Bella Herbener

Bella
Herbener

21.08.2012
Bonn
-
23.02.2013
Bonn

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ZurückEine brennende Kerze: Kerze flieder Davidstern
Für Bella

Von Mama 23.02.2021 um 08:17 Uhr | melden

Hallo meine zauberhafte Bella!
Und wieder ist ein halbes Jahr vorüber und die Zeit ist nur so dahin gerast.
Es ist jetzt 00.54 Uhr während ich dir deinen Text schreibe und ich bin schon wieder in die Zeit von vor 8 Jahren zurückgeworfen. Genau um diese Zeit rief der Oberarzt von der Intensivstation an, um zu sagen, dass wir ganz schnell nach oben in die Hauptklinik kommen sollen, da dein Zustand immer kritischer wurde. Ich weiss noch ganz genau wie alles abgelaufen ist. Da wir in der Kinderklinik eine Unterkunft hatten, mussten wir schauen wie wir die 3 Kilometer hoch zu dir in die Hauptklinik kommen. Bis dann endlich das Taxi da war, ist eine Ewigkeit vergangen. Ich bin praktisch übers Gelände gerannt und der Fahrstuhl schien mir total langsam. 20 Minuten später stand ich endlich an deinem Bett und konnte zu dir sprechen. Ich kann mich noch genau so daran erinnern, als wäre es gerade gestern passiert. Ich habe dir sanft und ständig zugeredet, dass du bitte noch ein Mal kämpfen musst und noch ein Mal alle Kräfte zusammensuchen musst, damit du das alles schaffst.
Die Ärzte haben sich so viel Mühe gegeben und dich Stunden um Stunden mit einer Engelsgeduld versorgt. Gegen 4 Uhr sagten sie uns, dass es nur noch 2 Medikamente gibt, die sie als allerletzte Chance versuchen können. Als diese dann endlich da waren, bekamst du sie und nun hieß es warten, warten, warten, maximal 20 Minuten brauchen die Medikamente zum Wirken. In dieser Zeit wurden immer und immer wieder alle Stellen an deinem Oberkörper kontrolliert. Meine Augen wechselten permanent zwischen dem Monitor mit all deinen Vitalwerten und dir hin und her. Zwischendurch der Blick auf die Uhr.
Gegen viertel vor 5 war es dann leider so weit, der Oberarzt sagte zu uns, dass es keinerlei Chance mehr für dich gibt. Das war der schlimmste Moment in meinem Leben. Ich habe dich in diesem Moment verloren. Es war so unrealistisch und passte nicht in meinen Kopf. Wir wollten dich doch Anfang/Mitte April taufen lassen. Ich habe deinen Kinderwagen von der Hartschale auf den Sportsitz umgebaut, bevor wir nach Bonn gefahren sind, damit du beim Spaziergang alles schön sehen kannst. Ich habe schon den Hochstuhl für den Esstisch rausgesucht. All diese Dinge sollten nach 4 Wochen Klinikaufenthalt in Bonn passieren, denn das Leben sollte mit dir an meiner Seite weitergehen. Leider hat das Schicksal anders für uns entschieden und dich aus irgendeinem Grund aus meinen Armen gerissen. Ich verstehe es jedoch nicht warum??? Warum hat dein und mein Kampfgeist nicht gereicht????? Ich verstehe das einfach nicht.
Warum konnte es nicht bei dir gut gehen, wie es bei anderen kritischen Operationen auch gut geht.
Ich kann es bis heute nicht begreifen. Du warst solch ein Sonnenschein und hattest das Leben verdient. Stattdessen wurdest du uns auf den Schoß gegelegt und wir haben dich beim endgültigen Verlassen der Erde im Arm begleitet. Das ist der einzige, wenn auch sehr sehr winzige Trost, du warst nicht allein. Auch wenn es eine der allerschlimmsten Erlebnisse in meinem Leben war, bin ich sehr dankbar, dass ich in dem Moment bei dir sein und dich die gesamte Zeit berühren und begleiten durfte. Anstatt dich beim Älter werden zu beobachten, habe ich dich in dem Bett der Intensivstation von Kopf bis Fuß gewaschen und habe dir die schönsten Anziehsachen angezogen, die wir dabeihatten. Zum letzten Mal durfte ich mich um dich sorgen, wie es eine Mama für ihr Baby macht.
Aber so sollte das alles gar nicht stattfinden, ich wollte dich beim Aufwachsen im Leben begleiten, ich wollte deinen Zickereien ausgesetzt sein und mich jeden Tag über deine Anwesenheit freuen.
Stattdessen bereite ich für nachher Kaffee und Kuchen und Abendessen vor, um dir zu gedenken. Ich will das so aber nicht!!! Ich will dich noch immer zurück und das von ganzen Herzen und so richtig ehrlich dolle!!!
Leider gibt es keine Chance darauf, somit muss ich mich mit dem Gedanken trösten, dass ich dich eines Tages, wenn ich meine Augen für immer schließe, in meine Arme schließen darf. Bis dahin erfreue ich mich an all den Fotos von dir und genieße die Erinnerung an das gemeinsame halbe Jahr mit dir. Danke, dass du mir diese Zeit so leicht und so zauberhaft wie möglich gemacht hast!!!

Du warst und bist etwas ganz Besonderes für mich und es gibt keinen Tag, an dem ich dich nicht von ganzen Herzen vermisse und mich nach dir sehne!!!

Du bist und bleibt meine zauberhafte Püppi!!!

Ich hab dich lieb!!!
Deine Mama

Geschenk Am 25.08.2016 von Oliver Schmid angelegt.
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Geschenk Am 21.08.2014 von Renate Schiavo (Oma) angelegt.
Geschenk Am 21.08.2014 von deine dich liebende Mama angelegt.
Geschenk Am 23.02.2014 angelegt.
Geschenk Am 02.02.2014 von Gedenkseiten.de angelegt.
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