Weisheit hat liebend Er abgewägt
ob denn meiner gemäß , der gute Boden.
Hat Mut und Vertrauen in mich gelegt
um mit Macht zu sorgen für mich ,von Oben.
Doch mein Auftrag , die Güter zu verwalten
auf Sinneslust und Habsucht prallten.
Ich bin im Land der Täuschungen und Irrung
gescheitert , im tiefen Gestrüpp der Verwirrung,
erschöpft durch ein Meer von Tränen geschwommen,
als Ertrinkender mich an`s Holze geklammert.
Bin vor Durst in der Wüste fast umgekommen
und hab` trostlos im Eise mein Leben bejammert.
Die Leere der Welt stand gähnend vor mir
mit Verheißungen hinter verschlossener Tür,
deren Zugang sie zynisch mir verwehrte,
und all mein Trachten in mir verkehrte.
Als ich dann mutlos am Rande der Klippen
sehnsuchtsvoll schaut` in die See hinaus,
mein Herz wie Kohle glüht` hinter den Rippen,
das Licht meines Lebens war fast schon aus,
sah ich in der Ferne das goldene Band
gehalten von einer vertrauten Hand -
die so warm und zart meine Seele bewegte.
Einen sicheren Pfad über `s Wasser mir legte
In lieben und schmerzlichen Gedanken an Stella
Erkenntnis und Offenbarung sind nicht voneinander zu trennen.
Sie stehen im gleichen Verhältnis wie das Auge zum Licht.
Das Auge kann noch so perfekt ausgestaltet sein , ohne das Licht kann es nichts sehen.
Auch , wenn ganz plötzlich und scheinbar aus dem Nichts etwas Wesentliches erkannt worden ist , dann muss immer ein innerer oder äußeren Impuls vorausgegangen sein , ein kleiner Lichtstrahl.
Die großen Erfindungen entstanden sehr oft aus einem winzigen Impuls , eine großartige Idee wurde geboren aus einer kleinen Beobachtung , einer differenzierten Wahrnehmung , inspiriert von Innen oder durch äußere Auffälligkeiten und Anstöße.
Man wusste plötzlich, wie etwas funktionieren könnte.
Eine äußere oder innere Ursache wurde gesetzt , die auf eine einzigartige Weise wahrgenommen worden ist.
Im Bereich der geistigen Erkenntnisse verhält es sich genau so.
Aus einer möglichen eigenen Verfehlung ,dem Sonnenstrahl ,der Biene auf einer Blume, einem tiefen Abgrund,
einer mächtigen Erschütterung ,einem überwältigenden Liebesereignis oder einfach einer Absurdität oder Paradoxie wird eine einzigartige und schicksalhafte , geistige Erkenntnis hervorrufen.
Über dieses Offenbarungs Ereignis und den tieferen Sinn dahinter können wir nachdenken oder es betrachtend annehmen.
Oft fragt man sich , warum habe ich das nicht schon längst gesehen,es lag doch quasi auf der Hand.
Diese Erkenntnis nimmt Bezug auf ein Wissen , eine Kenntnis , die in uns bereits schon vorhanden und angelegt ist , sie ist uns Menschen bereits mitgegeben , jedoch verhüllt und noch nicht erschlossen.
Auf einen bisher unbekannten Bereich des Seins fällt ganz plötzlich ein Lichtstrahl ,eine Tür öffnet sich einen kleinen
Spalt ,etwas erschließt sich aus den Gegebenheiten und Lebensumständen, ein inneres Auge öffnet sich.
Manchmal passiert das ganz subtil, manchmal mit einer gewaltigen Kraft.Es offenbart sich etwas , was zunächst nicht in Worte zu fassen sein mag , als ein Eindruck ,es erschließt sich ein Sinn, manchmal auch die Ursache für etwas bisher Unerklärliches oder wir erkennen ein Ziel , auf das wir bisher vielleicht unbewusst zusteuerten.
Eine Wahrnehmungsfähigkeit wird geweckt durch ein Ereignis , ein Liebesereignis , eine innerer Warnung ,
einem Gewissenskonflikt oder auch wie aus heiterem Himmel.
Auf übernatürliche Weise ist ganz plötzlich aus einer Hoffnung eine Gewissheit geworden , aus einem Leiden ein Segen ,aus einer Frage eine Antwort , aus einem Scheitern ein Sieg.
Eine Ahnung hat sich bestätigt, eine Lösung wird folgerichtig erkannt.
Zur geistigen Erkenntnis kommen wir nicht aus eigener Kraft ,wir können an Erkenntnis gewinnen , sie wird uns von Gott geschenkt.
Aber die Disposition kann durch das eigene Mitwirken ausgerichtet und auch Mittel und Brücken können in Anspruch genommen werden.
Durch die Taufe wird das geistige Potential im Menschen geweckt , es kann ein Leben im Geiste beginnen.
Die Bibel ist ein Heiliges Buch , das jeweils in einer betrachtenden , empfangenden , höchst wachen und klaren Wahrnehmung entstanden und beschreibend von unterschiedlichen Menschen verfasst worden ist.
Aus ihr geht eine besondere Kraft hervor , denn sie ist inspiriert durch den Heiligen Geist , den Geist Gottes und wirkt in die Zeit hinein und über sie hinaus.
Sie kann in uns eine transformierende , verwandelnde und heilende Kraft entfalten , wenn es gelingt , sich auf diese mystische , innere Seinsebene zu begeben und einzulassen .
Das erfordert Stille ,Wachsamkeit im Geist , gläubiges Zuhören und Übung.
Die Bibel ist Wort Gottes und ermöglicht es uns , auf eine Weise mit dem Herren zu kommunizieren , die weit über das gesprochene Wort hinausgeht.Das Wort Gottes ist für die Reine Seele ein Weg zur Transzendenz und zum Heil.
Die Betrachtungen der einzelnen Stationen auf dem Weg des Herren
wirken über die Zeit hinaus tief in unser gelebtes Dasein hinein und enthüllen Geheimnisse , die über den Tod hinausgehen.
Ein unerschöpflicher Reichtum kann auf diese Weise im geistigen Bereich in uns wirksam werden .
Das Wort Gottes kann durch unser Mitwirken unsere Wirklichkeit entscheidend gestalten und Wahrheit offenbaren.
Wahrheit ist ,was sich in Deinem Leben durch sein Wort ,seine verschlüsselten Mitteilungen an Dich ganz persönlich und durch seine Macht in Dir erschließt und in der Wirklichkeit bestätigt.
Wahrheit kann in Deinem Leben als Ausdruck seiner tiefen Liebe zu Dir in einer Heilsgeschichte Wirklichkeit werden.
Hatten die Menschen der Antike keine Erkenntnis der Wahrheit, da Christus sich noch nicht offenbart hat?
Sie sind sicher an ihre menschlichen Grenzen gestoßen.
Alles , was menschlich möglich war , ist in dieser Zeit auch von Ihnen gedacht und erkannt worden.
Höchste geistige Errungenschaften stammen von den Philosophen der Antike. Auch im Bereich der Frömmigkeit , moralischer Richtlinien, besonders der Tugendlehre und ethischer Gesetze ist Menschenmögliches erreicht worden .
Die Juden lebten nach äußerst strengen Gesetzen , unzähligen Regeln und waren in der Tat sehr fromm.
Dennoch warteten sie auf einen Retter , der seit hunderten von Jahren durch unterschiedliche Propheten der jeweiligen Epochen angekündigt worden ist.
Im römischen Reich der Antike hatte sich ein Rechtssystem etabliert ,um der menschlichen Willkür ein Ende zu setzen.
Dieses Rechtssystem sollte soziale Gerechtigkeit sichern und war bindend für alle.
Aber gerade in der Zeit höchster menschlicher Klugheit, Frömmigkeit und Gerechtigkeit offenbarte sich Gott in menschlicher Gestalt als Heilsbringer für die auf Rettung wartenden Menschen.
Diese Hoch-Zeit menschlicher geistiger Errungenschaften hat Gott gewählt , um sich selbst zu offenbaren und seine Liebe anzubieten.
Nur In diesem Akt der Liebe und des Opfers wird die Natur seiner Göttlichkeit sichtbar und auch sein Heilsplan wird uns Menschen zugänglich gemacht.
Eine andere Form der Erkenntnis ist seitdem durch die gläubige Nachfolge gegeben , der Himmel ist nun offen für alle Menschen und das Ewige Leben wurde durch Seinen Opfertod allen in Aussicht gestellt.
Aber bei weitem nicht alle haben das erkannt , im Gegenteil.
Gerade die Frommen , die Selbstgerechten und die Klugen dieser Welt nahmen Anstoß an Ihm.
Als Opferlamm ordnete Jesus die sich derzeitig etablierte , menschlich erdachte Würdenhirachie neu , kehrte síe um und stellte dadurch geltende Werte , sowie die vermutete Quelle und die noch unvollkommene Qualität Liebe in Frage.
Heute leben wir in einer Zeit des größten Glaubensabfalls der Geschichte ,viele Menschen streben keine Gotteserkenntnis mehr an , sehen gar keinen Sinn darin und lehnen sich gegen den Schöpfungsgedanken auf.
In der Trennung von Gott wird dem Menschen jedoch keine wahre Erkenntnis zuteil und der Himmel bleibt ihm auf diese Weise verschlossen.
Im Zeitalter höchster technischer Errungenschaften und einer auch noch nie da gewesenen geistigen Verarmung und Not warten wieder Menschen darauf , dass Gott sich eingreifend offenbart , als Hoffnung und letzte Chance zur Umkehr.
Sind wir auf eine Begegnung mit dem Herren vorbereitet?
Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren
Sind Schlüssel aller Kreaturen.
Wenn die ,so singen oder küssen
Mehr als die Tiefgelehrten wissen,
Wenn sich die Welt ins freie Leben
Und in die Welt wird zurückbegeben.
Wenn dann sich wieder Licht und Schatten
Zu echter Klarheit werden gatten.
Und man in Märchen und Gedichten
Erkennt die e wgen Weltgeschichten
Dann fliegt vor Einem geheimen Wort
Das ganz verkehrte Wesen fort
Novalis
Was ist es , das mich drängt und treibt
voranzuschreiten , doch wohin?
Der Geist in mir , der ruht und bleibt,
die Seele fragt nach einem Sinn,
sie streckt sich stets zur Wahrheit hin.
Der Geist betrachtet nur und schweigt.
Es gibt so viele dieser Stimmen,
ich weise sie in ihre Schranken,
woll`n über mich nur Macht gewinnen.
Sie streiten sich in den Gedanken,
bringen Entscheidungen ins Wanken
und alle Hoffnungen zerrinnen.
Überzeugen mich mit guten Gründen ,
woll`n herrschen über die Gefühle.
Die wahre Stimme will ich finden,
die eine in der Gedankenmühle,
die nüchterne, klare und die kühle,
die Macht hat , Angst zu überwinden.
Ich find` sie in der stillen Kammer
wo ich allein bin vor dem Höchsten,
ganz abgeschirmt vom Tagesjammer.
Er wird erst meinen Kummer trösten,
ich bin ein Kind seiner Erlösten.
Er bricht der Leidenschaften Klammer.
Geb ihm die Zweifel und die Sorgen,
leg mein Geschick in seine Hände ,
lass ihm die Zeit und auch das Morgen
und setz der Eigenmacht ein Ende.
Nur so geschieht die große Wende.
ich bleib in seinem Geist geborgen.
Ich hör` die Stimmen , die lieblich zarten ,
die mächtigen , strengen und die lauten.
die dringlich auf Beachtung warten
und mir den Seelenfrieden klauten,
unüberwindbare Schranken bauten,
Wirrsal schaffen im Lebensgarten.
Sie sind nicht meine , sind die des And `ren,
hereingeplatzt als fremde Störer,
die meinen Geist nun unterwandern,
Zerstreuung bringende Verschwörer.
Ich bin das nicht , bin nur der Hörer,
woll`n sich in mir ganz fest verankern.
Gott schenkt sich selbst im Sakrament
im Heiligen Geist , den klaren , reinen.
Es gibt nichts , was mich von ihm trennt,
bin ein Gefäß und von den seinen
so sehr geliebten, armen Kleinen.
Bin mir gewiss , dass Er mich kennt
und mich bei meinem Namen nennt.
Seinen Plan darf er mir gar verhüllen.
Er wird mein friedloses Begehren
mit Ruh` und Zuversicht erfüllen
und mich mit neuer Hoffnung nähren.
Am Ende alle Fragen klären
und meinen Durst nach Einheit stillen.
Bist du vielleicht , du merkst es schon
vom rechten Weg falsch abgebogen?
Ist heimlich der erhoffte Lohn
ganz frech an dir vorbeigezogen?
Vielleich hat deiner Seele Schatten
den Blick für das Gute in dir vernebelt ,
bist ausgerutscht auf dem Boden , dem glatten.
Die Habsucht hat deinen Verstand geknebelt.
Hast nicht gesehen Gottes führende Hand ,
die hilfreich öffnete alle Türen,
wirst ausgebremst nun von einer Wand,
die Grenze eigenmächtiger Allüren .
Zornig , mit schwerem Gerät versehen
willst du durchbrechen die hindernden Schranken.
Mit roher Gewalt , du kannst nicht verstehen ,
dass machtvoll Gott bringt deine Pläne ins Wanken.
Im Widerstreit mit den höheren Mächten
willst du dich der Schöpfung entgegenstemmen ,
bestehend auf deinen eigenen Rechten
wirst du alle göttlichen Gnaden hemmen.
Auch , wenn es gelingt zu zerstören die Wand
die durch Druck in tausende Teile zersplittert ,
betrittst du zu Unrecht verbotenes Land.
Das eroberte Reich ist heut´ schon verwittert,
Wann willst du erkennen , dass du nicht der Meister
deines Schicksales und Erlösung kannst sein,
dass du getrennt von Gott ein verwaister
Erdenbürger wirst bleiben , ganz allein.
Selbst wenn du, geschoben von den Massen,
im Gleichschritt meinst zu erstreben ein Ziel ,
hat dich der Geist Gottes schon lange verlassen ,
setzt völlig gerecht ein End` deinem Spiel.
Obwohl er dich lange noch läßt gewähren
und scheinbare Siege du wirst erringen.
Was du erreichst wird die Seele nicht nähren ,
das Glück wird vor deinen Augen zerrinnen.
Die Wahrheit , so einfach klar und rein ,
gerecht , vergebend und leicht zu ertragen,
drückt dich schon lang´ wie ein schwerer Stein,
weil sie unerkannt als Rätsel und Fragen
du schleppst auf deinen Schultern und Rücken.
Leg ab diese Last der Eigenmacht ,
die nur den Sinn hat zu bedrücken.
Knie nieder und leg diesen Stein ganz sacht ,
vor diese Wand aus des Kreuzes Holze.
Ein Meer von Tränen und tiefer Reue
wird dich befreien vom sklavischen Stolze.
Nun wirst du erfahren des Vaters Treue .
Ich stehe an deinem Grab ,es ist bedeckt mit nassem , bunten Herbstlaub.
In der Luft hängen Rauch , Nieselregen und der moderige Geruch eines sterbenden Sommers , sowie der Aufbruch in den Winter.
Heute haben wir einen verregneter Oktobertag , dunkel , unwirtlich und kalt.
Die Spuren der Vergangenheit auf deinem kleinen , einsamen Grab sind schweigende Zeugen deines so kurzen , jungen Lebens, die beiden Holzpferdchen verblasst und der Verwitterung ausgesetzt . Ein kleiner Brief , verschlossen in einer Flasche enthält ein Geheimnis deines so ungeteilten und unverstandenen Daseins .
Ich möchte dich so gerne wärmen.
Ein herbstlicher Strauß aus Plastik , unverweslich , trotzt er der Vergänglichkeit.
Eine verheißungsvolle Zukunft ist auf der Strecke geblieben , sie wurde ohne Hoffnung strikt verneint.
Helfende Hände , nicht gereicht , nicht genommen , wer weiß das schließlich.
Ich habe Dir noch einen Rosenkranz in den Ärmel geschoben , als du so blass und verloren in deinem Sarg lagst.
Ich hoffe und bete , dass die Gottesmutter dir Liebe und Trost schenkt in einer anderen Wirklichkeit.
Mein Herz ist voll von Trauer und Tränen , ich erlaube mir nicht , mir vorzustellen , was wäre wenn.......
Es scheint , dass du alles Leben , alle Hoffnung und die Liebe mit dir fortgetragen und zum Vater zurückgebracht hast .
Geschenke , die nicht erkannt , nicht angenommen und zurückgegeben wurden , noch verhüllt und ungeöffnet.
Der Empfänger ist unbekannt , auf der Durchreise oder schon auf dem Heimweg.
Ich finde Dich nur in der Liebe zum Heiland wieder und habe keinen Zweifel , dass er unser Schicksal mit höchster Weisheit lenkt und fügt , auch wenn Schmerz , Opfer und Trostlosigkeit den Weg durch wildes Gestrüpp erschweren.
Heute gleicht mein Herz deinem Grab , an einem dunklen , trostlosen und verregneten Oktobertag.
Der Himmel ist verhangen und die letzten Vögelschwärme in den grauen Wolken mahnen schrill zum Aufbruch in den Süden.
Sie bleiben nicht , sie ziehen weiter.
In Erinnerung und Dankbarkeit ,Stella, mein geliebtes Kind.
Mögen alle Engel mit tausenden Lichtern dich begleiten und dir den Weg weisen zu einem Ort , wo dich der liebende Vater kennt .
Es ist zu kurz gegriffen , die Wahrheit nur in die Kategorie falsch oder richtig einzuordnen.
Es kann auch nicht sein , dass es eine Wahrheit des Altertums , eine mittelalterliche und eine Wahrheit der Neuzeit gibt.
Zu allen Zeiten haben Menschen Wahrheit differenziert aufgefasst und nur verschiedene Aspekte der Wahrheit beleuchten können.
Sie ist bereits da , existiert von jeher , offenbart sich uns ,sofern Gott es zulässt und uns den Geist gibt , sie ist Geschenk und auch Gnade.
Wir Menschen haben eine Vielzahl von Möglichkeiten , ihr näher zu kommen.
Wir nehmen sie wahr und ergründen sie mit den Sinnen , den Emotionen , der Vernunft und der Seele .
Wie verfügen über die Inspiration , die Rückbesinnung , die Eingebungen , den Einfall , die Ideen , das Wissen , die Weisheit , den Eindruck , das Kombinationsvermögen , den Geist der Prophetie , den Heiligen Geist , die Erkenntnis kausaler Zusammenhänge und die Schlussfolgerung , wir können Motive durchschauen , uns an vieles erinnern ,es uns merken , differenzieren , priorisieren und ordnen.
Außerdem sind wir befähigt zum systematischen Denken , zu perspektivischen Einsichten , dem aufrichtigen Suchen , dem Glauben , der spekulativen und zeitbedingten Annahme durch die Vernunft , zum Gebet , zur Kontemplation , der Betrachtung oder der Meditation , wir haben den Zugang zur Geschichte , dem Heiligen Evangelium , den tiefgründigen Schauungen der Kirchenväter , in uns sind noch viele weiteren Erschließungsgaben auf den unterschiedlichsten Ebenen angelegt.
