Werner Hinz

Werner
Hinz

18.01.1903
Berlin
-
10.02.1985
Hamburg

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Gedenkseite für Werner Hinz

“Für Werner Hinz

Und du wirst geborgen kaum
Dich um neue Leiden mühen
Und voll Ungeduld den Raum
Als der jüngste Stern durchglühen.”
(Hermann Hesse)

Zur Erinnerung an Werner Hinz (18.01.1903 - 10.2.1985)

Der Schauspieler, dem der Dichter, diese Zeilen widmete, zählt seit vielen Jahren zu meinen Favoriten und ich verehre ihn sehr. Natürlich war Werner Hinz, unter anderem viele Jahre lang am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, in erster Linie ein Akteur des Theaters. Mir als Nachgeborener prägte er sich hingegen durch seine Auftritte bei Film und Fernsehen nachhaltig ein.

Der ungestüme Hitzkopf Friedrich II. in “Der alte und der junge König”, der bigotte Kaplan Gregor von Schigorski in “Jugend” sowie der Offizier Kosta Wasileff in “Schicksal” waren für mich die ersten, sehr prägenden Eindrücke von Werner Hinz. Die Filme gelten bei vielen Kritikern heute zurecht als umstritten, die schauspielerischen Leistungen von Werner Hinz sind es für mich hingegen in keiner Weise.

Später sah ich ihn als rauh-herzlichen, lebenserfahrenen Malermeister Paul Schmiedecke in Kurt Maetzigs bewegender Berliner Familienchronik “Die Buntkarierten”, und diese Rolle nahm mich endgültig für Werner Hinz ein.

Es folgten der Generaloberst von Beck in "Der 20. Juli", der Konsul Johann Buddenbrook in “Buddenbrooks”, der Generalfeldmarschall Erwin Rommel in “Der längste Tag”, der verschmitzte Großvater in “"Morgens um Sieben ist die Welt noch in Ordnung" und "Wenn süß das Mondlicht auf den Hügeln schläft", der sich an einem Mordkomplott beteiligende Verleger Raymond in “Das Kartenspiel” und so vieles andere. Noch im hohen Alter stand Werner Hinz vor der Kamera, wie etwa in dem zu seinem achtzigsten Geburtstag entstandenen Fernsehkrimi “Nachruf auf Othello”.

In “Rheinsberg” spielen Werner Hinz und Ehmi Bessel im Film, was sie im wahren Leben seit 1934 waren: ein Ehepaar, auch Dinah, die von ihm adoptierte Tochter Ehmi Bessels aus einer Beziehung mit Ernst Udet, ist darin zu sehen. In der Fernsehserie “Eichholz und Söhne” spielt Werner Hinz gemeinsam mit seinen Söhnen Michael und Knut, in “Der längste Tag” verkörpert Michael Rommels Sohn Manfred, in “Das Kartenspiel” spielt Knut Raymonds Sohn Doug.

Als Synchronsprecher lieh Werner Hinz unter anderem Ralph Richardson (“Kleines Herz in Not”, “Anna Karenina”) sowie Stephen McNally (“Winchester 73") seine markante Stimme.

Eine meiner absoluten Lieblingsrollen von Werner Hinz ist der skrupellose aber charismatische Waffenhändler Basil Zaharoff in “Herz der Welt”.

© Text: Manuela Hertel

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