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Von Ulrike Schottler 16.10.2026 um 10:07 Uhr | melden
ch vermisse mein Zuhause in dir.
Manchmal wird die Sehnsucht so groß, dass ich kaum weiß, wohin mit all meinen Gefühlen. Dann fühlt es sich an, als würde mein Herz beinahe daran zerbrechen.
Ich habe so großes Heimweh nach dir, mein Törtchen. Nicht nach einem Haus oder einem Ort, sondern nach dir. Nach dem Menschen, mit dem ich 35 Jahre meines Lebens geteilt habe und den ich noch immer von ganzem Herzen liebe.
Wie gern würde ich noch einmal einen ganz gewöhnlichen Tag mit dir erleben. Neben dir sitzen, deine Stimme hören, deine Hand halten und für einen Augenblick vergessen dürfen, dass du nicht mehr da bist.
Ich würde dich heute viel bewusster ansehen, dich länger in meinen Armen halten und dir sagen, wie dankbar ich für unsere gemeinsame Zeit bin. Denn heute weiß ich noch viel mehr, wie kostbar all die kleinen Augenblicke waren, die damals einfach zu unserem Leben gehörten.
Du bist nicht nur ein Teil meiner Vergangenheit. Du bist ein Teil von mir, von meinem Herzen und von dem Menschen, der ich heute bin. Unsere 35 gemeinsamen Jahre kann mir niemand nehmen.
Unser Sohn Phil
Und dann ist da unsere Sehnsucht nach unserem Phil.
Seit unser Sohn am 25. Januar 2015 von uns gegangen ist, fehlt auch er mir jeden einzelnen Tag. Erst unser Kind und später dich zu verlieren, hat eine Lücke in meinem Leben hinterlassen, für die es keine passenden Worte gibt.
Manchmal frage ich mich, ob ihr euch gefunden habt. Ob du unseren Phil wieder in deine Arme schließen konntest, ob ihr euch angesehen und wiedererkannt habt und ob ihr euch endlich wieder ganz nah sein könnt.
Mein größter Trost ist der Gedanke, dass ihr beide vielleicht wieder zusammen seid.
Ich stelle mir vor, wie ihr miteinander redet, euch Geschichten erzählt und gemeinsam lacht. Vielleicht seid ihr dort einfach wieder Vater und Sohn, verbunden durch eure Liebe und all das, was euch immer miteinander verbunden hat.
Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass ihr euch gefunden habt und gemeinsam an unserem ganz persönlichen Ort auf mich wartet. An dem Ort, von dem wir vor vielen Jahren gesprochen haben und an dem wir uns eines Tages wiedersehen wollen.
Ich hoffe, ihr wisst, wie sehr ich euch beide liebe und vermisse.
Der 15. August – ein besonderer Tag ohne dich
Mein Törtchen, wie sehr hätte ich mir gewünscht, dich am 15. August bei der Hochzeit unseres erstgeborenen Sohnes an meiner Seite zu haben.
Wie gern wäre ich Arm in Arm mit dir dort gewesen, hätte deine Hand gehalten und mit dir diesen besonderen Tag erlebt. Ich hätte so gern zu dir hinübergeschaut und diesen vertrauten Blick mit dir geteilt, der ganz ohne Worte sagt: Schatz, unser Sohn heiratet.
Wie gern hätte ich mich an dich gelehnt und diesen Augenblick als deine Frau mit dir genossen. Gemeinsam voller Stolz und Freude unseren Sohn anzusehen und zu wissen, dass wir diesen besonderen Moment miteinander teilen dürfen – genau das hätte ich mir gewünscht.
Doch dein Platz neben mir war leer. Gerade an einem Tag, an dem so viel Freude und Liebe in der Luft lag, habe ich schmerzlich gespürt, wie sehr du mir fehlst.
Und dann kam Floki.
Er wurde zu meiner größten Freude an diesem Tag.
Als er schwanzwedelnd auf mich zukam und auf meinen Schoß kletterte, war das ein Augenblick, der mich tief im Herzen berührt hat. Seine fiepende, beinahe herzzerreißende Begrüßung unseres von uns beiden über alles geliebten Hundes war etwas ganz Besonderes.
Du und Floki, ihr wart so innig miteinander verbunden. Eure besondere Beziehung musste man nicht erklären – man konnte sie einfach fühlen.