Wir können auf alle theologischen , philosophischen ,anthroprologischen Erkenntnisschätze zurückgreifen , die jemals erarbeitet worden sind , auf sie aufbauen , sie vergleichen und weiterentwickeln .
Außerdem sind wir fähig zur Reflexion, Selbsterkenntnis , Gewissensprüfung und können moralische und ethische Fragen in ihrer Komplexität untersuchen , beurteilen und ein Wertesystem für das eigene Leben entwickeln.
Alle diese Wahrnehmungspotentiale sind im Menschen angelegte , bereits vorhandene Möglichkeiten und Hilfen ,um die Wahrheit zu entschleiern und erkennbar zu machen.
Es liegt in seiner Natur , sie zu ergründen , nach dem tieferen Sinn zu suchen , dem Ursprung des Daseins oder den unergründlichen Schöpfungsgedanken nachzuvolliehen.
Es liegt nicht nur in seinem Wesen ,sondern auch in seiner Verantwortung.
Der liebe Gott selbst kommt uns in diesem Offenbarungsprozess durch sein Eingreifen entgegen , er offenbart sich uns aktiv,
wir müssen nur schauen und hinhören.
Der liebe Gott hat das Fragen in unser Herz hineingelegt , wahre Antworten können wir nur in der Ausrichtung auf Ihn finden.
Die Wahrheit ist allumfassend , unveränderlich und absolut , sie ist der unerschütterliche , aus der Zeit gehobene Bezugspunkt unseres Daseins.
Sie ist ein perfekt geordenetes , lebenspendendes Prinzip auch jenseits von Zeit und Raum.
Dieses Prinzip ist nicht völlig durchschaubar , es ist uns überwiegend verhüllt , läßt sich jedoch erschließen in dieser irdischen Welt ,sicher nicht in vollkommener Weise , jedoch ist es möglich , sich ihm hinreichend anzunähern.
Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Liebe in ihren unterschiedlichen Dimensionen und Qualitäten.
Es ist die Liebe ,die sich hingibt , sich verschenkt , einfühlt in den anderen , sich zurücknehmen kann , verzeiht , Opfer bringt .
Sie ist die versorgende , mitleidende und barmherzige Liebe .
Sie ist es auch , die versteht , erkennt und heilt.
Diese Liebe offenbart sich durch andere Menschen , Ereignisse , Taten , zum Beispiel das Wirken der Märtyrer und durch Wunder. Sie offenbart sich durch das Opfer des Gottessohnes , Jesus Christus.
Gott ist der Weg , die Wahrheit und das Leben , er ist ebenfalls auch das Licht und die Liebe..
Als Licht beleuchetet er den Lebensweg , den die Seele vorangeht , die für das ewige Leben bestimmt ist und zurückkehrt zum liebenden Schöpfer .
Er ist das wahrhaftige Ziel der menschlichen Seele. .
Die Wahrheit ist keine theoretische Gedankenkonstruktion , sondern erklärt sich konkret aus sich selbst und seiner Wirklichkeit heraus. .
Sie ist ein lebendiges Liebesereignis , das sich zwischen dem Schöpfer und seinem Geschöpf vollzieht.
Dieses Liebesereignis nimmt Gestallt an in unserer Welt.
Diese Liebe innerhalb der göttlichen Ordnung ist Kreativität in vollendeter Form.
Die Wahrheit äußert sich sowohl in der Haltung als auch in der Position , die der Mensch in der göttlichen Ordnung in vollkommener Freiheit einzunehmen bereit ist.
Die hirarchische Ordnung ist von Gott vorgegeben , wir Menschen bestimmen selbst , ob wir uns auf diesen Weg begeben und wie weit wir ihn gehen werden , im Unterschied zu anderen Kreaturen.
Außerhalb dieser göttlichen Ordnung vollzieht sich das Chaos , die Perversion , Leid , Schmerz und Zerstörung.
Wir befinden uns in einem ständigen Widerstreit dieser Gegebenheiten , in einem permanenten Kampf um das Gleichgewicht und um die Einheit mit Gott und unserem Nächsten.
Gott ist auf diesem Weg unser Verbündeter und unsere Zuversicht .
Nicht Gott verhüllt geheimnisvoll sein Walten.
Den hüllend Schleier trägst , oh Mensch ,nur du.
Die Stimmen schwiegen nie , die allen galten
von deren Klang die Himmel wiederhallten ,
vor dir nur tat des Paradieses Tor sich zu.
Du gehst im Licht und siehst nur , dass die Strahlen
der Dinge Schatten auf den Boden malen.
Der Dinge Wesen siehst und suchst du nicht.
Es predigt dir das schattenlose Licht
und Erd `und Himmel woll`n dir Antwort geben.
Dein friedlos Fragen und dein friedlos Leben
ist Schuld , dass du die Antwort nicht verstehst
und unerlöst durch ungelöste Rätsel gehst.
Erlöster sollst du sein in Gottes Garten
und hörst die Stimmen nicht , die hilflos zarten
und weißt es nicht , wie alle Seelen warten.
Doch eine Stimme ist `s , die überhörst du nicht.
Weh- wenn des Sturmes starke Stimme spricht!
*
Wer reinen Herzens sucht , sucht nicht Vergebens.
Er sucht und findet Quellen reinen Lebens ,
die in der Brust des reinen Menschen springen .
Wenn er versteht , zu ihnen vorzudringen
ist er im Land , das reine Seelen liebt ,
im Land , das seiner Seele Frieden gibt .
Such nach den Quellen tief in dir vergraben
und schöpf aus ihren Heil`gen Gaben.
Oh , such, du findest sie
und schöpf aus ihnen die Kraft,
als Fels zu stehen und anderen zu dienen.
ephides
Was soll ich Dir sagen , Du kennst mein Wesen ,
von Ewigkeit her hst Du mich erschaffen.
Nur Du kannst in meinem Herzen lesen ,
hast mich gerüstet mit himmlischen Waffen.
So will ich den Weg der Vollkommenheit wagen.
Mit Vollmacht hast du mir die Richtung gezeigt,
mich getragen durch Mühen, geschützt vor Plagen ,
mein guter Schöpfer, der niemals schweigt.
Du hast mich erlöst , meine Seele erkannt ,
aus dem Labyrinth der Täuschung befreit.
Dein göttliches Siegel in mein Herz eingebrannt ,
ich warte auf dein Wort , ich bin bereit.
Was soll ich Dich fragen , noch ehe ein Satz
in meinem Herzen Gestalt angenommen
offenbarst Du mir einen himmlischen Schatz
aus tiefer Einsicht , die ich hab gewonnen.
Du schenkst mir alles , verlangst wenig von mir..
Dein großes Opfer ist zum Heil mir gegeben.
Kaum dass ich Dich bitte , du öffnest die Tür,
dass ich eintreten kann in die Fülle des Lebens.
Du bist es Herr , den ich hoffend und wach
geduldig ersehne im Schweigen der Nacht.
In göttlicher Güte sich stets neu entfacht
das Feuer der Liebe , dass von Dir wird bewacht.
Wie soll ich Dir danken , wie Dich lieben?
Ich bin doch nur klein und fehlerhaft.
Schuldig aus dem Paradiese vertrieben,
eine blutende Wunde seither in mir klafft.
Zu gering , Deine Allmacht zu erkennen ,
ich will mich Dir schenken ,doch ist mir stets klar,
dass ich frei bin, mich auch von Dir zu trennen,
ein Mensch , der seit jeher Dein Eigentum war.
Meine Ohnmacht möcht ich Dir nun gestehen .
Ich vertrau mich Dir an mit banger Seele.
Zieh mich zu Dir hin , in geistige Höhen,
damit ich das letzte Ziel nicht verfehle.
Wie kann ich Dich preisen , schon früh am Morgen,
biet dar Dir mein Leben als Glücksmelodie ,
weih Dir die Gedanken und meine Sorgen ,
sodass meine Hoffnung aus Dir neu erblüh.
Warte auf Dein Wort , mit Frohsinn und heiter ,
damit es nicht leer zurückkehrt zu Dir ,
erklimme die Sprossen der Himmelsleiter ,
wie eine Ranke von Blumenzier.
Halt hin dir mein Herz , blutend und warm,
dass Du es erlösend umfangen mögest.
Ich hab doch nur dieses , als Mensch bin ich arm
und in Ketten , die Du in Barmherzigkeit lösest.
Wie sollte ich leben , würde ich Dich nicht kennen ,
verlassen und einsam in frostigen Eise,
wenn ich nie dürfte Deinen Namen nennen
und mich nicht sättigen an der Himmelsspeise!
So möchte ich Dir in Ehrfurcht danken ,
mit lauterem Herzen Deine Allmacht geloben.
In Treue zu Dir will ich niemals wanken
auch , wenn dunkle und wilde Gestalten toben.
Du bist mein Tröster, mein höchster Lehrer!
In schweigenden Fragen mein Seelenberater.
Mein Heil , meine Liebe, mein Ernährer,
mein Schöpfer Geist , Du bist mein Vater.
Im Anfang war das Wort , und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort.
Dasselbe war im Anfang bei Gott ( Joh. 1.1+2)
Dieses " Wort" stand nicht "am" Anfang , wie z.B. am Anfang eines Satzes , eines Ereignisses , am Anfang der Geschichte , am Anfang eines Gegenstandes , nein , das Wort war schon im ! Anfang enthalten.
