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Von Sabine 23.06.2025 um 14:39 Uhr | melden
Hab acht , sei wach , es ist soweit
Gott scheidet nun die Geister,
halt ein und lass ihn nur gewähren,
mit einer Sichel trennt der Meister;
überwunden , reif ist nun die Zeit
Er scheidet das Unkraut von den Ähren.
Uns strahlte die wärmende Sonne,
auch strömte erquickender Regen,
manchmal wurd` Sturm uns zum Segen!
Das Kraut wuchert wild, in eitler Wonne,
greift machtvoll um sich, an meiner Seite
als fremde Besatzung im Hause , bis heute.
In meinem Garten , der fremder Störer,
bedrohlich gewachsen und ohne Früchte,
ein neidisch, listiger Verschwörer,
Verbreiter schädlicher Gerüchte.
Heut gibt es sich aus als Freund;
entlarvt sich doch selbst als der Feind.
Es nährte sich von meinen Tränen,;
raubt mir die Freiheit, hält mich umschlungen,
ich war verlassen in Schmerzen und Sehnen,
presst mir die Luft aus beiden Lungen.
Es lauert an meinem Lebensstamm,
ein lästiger Fremdling auf Unrat und Schlamm.
Längst hatte ich es lieb gewonnen
und reifte gelassen, still und besonnen.
Ich bildete Wurzeln bis tief zum Grunde;
Nun ruft eine Stimme, nun läutet die Stunde.
Die Zeit der Ernte ist nun bereitet,
die endliche Scheidung wird eingeleitet.
Durch Gottes gütiges, planvolles Walten,
gespendeter Gnaden, weises Gestalten
will ich mein Selbst jetzt überwinden,
mich stark an seine Liebe binden.
Lebendiges Wasser soll fließen in Strömen
und mich vollkommen mit Ihm versöhnen.
Das Leiden möchte ich nicht missen,
Ihm dankbar brennende Wunden küssen.
Das rettende Kreuz niemals bejammern,
es wie einen Bruder fest umklammern.
Ihm folgen auf seinen blutigen Schritten,
weil Jesus den Tod für mich hat erlitten.


