Mit einem Geschenk hinterlassen Sie Ihr persönliches Zeichen in Gedenken an Yannick Jannek. Veredeln Sie jetzt für 2,99 Euro diese Gedenkseite durch ein Geschenk in Ihrem Namen.
Von Beate 21.01.2016 um 12:04 Uhr | melden
Hallo mein Schatz,
ich bin heute wieder am Grübeln und stelle mir wieder die "Warum" Fragen.
Warum tut ein jemand einem kleinen Kind so etwas an? WARUM?
Warum lässt eine Mutter so etwas zu? WARUM?
Warum macht eine Mutter dabei auch noch aktiv mit? WARUM?
Eine Mutter die dir beinahe 3 Jahre eine „gute“ Mutter war? WARUM?
Warum hat dir keiner geholfen? WARUM?
Ich würde so gerne wissen, wie du ausgesehen hast, wie dein Nachname war, wann du genau geboren wurdest und wie du heute aussehen würdest.
Ich würde gerne wissen, ob deine Brüder heute noch an dich denken?
Ich würde gerne wissen, wie es ihnen geht?
Ob sie sich Vorwürfe gemacht haben, weil sie dir nicht geholfen haben? Aber sie waren ja auch noch klein und konnten eigentlich nicht helfen.
Ich würde gerne wissen, wie es deiner Mutter heute geht. Ob es ihr wenigstens Leid tut, dass sie dir nicht geholfen hat. Hat sie ein Gewissen? Weiß sie, dass sie dich auf dem Gewissen hat? Ich werde eine Mutter nie verstehen, die ihr Kind quasi dem neuen Lebensgefährten opfert, so kommt es mir nämlich in vielen Fällen vor. Wie kann ich mit einem Menschen zusammenleben, der mein Kind so behandelt? Bei der Geburt dieses Kindes habe ich doch Verantwortung für es übernommen, die Verantwortung es groß zu ziehen, es zu umsorgen, gut zu behandeln und ihm ein Leben als eigenständige Persönlichkeit zu ermöglichen. Wie kann ich da zulassen, dass ein neuer Mensch in meinem Leben dieses Kind so behandelt? Wie? Warum?
Wie geht es diesem Monster, dem ehemaligen Lebensgefährten deiner Mutter, wohl heute? Tut ihm die Tat leid? Hat er ein Gewissen? Trägt er an seiner Schuld schwer oder ist er gewissenlos und hat alles beiseite gewischt? Ich werde solche Menschen nie verstehen und ich werde nie verstehen, wie es zu solchen Taten kommt. In der Urteilsbegründung hieß es, „er war überfordert“. Aber es hat in keiner gezwungen, bei euch zu leben. Er hätte gehen können, im Gegensatz zu dir. Er hatte die Möglichkeit als Erwachsener, du nicht. Ich finde das Urteil, wie die meisten Urteile bei solchen Verfahren, viel zu milde.
Ich denk an dich meiner kleiner Schatz und hab dich lieb