Das Wort ,- der Logos ,- die Vernunft , -der Sinn war im Anfang bereits anwesend.
Und dieses Wort , Logos, Sinn , Vernunft war -G0TT.
Ein Anfang befindet sich im Bereich des menschlich Verstehens , ein Anfang ist nachvollziehbar in der begrenzten Welt der Vorstellungen .
Ich möchte auf das Wort Vorstellung aufmerksam machen.
Vor -stellen.
Etwas stellt sich davor
Was stellt sich vor was?
Etwas bereits Bekanntes , Erfahrenes stellt sich vor das
noch Unbekannte.
Der Glaube ist jenseits der Vorstellung und nimmt Bezug auf das Unbekannte.
Was aber im! Anfang enthalten war oder ist ,das Unbekannte und Unerfahrbare , befindet sich und wirkt im Bereich des Ewigen, jenseits der menschlichen Erfahrung.
Dieses Wort , welches im Anfang bereits vorhanden war , nämlich Gott , ist der Urheber alles Geschaffenen ,die ganze Schöpfung geht aus ihm hervor.
Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht ,und ohne dasselbe ist nichts gemacht , was gemacht ist (joh.1.2+3)
Aus dieser Tatsache heraus ergibt sich die Verantwortung des Menschen , der von allen anderen Geschöpfen als einziger mit Geist , Freiheit und Würde ausgestattet ist.
Das bedeutet , Gott , Dein Schöpfer erwartet eine Antwort von
dir , seinem Geschöpf.
Wie könnte diese Antwort aussehen?
Wir Menschen wurden von Ihm mit allen Möglichkeiten ausgestattet um überhaupt antworten zu können.
Wir sind in der Lage , zu antworten , das ist Gnade.
Wir haben einen Körper , einen Geist und die Seele,
die Vernunft , um den Sinn unseres Daseins erfassen zu können.
Gläubig können wir annehmen , was sich uns offenbart .
Hoffend können wir den Glauben bewahren in Zeiten der Dunkelheit.
Liebend können wir Gott begegnen und durch diese Liebe auch seine Schöpfung lieben und verehren.
Nur in diesem Bewußtsein kann das Gute entstehen und wachsen .
Das Gute kann nicht aus uns selbst heraus gemachen oder getan werden.
Die Güte kommt aus der tiefen Erkenntnis seiner Liebe zu uns Menschen , und kann nur weitergegeben werden.
Die Güte hat ihre Quelle in der Liebe Gottes , die sich opfert und hingibt.
Es gibt eine heilige Pflicht zur Ehrfurcht , Liebe und Dankbarkeit
gegenüber Gott und seiner Schöpfung .
Ob und in welcher Weise wir diese zum Ausdruck bringen , liegt in unserer Freiheit.
Diese Freiheit in rechter Weise zu gebrauchen , zeigt uns die Klugheit.
Die Perspektive ist das Ewige Leben , die Wurzeln finden wir in der Frömmigkeit.
Die Wahrheit ist das Absolute , das Anzustrebende , nie ganz Erfassbare .
In Ihm war das Leben ,und das Leben war das Licht des Menschen (joh.1.5.)
Die Seele strebt in tiefer Sehnsucht zur Wahrheit hin .
Jeder Mensch hat eine Würde, diese Würde ist ihm von Gott verliehen worden als übernatürliche Gnadengabe für seine irdische Pilgerschaft .
Alle menschlichen Geschöpfe gehen vom Schöpfer aus und gehen zu ihm zurück.
Die Menschenwürde ist nicht etwa der Wert , im Sinne von Nützlichkeit und Zweckmäßigkeit.
Auch sein gesellschaftlicher Status sagt im christlichen Sinne nichts über die Würde aus , schon gar nicht in unserer heutigen materialistisch geprägten , auf sich selbst bezogenen und sich der Schöpfung entfremdenden Welt.
Würde ist vielmehr die Reinheit der Seele , die dem Menschen mitgegeben wurde , verbunden mit dem Potential zur Heiligkeit.
Die Würde ist der Wert , den ein Mensch vor Gott und von ihm hat .
Ein gläubiger Mensch definiert seinen Wert aus der Liebe Gottes heraus , die unendlich ist.
Es gibt nichts Größeres als die Liebe Gottes , die sich für den Menschen opfert.
Die Würde eines Menschen liegt außerdem in seiner Verantwortung , in seiner Art und Weise , mit dem Geschenk des Vertrauens und der Freiheit sinnvoll umzugehen.
Wie antwortest du auf dieses unfassbar großartige Geschenk?
Du bist nicht zufällig , durch irregeleitete , rein biologische Mechanismen entstanden, nein, du bist aus der höchsten Liebe eines Vaters heraus gewollt , ein unverzichtbares , unersetzliches lebendiges Wesen innerhalb seiner göttlichen Ordnung.
Und als Mensch bist du der höchste Würdenträger in seiner Göttlichen Ordnung und Hirachie.
In der realistischen Beziehung zu Gott bist du Geschöpf , er ist dein Schöpfer.
Dieses christliche Selbstverständnis wird oftmals unseren Kindern vorenthalten.
Diese Würde deutet sich schon an in der Unschuld und Reinheit eines Kindes , die es zu schützen und zu bewahren gilt.
Das ist die Aufgabe der Eltern und der Gemeinschaft.
Die Schamhaftigkeit eines Kindes zeigt sein Bemühen , auf ganz natürliche Weise , noch völlig unbewußt und auch unbeholfen , Grenzen zu setzen um seine Würde zu verteidigen
und seine von Reinheit geprägte Seele zu schützen.
Einem Kind die Schamhaftigkeit auszureden oder abzusprechen ist eine Anwendung von Gewalt gegen die Natur , die Würde und die Seele des Kindes.
Leider wird Schamhaftigkeit heute als etwas Hinderliches empfunden , die der falsch verstandenen Freiheit im Wege steht .
Genau wie die Furcht hat auch die Schamhaftigkeit einen schützenden Sinn und Zweck.
Sie hat bewahrenden Charakter und verteidigt die dem Menschen innewohnende Moral .
Sie geht Hand in Hand mit dem Gewissen.
Das Ende der Schamhaftigkeit ist folglich auch das Ende der Moral.
Das Ende der Moral in einer Gemeinschaft ist der Beginn der Pervertierung von Gottes Schöpfung .
Die Relativierung und sogar Umkehrung geheiligter Werte sind außerdem Folgen einer menschengemachten Moral , die nicht Ihre Wurzeln in Christus hat.
Das hat verheerende soziale Konsequenzen.
Die Kinder wachsen in einer Welt auf , die den naturgegebenen Bedürfnissen eines Kindes nicht mehr entspricht und deren Suche nach seelischer Heimat und Geborgenheit nicht erfüllt werden kann.
Liebe , Sicherheit und Vertrauen sind nicht mehr gewährleistet in den Familien und Institutionen , in denen Gott geleugnet wird.
Diese Kinder fühlen sich verwaist und als Fremde im eigenen Land.
Darum verweigern sie sich auf jede erdenkliche Weise , in der Schule , im Elternhaus , im Gespräch , im Kontakt und bilden aus dieser Not heraus oberflächliche Zweckgemeinschaften , in denen die Blinden Blinde führen und oft auf selbstzerstörerischer Weise mit dem eigenen Leben umgehen.
Durch das Getrennt sein von Gott sind sie abgeschnitten von ihren lebensspendenden Wurzeln und das hat Folgen , auch für die nachkommenden Generationen.
Ihre Unfähigkeit , tragende Verbindungen , tiefe solidarische und sinnerfüllte Beziehungen einzugehen wird kompensiert durch die Sucht nach Anerkennung und Likes auf dem Smartphone , an denen der eigene Wert abgezählt und errechnet wird.
Wirkliche Vorbilder in Gestalt von gereiften , würdevollen , geistig abgeklärten und hoffnungsfördernen Persönlichkeiten werden vergeblich gesucht.
An deren Stelle treten sehr oft erfolgsbezogene ,egoistisch geprägte ,oberflächliche ,sich dem Spektakel ausliefernde , geistig verarmte und von den Medien gepuschte , würdelose Gestalten .
Diese innere Verarmung ist für sie nur zu ertragen durch Zerstreuung und Ablenkung , und damit schließt sich der Teufelskreis.
Die Gefahr ,die von einer menschengemachten Moral ausgeht , die nicht in Gott und seiner heilsbringenden Ordnung gegründet ist, wird nicht mehr erkannt , und der tiefe Sinn des Lebens , auch der Sinn für alles Heilige erschließt sich nicht mehr.
Der Zugang zum eigenen Gewissen ist verdunkelt .
Insbesondere Kinder sind wehrlos Manipulationen ausgesetzt , mit denen wir in unserem Alltag fast ohne Unterbrechung konfrontiert werden.
Der Zugang zur Pornografie stumpft das kindliche Gewissen und Gemüt völlig ab.
Nur allzuleicht werden Menschen in Anspruchlosigkeit , Angst und Bedürftigkeit versetzt , die als konsumierende und sich fürchtende Masse nichts und niemanden mehr Widerstand leisteten wird und kann, insbesonderem nicht der Lüge oder dem Bösen , weil sie diese Gefahr nicht erkennen kann , die sich meistens in der täuschenden Gestalt des Guten präsentiert.
Der Geist der Unterscheidung ist ist besonders bei Kindern noch nicht entwickelt .
Es entsteht eine Gesellschaft , die ungeprüft alles annimmt und sich beliebig lenken lässt.
Wörter wie Freiheit , Menschenrechte und Menschenwürde sind der Belanglosigkeit zum Opfer gefallen , werden in ihrem tiefsten Sinn und Wahrheitsgehalt nicht mehr erkannt und drohen gänzlich aus dem Sprachgebrauch zu verschwinden.
