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Von Mum 04.06.2014 um 11:55 Uhr | melden
Erinnerungen, tagtäglich, davon lebe ich, wenn mein Herz schwer wird und ich versuche, mich wieder ins Gleichgewicht des Lebens zu bringen.
Heute vor 14 Jahren kamen wir von unserer Italien-Rundreise, die über 5 Wochen andauerte, an. Wir hatten einen großen Wohnwagen, den du so sehr geliebt hast. Das Doppelstockbett mit Robin zu teilen, verstecken zu spielen, geduldig die langen Fahrten hinzunehmen, sich Robin zu widmen, wenn er zappelig im Auto wurde. Du hast ihm vorgesungen, mit ihm gespielt.....immer heiter und lustig drauf, voller Neugierde und Vorfreude auf alles, was sich uns im Urlaub zeigte.
Dann kam der 5.6. - der morgige Tag! Plötzlich verstarb dein Opa Gerhard, mit dem du stets gespielt hast, vorwiegend Spiel-Autos und Busse fahren, einparken, Straßenlandschaften aufbauen.....Wir alle waren geschockt, denn ich habe ihn abends um 19.30 Uhr nochmal gesehen, als ich Robin, er war ja gerade erst 1,5 Jahre alt, bei ihm abholte. Er sittete ihn auch sehr gerne. Du hast Zuhause geholfen, den Wohnwagen mit auszuräumen - klar Schiff machen.
Eine Stunde später ging Opa dann ins Licht, für uns alle unfassbar. Er pflanzte noch eine Kletterrose am Hauseingang einen Tag zuvor, um uns zu überraschen, uns eine Freude zu bereiten.
Der TOD hat dich oft genug berührt, zuerst deine Oma Betty, dann Opa Gerhard, 2006 folgte Opa Kurt.....deine Wüstenrennmäuse hast du auch ins Licht begleitet und unseren lieben Hund Leo Pantelis.
Wir hatten vor lauter Schock, Reanimationsversuche, Beisetzungspläne etc. total vergessen, dich mit einzubeziehen, dir die Chance zu geben, dich bei Opa direkt zu verabschieden. Das hast du uns mal in deiner tiefen Trauer auch vorgeworfen - berechtigt !
Es wäre für dich wichtig gewesen, ihn zu verabschieden, damit du abschließen kannst - und nun bin ich wieder bei dir - deinen Tod. Auch wir durften uns nicht von dir persönlich verabschieden, dich nochmal sehen.
Wie grausam und unbarmherzig das Leben und der Tod sein können. die beiden "Verbündeten", Zwillinge, die niemals von einander getrennt werden können. Denn wenn Leben entsteht, kommt zweifelsohne auch der Tod - wann? das weiß nur Gott bzw. unser Schicksal.
Bei Opa Kurt habe ich euch beide mitgenommen; wir fuhren nach Amberg, dort lag er in seinem Bett. "Anders" sieht er aus, meintest du damals. Wir beteten vor seinem Bett und streichelten sein erkaltetes Gesicht. Wir redeten in seinem Zimmer über den Tod, auch die Frage, wo ist denn jetzt Opa Kurts Lächeln hingegangen?
Ja, wo sind unsere Energien, unser Lachen, unser Frohsinn, Traurigkeit, wenn unser Körper "seinen Geist aufgibt"?
Die Antwort werde ich finden.....ich lese ja viel und höre mir die aktuellesten wissenschaftlichen Themen an was Quantenphysik, Teilen, Wellen, Chemie angehen....auch Spirituelles, was im Volksmund stets abgewertet wird. Wenn man aber in einem Konflikt ist, betet man, geht in die Kirche, wo viele Engel verzierend an den Wänden sitzen.....man versucht herauszufinden, von WEM man die Stärke und Kraft bekommt, weiter zu leben.....
Timo - ich gehe einen Schritt nach dem anderen, vorsichtig und bedacht, in unser neues Leben, ich mit Robin und Sammy, du in unserem Herzen, in Gedanken umarme ich dich jetzt fest, und schwelge weiterhin in Erinnerungen.
Ganz viele Kerzen brennen heute für uns alle !!
LOVE - MUM