Wir leben in einer Zeit , die schon viele Opfer gefordert hat und fordern wird .
Allein den Betern kann es noch gelingen
Das Schwert ob unseren Häuptern aufzuhalten.
Und diese Welt den richtenden Gewalten
Durch ein geheilgtes Leben abzuringen.
Denn Täter werden nie den Himmel zwingen .
Was sie vereint, wird sich wieder spalten,
Was sie erneuerrn, über Nacht veralten,
Und was sie stiften , Not und Unheil bringen.
Jetzt ist die Zeit , da sich das Heil verbirgt
Und Menschenhochmut auf dem Markte feiert.
Indes im Dom die Beter sich verhüllen,
Bis Gott aus unseren Opfern Segen wirkt
Und in den Tiefen , die kein Aug entschleiert,
Die trockenen Brunnen sich mit Wasser füllen.
Reinhold Schneider
Der Himmel ist nicht räumlich oben , wo wir unsere geliebten Verstorbenen geborgen sehen wollen, wir verlagern ihn in unseren Gedanken nach oben , weil wir wissen , dass das Leben im Himmel dem irdischen Leben übergeordnet ist.
Zeit und Raum existieren dort nicht , diese Form der Begrenzung gibt es nur im irdischen Leben.
Alles in unserer weltlichen Existen hat Grenzen ,eine Existenz jenseits von Zeit und Raum ist darum nicht vorstellbar.
Eine Vorstellung setzt eine menschliche Erfahrung voraus , die man beliebig auf andere Situationen übertagen kann, eine Idee von der Ewigkeit bleibt daher immer nur abstrakt oder ein gedankliches Ideen Konstrukt.
Es gibt aber auch Erfahrungen aus der Dimension des Ewigen Lebens schon hier auf der Erde , das können Begegnungen sein , eine Liebe auf den ersten Blick , übernatürliche Fügungen , Momente , die ein Leben lang wie eingraviert in lebendiger Erinnerung bleiben.
Rückblickend erkennt man oft , dass viele Ereignisse des Lebens gefügt worden sind , es erschließt sich ein übergeordneter Plan, und ein Lenker mit einer liebenden Absicht fügte das Schicksal.
Nur aus dieser Erfahrung heraus kann ein großer Schicksalsschlag zunächst vertrauensvoll angenommen werden , selbst dann ,wenn sich ein Sinn in dieser Situation nicht sofort offenbart.
Er kann in der Rückschau einen tiefen und dem irdischen Leben übergeordneten Sinn haben ,
denn das Ziel ist nicht der Tod , sondern das Ewige Leben.
Bei einem großen Verlust gibt es kaum einen Gedanken , eine Ideen vom Leben oder eine Vorstellung von Gott , auch nicht die Hoffnungen auf ein Wiedersehen im Himmel , der wirklich trösten könnten.
Sich den Verstorbenen auf einer Wolke sitzend oder ihn als Engel zu sehen , der auf uns herabschaut und auf uns aufpasst zeigt die ganze Hilflosigkeit , mit der wir dem Tod begegnen.
Selbst die Ewige Ruhe wünscht man sich nicht unbedingt für ein viel zu früh verstorbenes Kind , das voller pulsierender Lebensenergie war
Sich den geliebten Menschen , dem man als einer Person mit einer Seele begegnet war , als fließende Energie im unendlichen Universum vorzustellen ist alles andere als tröstlich und dient oft als nur unzureichende Erklärung , um den gebeutelten Verstand zur Ruhe zu bringen.
Es gibt keinen menschlichen !Trost in dieser Situation, wenn überhaupt , dann ist er unvollkommen und nur kurzfristig.
Der wirkliche Trost und die erlösenden Antworten müssen vom lieben Gott selber kommen .
Dieser Trost hat die gleiche Quelle , wie die Liebe zu unseren verstorbenen Angehörigen..
Nur in der Ausrichtung auf Ihn kann dieser Trost erwartet , erhofft , erkämpft , sogar erstritten werden ,denn es gibt immer einen Widersacher , der uns diesen Trost streitig machen will.
Wenn wir keine lebendige Beziehung zu unserem Gott haben wollen , woher soll dann der Trost kommen?
Natürlich braucht es dafür den Glauben, das ist doch klar ,denn beweisen nach menschlichem ! Ermessen umd Maßstäben kann man die Existenz eines Schöpfers nicht.
Aber man kann sie aus Gegebenheiten und Wirklichkeiten der sichtbaren Realität
aus der Geschichte und den Lebensereignissen , nicht zuletzt aus der Liebe selbst ableiten und auf diese Weise für möglich oder wahrscheinlich halten.
Ein"für möglich halten"wird zur Gewissheit in der Ruhe , in der Betrachtung und durch jede Form des sich Einlassens auf ihn.
Gott gibt Antworten und den Geist der Erkenntnis , der das Verhüllte entschleiert .Es gibt auch Geheimnisse , die in diesem Leben verhüllt bleiben . Wir Menschen müssen damit leben und eine vertrauensvolle und wache Geisteshaltung üben und entwickeln..
Alles , was in der sichtbaren Welt verhüllt ist , ist im Bereich des Glaubens anzusiedeln.
Zum Glauben bedarf es der Vernunft und der Klugheit , auch diese Gaben kommen von Gott.
Jedoch schon der Wille , an Ihn zu glauben , und die Bereitschaft ihn als Schöpfer anzuerkennen sind ein erster und alles entscheidender Schritt.
Ich möchte allen Trauernden Mut machen , nicht dort anzuhalten und stehen zu bleiben , wo die Verweiflung beginnt.
In die Verzweiflung mischen sich Sorge , Angst und Wut.
Gott ist Sieger über jede Verzweiflung und Herr über jede Not.
Er hat immer das letzte und entscheidende Wort.
Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.
Von guten Mächten wunderbar geborgen
erwarten wir getrost , was kommen mag.
Gott ist bei uns , am Abend und am Morgen ,
und ganz gewiss an jedem neuen Tag
Noch will das alte Herz uns quälen,
noch drückt uns böser Tage schwerer Last.
Ach Herr , gib unseren aufgeschreckten Seelen
das Heil , für das du uns geschaffen hast
Und reichst du uns den schweren Kelch , den bitteren
des Leids ,gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar an ohne Zittern
aus deiner guten und geliebten Hand.
Doch willst du uns noch eimal Freude schenken
in dieser Welt und ihrer Sonne Glanz
dann wollen wir des Vergangenen gedenken ,
denn dann gehört Dir unser Leben ganz.
Lass hell und warm die Kerzen heute flammen ,
die Du in unsere Dunkelheit gebracht.
Führ , wenn es sein kann , wieder uns zusammen
Wir wissen es , Dein Licht scheint in der Nacht.
Dietrich Bonhoefer
In Gedenken an meine liebe Niche Stella
Unbekannterweise möchte ich ein kleines Licht für Stella anzünden verbunden mit einem lieben Gedanken für sie. Eine stille und herzliche Umarmung von Barbara
Am 16.07.2021 trat großes Unheil in drei unterschiedlichen Wiklichkeitsdimensionen in mein Leben und das Leben vieler anderer Mitmenschen.
Auf persönliche Weise hat mich der Tod meiner fünfzehnjährigen Nichte Stella tief geroffen
Die Umstände ihres Todes offenbaren die Realität einer Gesellschaft , die abgeschnitten ist von den Wurzlen Christlicher Werte , die Lebenswirklichkeit einer Welt , in der Gott für viele Menschen nicht existiert und deren Selbstbezogenheit ohne Bereitschaft zum Opfer kaum noch Grenzen kennt.
Die weltliche Wirklichkeitsdimension eines weiteren Unheils offenbarte sich an diesem Tag außerdem , durch die große Flutkatastrophe im Ahrtal , bei der 180 Menschen ums Leben gekommen sind , am meisten betroffen war ein Ort Namens "Schuld".
Das dritte Unheil an genau diesem Tag betraf alle Christgläubigen , es war der Angriff auf die Heilige Messe , das Herzstück christlicher Tradition und für gläubige Katholiken ein Garant übernatürlicher Gnadengaben.
Dieser Angrif kam von höchster kirchlicher Ebene.
Er betraf die Dimension des Glaubens.
Dieses Datum ist ein Einschnitt in alle meine Lebensbereiche und
der Vollzug einer Wende .
Wach auf!
Sind`s die anderen , die die rechte Strasse nehmen
die Satten Reichen und Bequemen?
Lagen jemals richtig Mob und Massen ,
die sich willig von Oberen führen lassen?
Die heimlich die neue Moral instalieren
und in Selbstsucht die Arglosen manipulieren?
Willst du Glauben schenken den Egomanen ,
die präsentieren auf ihren Friedensfahnen
das Logo der Lüge im schönsten Gewand,
die Werte verkehren im hoffend Verstand
der Guten , der Lauen , die blind vertrauen
und harrend auf ein gutes Ender bauen?
Glaubst du denen , die wahrhaft die Welt könnten retten ,
doch sich selbst ohne Sorgen in Sicherheit betten?
Die getrieben von haltloser Gier endlos horten
Macht , Ansehen und Ämter und mit schönen Worten
Maßlosigkeit geschickt mit Gutheit umschleiern ,
sich heuchelnd als Retter der Welt lassen feiern?
Unterwirfst du dich Menschen die dreist darauf bauen
daß du zu dumm bist , die Taktik zu durchschauen?
Die einmal , wenn sie die Macht erhalten
sie mißbrauchen werden und nur verwalten
zum eigenen Nutzen im Weltmachtgefüge?
Der Gott dieser Menschen ist die Lüge.
Hast du nicht längst schon wahrgenommen ,
daß die Stimme der Wahrheit emporerklommen
als warnendes Licht , längst verschüttet in dir ,
sich immer noch regt und ruft und du schier
taubgeworden auf beiden Ohren
und stumm , denn es scheint längst verloren
die Freiheit , die Zukunft , das eigene Geschick.
Du hast dich ergeben, denn getrübt ist dein Blick
für das Gute in dir , das Edle und Reine.
So traust du nicht dir , sondern dem Scheine ,
den andere dir als das Wahre verdrehen.
Die wahre Wirklichkeit kannst du nicht mehr sehen.
Du Mensch , verlassen und in Angst versetzt ,
im Begehren gehalten , entehrt und verletzt
im Herzen , deiner Würde ,gottnahen Natur.
Als Freier geboren bist Sklave du nur ,
ein Sklave der Anderen und Deinesgleichen.
Ohne Glaube und Hoffnung kannst du nie erreichen ,
was für dich vorgesehen , von Gott , deinem Lehrer-
erniedrigst dich selbst zum Weltenverehrer.
Schaust nur auf die Dinge und fragst nicht mehr viel
nach dem Ursprung , dem Sinn, auch nicht nach dem Ziel.
Gibst schweigend dich hin Belanglosigkeiten,
viel zu täge , um mutig einzuschreiten.
Die Größe , die Schönheit , die ewigen Güter,
die dir zugedacht von dem liebenden Hüter ,
werden von dir nicht mehr wahrgenommen.
Talente und Gottesgeschenke in dir verkommen
in Kleinmut , Gehorsam und in frommen
Wunscherfüllungen für die Obrigkeiten-
in häretischer Hoffnung auf Sicherheiten.
Durch innere und äußere Manöver erschlagen
ringt ungehört das Gewissen ,doch dein Klagen
hat still aufgegeben , sich aufzubäumen ,
besänftigt , beschwichtigt , vom Frieden träumend.
Vom Schlafe sehr sanft hinübergetragen
in Illusionen , fern aller bedeutenden Fragen.
Wach auf , noch ist möglich die Zeitenwende.
Setz diesem Irrsinn ein standhaftes Ende.
Verweigere die Wende , die falsche Gönner wollen
für deren Nutzen du den Tribut sollst zollen.
Die Stimme in dir sollst du wiederbeleben ,
ihr mutig trauen , denn sie schenkt das Leben.
Den Weg des Glückes und der Vollendung
kannst neu du beschreiten , das wäre die Wendung!
Lass dich führen von dem , der die Liebe beteuert,
der mit wirklicher Macht deine Würde erneuert.
Er , der kann lösen der Schattenmacht Ketten,
das Leben erwecken , die Seele will retten.
Wach auf , die letzten Trompetenfanfaren
wollen dich warnen und dich bewahren
vor satanischer List ,Hohn und Tücken,
und in das Licht der Wahrheit rücken
alle Folgen der täuschenden Lügendebatten ,
böser Taten Abgrund ,in dessen Schatten
Gier und Unzucht reiften und sich mehrten.
Die schweigenden Massen sich nicht wehrten.
Noch einmal , wach auf , die Zeit ist gekommen
zu retten , was dir bis heut nicht genommen.
Die Würde , die Freiheit , der Auftrag zu lieben
sind als glimmender Docht noch im Herzen geblieben.
In Erinnerung und Liebe
.
.
Der Tod ist ein solch einschneidendes Ereignis , dass er das Leben beherrscht.
Keiner kann ihm ausweichen , selbst wenn die Tatsache des Todes ein Leben lang verdrängt wird , so bestimmt genau dieses Ausweichen das Leben.
Entweder das Leben wird gelebt mit dem Bewustsein , daß es endlich ist , oder es wird gelebt in der Verdrängung , Ablenkung und Zerstreuung,
Der Tod stellt die Beziehung zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf in das richtige Licht , in das Licht der Wahrheit .
Im Tod ist der Mensch dem Schöpfer völlig ausgeliefert.
Spätestens Im Tod begreift der Mensch seine Abhängigkeit.
Glücklich kann sich derjenige schätzen ,der diese Einsicht schon zu Lebzeiten hat.
Wenn der Mensch Gott nicht fürchtet , so fürchtet er doch zumindest den Tod.
Im Tod wird der Mensch Gott begegnen.
Wie wird er ihm begegnen?
Darüber kann er in seiner weltlichen Existens selbst entscheiden-
seine Freiheit liegt genau in dieser Entscheidungsfreiheit.
Solange der Mensch lebt , kann er über diese Freiheit verfügen.
Mögen seine Entscheidungen gegründet sein in der Klugheit , der Gerechtigkeit , der Herzensreinheit , der Frömmigkeit, der Liebe zur Wahrheit und der Demut gegenüber dem Schöpfer.
Das wünsche ich mir für jeden Menschen
Was lehnst du Mensch dich auf?
Meinst du , du kannst entfliehen dem Gott in dir?
Glaubst du , dich zu entziehen , dem ehrenen Gesetz
wenn du dich von ihm wendest?
Wenn du mit eigener Hand dein Leben endest?
Was deinen Körper trifft , trifft nur dein Kleid.
Das Leben endet wohl , doch endet nicht das Leid
dem du nur wehrloser anheim gegeben
und ausgeliefert bist im neuen Leben
weil ungerufen du betratst das neue Land.
Wer Gottes Ruf nur folgt , dem sind zum Trost gesandt
erbarmungsvolle Engel , die ihn leiten ,
die seinem schwachen Fuß den Weg bereiten.
Doch wer den eigenen Willen nur gekannt auf Erden ,
wie kann der Wille Gottes ihm zur Hilfe werden?
Die Hilfe ist ihm nah- allein , er sieht sie nicht.
Des Eigenwillens Trotz beraubt ihn nun die Sicht.
Sein Denken , nur auf sich gestellt , schließt ihn nun ein.
Gefangener seiner Selbst , empfindet er allein
die eigene Not , die eigene Seelenqual;
zu enden sie versucht er tausendmal die gleiche Tat
und wird sich tausendmal bewusst,
daß er nicht töten kann das Fühlen in der Brust.
Erst wenn die Qual die Mauern seines Kerkers sprengt,
wenn tiefe Not ihm des Gebetes Gnade schenkt ,
wenn er aus grenzenloser Einsamkeit
nach Gott , nach Hilfe , nach Erlösung schreit-
Ist er befreit!
Er sieht die lichte Schar ,
die helfend ihm schon lange nahe war.
Sein aufgeschlossenes Herz ahnt nun , was Liebe schafft
und mit dem Ahnen wächst die eigene Liebeskraft.
Das Ahnen wird ein Schaun , das Schaun ein Erkennen ,
den ewigen Schöpfer lernt er Vater nennen.
So schreitet strebend er in seiner Brüder Mitte
dem Lichte zu , und jeder seiner Schritte
bringt näher ihn dem heiß ersehnten Ziel.
Wie oft er es erstrebt , wie oft er fiel
schaut er erkennend nun im Spiegel seines Lebens.
Sein letztes Erdenlos , das ihm nur Qual gegeben
wie klein es ist - , ach eine Perle nur.
Den anderen angereiht auf goldener Schnur ,
die ausging einst von Gott und kehrt zu Gott zurück.
Der Mensch sieht von dem Faden nur ein Stück ,
und seine Prüfung ist , ihn dennoch rein zu spinnen
und eine klare Lebensperle zu gewinnen.
Des Daseins Kreis zu schließen ist er ausgesendet
von Gott - und erst in Gott ist er vollendet.
ephides
Als ich die Nachricht von Stellas Tod erhielt , fühlte es sich an , als zischte ein scharfes Schwert durch Raum und Zeit.
Die Zeit hatte ganz plötzlich eine ganz andere Dimension.
Auch heute , nachdem fast zwei Jahre vergangen sind , frage ich mich , ist sie langsam oder schnell vorübergezogen.
Manchmal schien sie still zu stehen , wie kurz ist doch ein Leben , dass nach fünfzehn Jahren schon endet.
Der Schmerz ist manchmal so groß , dass man sich wünscht , sie verginge schneller , denn Sekunden werden zu Stunden.
Die Gedanken kreisen um vergangene Ereignisse , verpasste Möglichkeiten , und berühren die Grenze , zwischen der lebendigen Wirklichkeit dieser Welt mit seiner Geschichte , seinen verlockenden Angeboten , vielen Widerwertigkeiten und Nöten, denen man nicht entfliehen kann und der Realität des ewigen Lebens bei Gott.
Diese Realität kennt keine Zeit , sie ist unbegrenzt , ihr liegen keine menschlichen Erfahrungen zugrunde ,sie ist
nicht greifbar , nicht zu begreifen für unseren eingeschränkten, erdgebundenen Geist , nicht vorstellbar , unfassbar für uns Menschen.
Davor fürchten sich viele , dem Unbekannten und Ungewissen .
Man bleibt lieber gefangen in seinen Grübeleien , die sind bekannt , fast schon vertraut.
Die Sehnsucht und das Vermissen nach diesem geliebten Menschen beherrscht allmählich das Dasein.
Aber diese" Furcht" kann auch der Schlüssel zur anderen Welt im Jenseits sein.
Ich meine nicht die Angst , denn Angst hat eine ganz andere Qualität , Angst bezieht sich auf eine Gefahr , bei der Furcht steht man immer vor dem großen Unbekannten , das vorsichtig zu ergründen ist.
Die Existenz in der geistigen Welt ist zwar nicht vorstellbar , aber Nichtexistens ist noch weniger vorstellbar.
Wir können dieses Leben nicht wegdenken oder wegfühlen oder es wegmeditieren , es einfach ausschalten.
Wir haben eine lebendige unsterbliche Seele.
Unser Leben ist abhängig von einem Lenker und Denker, der größer ist ist als wir Menschen , seine höhere , gerechte und barmherzige Intelligenz hat immer die letzte Entscheidungsgewalt , und dem können wir hoffentlich mit
Ehrfurcht begegnen .
Unsere Freiheit ist ein von Gott gegebenes Naturrecht an uns Menschen, die uns von Ihm nicht genommen wird , diese Freiheit ist Heilig.
Darum läst Gott auch Ereignisse zu , die nicht in Seinem Wollen liegen.
Es war für mich hilfreich , diese Furcht zuzulassen , ein anders Dasein in der Geistigen Welt zu betreten , das irgendwann einmal mein endgültiges Zuhause und unsere Zukunft sein wird.
Dieses andere Dasein wird unsere Heimat sein , für Ewig , dort wird es kein Vermissen , kein Suchen , kein Sehnen mehr geben.
Dort wird das Glück , das wir in dieser Welt oft schmerzlich vermissten und ersehnten, vollkommen sein.
Es wird keine offenen Fragen mehr geben , denn die Wahrheit wird sich ganz klar offenbaren.
Diese vollkommene Freude wird uns geschenkt , aber die Bereitschaft für diese Glückseligkeit im Geiste muß in diesem irdischen Leben erkämpft und erstritten werden.
Es ist ein geistiger Kampf , für den man die Gabe der Unterscheidung braucht , gegen das Böse , die Lüge , gegen Gewissenlosigkeit und Selbstsucht im eigenen Charakter und in dem anderer Personen.
Alle Tugenden und Geistesgaben , die wir Menschen für diesen geistigen Kampf brauchen und erstreben werden
uns vom Allmächtigen als übernatürliche Gnade gegeben , doch wir müssen ihn darum bitten und sie annehmen
Das Leben kann nun in einem neuen Licht mit der Logik der Liebe neu betrachtet und bewertet werden , vorausgesetzt wir erkennen die Existenz Gottes als unseres Schöpfer an.
Entweder er existiert , oder nicht .Dies ist eine Grundsatzentscheidung , ein halbherziges ja , vielleicht, es könnte ja doch eine höhere Macht geben , bleibt völlig fruchtlos.
Nur mit einem Ja , hat man die Möglichkeit , in seinen Heilsplan einzusteigen und diesen Heilsweg zu beschreiten.
Und um ehrlich zu sein , wer von uns Menschen heute bräuchte diese geistige Heilung nicht!
Die Freiheit , die Gerechtigleit , die Wahrheit , die Schuld , die Frömmigkeit , die Weisheit , die Klugheit , die Stärke ,die Würde , das Glück , das Gewissen , der gute Rat , die gute Absicht , unser Wohlwollen und die gute Meinung ,
alles sind Früchte des Geisten und haben einen Platz in einer geheiligten Ordnung.
In diese Ordnug können wir wieder hineinfinden , wenn wir uns darum bemühen und wenn wir das wollen.
Für die Beziehungen mit den Verstorbenen brauchen wir nicht viele Worte ,es reichen erhebende Gedanken , liebevolle Wünsche , sie durchbrechen die Wolken über Zeit und Raum , dort finden unmittelbare Begegnungen mit unseren Lieben statt.
Ich bin sicher , sie warten auf unsere Gebete und Betrachtungen.
Diese Zeiten des Erinnerns sind für alle eine heilende Bereicherung.
In Gedanken und mit Liebe bei Stella
Ein fröhliches Zwitschern hab ich vernommen.
Es ist der Frühling , der angekommen..
Als Ahnung getarnt ,schleicht unbemerkt leise.
Zart brechen Blüten durchs Erdreich und Eise.
Graubraune Zweige im fahlen Strauch
Kaum wahrnehmbar , ein grüner Hauch
umschleiert jetzt die kahlen Bäume,
Erobert ganz sacht neue Lebensräume.
Gestern noch keusch und verschlossen die Knospe
Sich öffnet dem Licht heut , zu trotzen dem Froste.
Und unter dem Laub vom vergangenen Jahr
keimt nun neues Leben , sehr sonderbar.!
Verborgen erkämpft , ganz im Geheimen ,
fast schüchtern , die grünen Köpfchen erscheinen.
Die Erde nur kurze Zeit in den Wehen
lässt ihre erhabene Gestalt neu erstehen.
Mit einem Orchester Fanfarentrompeten
erwacht die Natur zum lobenden Beten.
Im ewigen Ritus der göttlichen Wandlung
in steter Bewegung und innerer Sammlung.
Es läuten gelb fröhliche Osterglocken
das Blumenheer sanft aus dem Schlafe zu locken..
Tulpen ,Hyazinthen und blau-rosa Veilchen
reiben sich müde die Augen ein Weilchen.
Wiesen und Auen bunt leuchten und blitzen.
Die vorlauten Amseln schrill aufgekratzt witzeln.
Und in den zärtlichen, lauen Lüften
räkelt sich Flieder in lila Düften.
Clematis noch zaghaft , scheu und verlegen
klettert am Zaune der Sonne entgegen.
Die Welt erscheint heute jungfräulich rein,
verheißungsfrohes und hoffendes Sein.
Lässt sich bejubeln im Brautgewande ,
erhebt sich zum Rang in den Adelsstande.
Mit Trommelwirbel und Orgelpfeifen
wird sie dem Sommer entgegenreifen.
Ein frischer Bach plätschert munter ins Tal.
Ein See füllt gemächlich den Hochzeitsaal.
Blutweiderich liegt dem Frühling zu Füßen.
Am Ufer begeistert die Sumpfdottern grüßen.
Gott ist ein Gott der Wahrheit , und es kommt ganz sicher irgendwann der Zeitpunkt seiner Offenbarung.
An seiner Gerechtigkeit gibt es keinen Zweifel , auch wenn wir sie aus menschlicher Sicht oft nicht verstehen,
Ist es gerecht , dass ein fünfzehnjähriges Kind stirbt , ein Mädchen , das morgens einfach nicht mehr aufwacht?
Gott wollte ganz sicher nicht diesen Tod!
Er hat es zugelassen , aber warum?
Dieses Warum stellt alles , was Menschen über das Leben geglaubt und verstanden habe in Frage , wenn sie das zulassen.
Man kann auch weitermachen wie bisher.
Essen , Trinken , Geld beschaffen , schlafen , Feiern.
Aber das Alles verliert seinen Wert und seinen Geschmack.
Das Leben hat eine Bedeutung , einen Sinn , einen ganz besonderen Zweck.
Es ist einzigartig und voller Chancen.
Ich kann alle Gnaden , die das Leben mir bietet , ausschlagen.
Diese Vorstellung ist bedrückend und erschreckend , denn es gibt ein zu spät,
Ich kann bis zum Ende meines Lebens im Hochmut gegenüber meinem Schöpfer verharren , demütigen und kränken bis zum letzten Atemzug.
Ihn abweisen , seine Liebe ablehnen und ignorieren.
Dieser Gedanke erzeugt Furcht und Unbehagen , völlig zurecht!
Es hätte nicht viel gebraucht , diesen traurigen Tod
zu verhindern , nämlich Demut , Ehrlichkeit , Herzenswärme , Mut zur Wahrheit.
Das kann und muß jeder Mensch in sich verwirklichen , jetzt ,
und nicht später.
Wir wissen nicht , wieviel Zeit uns noch bleibt!
Wenn schaurig Stürme dich ereilen
Verzweiflung Dich am Nacken packt,
und Ängste in dir woll n verweilen,
Dein Lebensmut in s Abseits sackt.
Wenn :Langeweile und Überdruss
dich lähmen und wie Blei beschweren,
die Seele schwimmt im trüben Fluss
und Zweifel Deinen Geist verkehren.
Verteidigungen nicht mehr greifen,
dir Schwergewichte aufgeladen.
Anklagen in den Ohren pfeifen ,
als brüllend Lärm nicht mehr zu ertragen.
Das Herz schier auseinander bricht ,
durch Wellen hin und hergerissen.
Dir gänzlich fehlt das Wahrheitslicht,
weil du ins Falsche dich verbissen.
Dein Lebensschiff auf Grund gelaufen
zu bersten droht in tausend Teile ,
fehlt Kraft dir , Dich zusammenzuraufen.
Bist viel zu schwach zu fliehen , in Eile.....
Such in des Schiffes mächtigen Rumpfe
ganz abgeschirmt , die Stille Kammer.
Verborgen vor der Bosheit Trumpfe.
Bekenn dort deinen Lebensjammer.
Wäg ab ! Ist s dein , was dich beschwert?
Wurd fremde Fracht dir aufgeladen?
Dann bleibst du gänzlich unversehrt.
Der Sohn hat diese Last getragen.
Denk dran ! Der über s Wasser schwebte
im Sonnenspiegel großer Weiten,
gar furchtlos er im Vater lebte
als mächt ger Herrscher der Gezeiten.
Sieh hin ! Wann hast du einst begonnen
den Weg des Irrtums , um zu stolpern.
Den locked Pfad hast du genommen.
Dich hämisch Urwaldgeister foltern.
Im Sande kreuzten sich die Wege
der sommersatten Weizenfelder.
Du hast geglaubt , die Schönheit läge
Im schaurig Dunkel ferner Wälder..
Hast du genommen Silberlinge
um dir den Zutritt zu gewähren?
Nun brennen sie wie Feuerringe,
die in der Hand sich ständig mehren.
Durchs Kreuze fragt dich nun der Sohne
was du getan , in aller Klarheit.
Wein bittre Tränen um den Lohne
für den Verrat der holden Wahrheit.
Denn seine blut` gen Herzenstränen
mit Macht verwandeln dein Geschick.
Am Kreuzesstamme sollst du lehnen.
Dein Herz erneuern in Jesu Blick.
Die Narben dieser Feuerringe
Soll´n Brandmal sein in deiner Hand.
Sodass der Heiland dich einst bringe
als Eigentum in s heil´ge Land.
Du , einer wirren Zeit verirrt Geschlecht
schau hin -am Horizont die schwarzen Reiter!
Noch schattengleich , doch näherkommend schon
umzingeln dich des Dunkels wilde Streiter.
Dir war das Dunkel oft willkommen doch ,
in seinem Schatten reiften deine Taten ,
und seinem Flüstern gabst du gern Gehör.
Nun sieh - es sprießen deiner Taten Saaten.
Was zitterst du und kannst es nicht ertragen
Du warst doch mutig sonst , wenns andern galt!
Das deinen Zwecken dienstbar war, das Dunkel ,
sieh jetzt in seiner wirklichen Gestalt !
Und fühl der Erde fiebernd Beben ,
und wanken sieh das Haus der Wissenschaft,
und stürzen sieh der Menschheit heilge Güter
und mit sich reißen deine beste Kraft.
Denn plötzlich ist das Dunkel überall,
das nun zerstörend gegen Dich sich wendet.
Des Horizontes schwarze Reiter sind
das Böse , das Du selbst einst ausgesendet.
Doch Gnade lässt das Dunkel vor dich treten ,
dass du s erkennst , erkennend dann erlöst.
Drum trag der Liebe Fahne ihm entgegen,
dass du erlösend auch dich selbst erhöhst.
Denn angelangt bist du , verirrt Geschlecht,
an deiner wirren Wege jähem Ende.
So geh zurück in dich , und hol aus dir die Kraft,
und wirk die große Weltenzeitenwende
ephides
Einst wohnt ich in einem bezaubernden Garten,
grün , edel und prächtig , voll Blumenzier.
Das himmlische Tor stand weit offen mir.
Meiner Träume Erfüllung durft ich erwarten.
Habe ich einen Wunsch auch nur gedacht
und streckte bittend die Hände aus ,
schon strahlte Liebe in mein lichtes Haus.
Was ich ersehnte , ward sogleich mir gebracht.
Ich fühlte mich frei , so ganz ohne Sorgen,
die Sonne durchströmte mein heiteres Gemüte.
Die Freude und ständiger Dank in mir glühte.
Nie sorgte ich mich um den kommenden Morgen.
Die Tiere des Gartens war n mir zärtlich ergeben,
reckten sich schutzlos im Sonnenschein,
ganz und gar nutzlos , beglückendes Sein.
Sie dösten hinein in das freudvolle Leben.
Obst hing prall an den üppigen Bäumen
und goldgelber Neckar tropfte hinunter.
Die Tiere labten sich emsig und munter.
Von Frucht zu Frucht durften sie streuen.
Der Dornenbusch strahlte in gleissender Blüte,
von Bienen umschwirrt , die betörenden Düfte.
Verheißungen schwanger die blauen Lüfte.
Im Überfluss blendete Schönheit und Güte.
Inmitten des Gartens , gar hold zu betrachten ,
vergoldet , veredelt mit blauem Saphier,
ein dunkles Geheimnis verhüllte sich mir.,
Eine Truhe ! Ein Schatz Die Geister erwachten!
Ich besaß doch schon alles , was sollte ich missen,
und durft über all diese Güter verfügen ,
braucht nie etwas stehlen oder gar lügen,
war reichlich gesegnet mit Herz und mit Wissen.
Doch blieb dieser Teil meinen Augen verborgen.
Ein Wort nagt in mir , mit der Frage :Warum?
Die mystischen Ahnungen blieben ganz stumm.
In mein keusches Gemüt pflanzten sich Sorgen.
Nach einiger Zeit war die Frage verschwunden.
Da kam auf dem Bauch gekrochen ein Tier.
Lust und Entsetzen erzeugte es in mir,
hat sich begehrlich um die Truhe gewunden.
Das Tier war nicht fähig zu öffnen den Riegel.
Ihm warn keine Arme und Hände gegeben.
Die lüsternen Augen bewachten mein Leben
und drängten mich ständig , zu brechen das Siegel.
Ich folgte zögernd dem machtvollen Triebe
und machte mir niedere Wünsche zu eigen.
So wollte `ich dem Tier meine Vorrechte zeigen
und opferte Gleichmut , die Würde und Liebe.
Ich fand in der Truhe fesselndes Bangen,
Erfüllung verheißendes , blindes Begehren..
Bedeutungslos endend im Kalten und Leeren ,
sich stets wiederholendes starkes Verlangen.
Schnell wollt ich den Deckel wieder verschließen ,
mich lähmte sogleich haltloses Entzücken.
Verfinstertes Wissen kann nicht beglücken.
Die Gnaden des Licht`s wie ein Blitz mich verließen.
Nun stehe ich ratlos am Zaune des Gartens.
klopf hoffend ans Tor in der Morgenfrühe,
kann es nicht öffnen mit menschlicher Mühe
und bin so ermüdet von der Zeit des Wartens.
hör`drüben den Winde im Dornenbusch rauschen,
das träge , gleichmütige Summen der Bienen.,
die stetig und liebend dem Herren nur dienen.
Gern würd ich mit ihnen mein Leben tauschen.
Stella , geliebtes Menschenkind ,
Dein Bild steht in meinem Bücherregal und Du schaust mich so fröhlich an , als wäre nichts geschehen.
Die Welt um mich herum ist eine andere geworden in der Zwischenzeit.
Du bist noch so gegenwärtig , als stündest Du neben mit.
Der Tod offenbart das Fehlen von Liebe ,
Einen Mangel an Sinn .
Absurditäten , die in deinen Bildern so deutlich zum Ausdruck gekommen sind.
Du lädst mich ein , meine Gedanken , meine Gefühle und meinen Geist zu sortieren,
jeden Tag. aufs Neue.zu erkennen , was jetzt und heute wichtig ist .
Auch meine Lebenszeit geht einmal zu Ende und die Begegnung mit Dir ist gehüllt in tiefes Schweigen.
Aber dieses Schweigen ist voller Leben.
Es birgt eine Ahnung und den Eindruck einer neuen Welt voller freudiger Erwartung.
In diesem Schweigen liegen Ruhe und Sicherheit ,
Ehrfurcht und Glück.
Gelassenes und gläubiges Warten jenseits aller Worte.
Eine Heilige Stille in der Hoffnung.
Eine Sehnsucht in der Erkenntnis von Liebe.
Wachsamkeit im Gebet.
Du bist in meinem Herzen , wo sollte ich Dich sonst empfangen und bewahren?
Dort wohnst Du als lebendige Wirklichkeit
für immer
Ein Kind voll Wehmut und voll Treue
Verstoßen in ein fremdes Land ,
Ließ gern das Glänzende und Neue
Und blieb dem Alten zugewandt.
Nach langen Suchen , langem Warten
Nach manchen mühevollen Gang ,
Fand es in einem öden Garten
Auf einer längst verfallenen Bank
Ein altes Buch mit Gold verschlossen,
Und nie gehörte Worte drin;
Und wie des Frühlings zarte Sprossen,
So wuchs in ihm ein innerer Sinn.
Und wie es sitzt und liest , und schauet
In den Kristall der neuen Welt
An Gras und Sternen sich erbauet,
Und dankbar auf die Knie fällt.
So hebt sich sacht aus Gras und Kräutern
Bedächtiglich ein alter Mann
Im schlichten Rock , und kommt mit heiterem
Gesicht ans fromme Kind heran.
Bekannt doch heimlich sind die Züge
So kindlich und so wunderbar.
Es spielt die Frühlingsluft der Wiege
Gar seltsam mit dem Silberhaar.
Das Kind fasst bebend seine Hände
Es ist des Buches hoher Geist
Der ihm der sauren Wallfahrt Ende
Und seines Vaters Wohnung weist.
Du kniest auf meinem ödem Grabe.
So öffnet sich der heilge Mund.,
Du bist der Erbe meiner Habe.
Dir werden Gottes Tiefen kund.
Auf jenem Berg als armer Knabe
Hab ich ein himmlisch Buch gesehen,
Und konnte nur durch diese Gabe
In alle Kreaturen sehn..
Es sind an mir durch Gottes Gnade
Der Höchsten Wunder viel geschehen;
Des neuen Bunds geheime Lade
Sahn meine Augen offen stehn.
Ich habe treulich aufgeschrieben,
Was innere Lust mir offenbart,
Und bin verkannt und arm geblieben,
Bis ich zu Gott gerufen ward..
Die Zeit ist da , und nicht verborgen
Soll das Mysterium mehr sein.
In diesem Buche bricht der Morgen
Gewaltig in die Zeit hinein.
Verkündiger der Morgenröte,
Des Friedens Bote sollst du sein
Sanft wie die Luft in Harf und Flöte
Hauch ich dir meinen Atem ein.
Gott sei mit dir , geh hin und wasche
Die Augen dir mit Morgentau.
Sei treu dem Buch und meiner Asche.
Und bade dich im ewigen Blau.
Du wirst das letzte Reich verkünden,
Was tausend; Jahre soll bestehen ;
Wirst überschwenglich Wesen finden,
Und Jakob Böhmen wiedersehen.
Novalis

