Dennis Gemmeke

Dennis
Gemmeke

31.10.1984
Warburg
-
14.05.2012
Dössel

Stimmungsbild-Dennis-Gemmeke-1

Gedenkseite für Dennis Gemmeke

Als der Regenbogen verblasste
da kam der Albatross
und er trug mich mit sanften Schwingen
weit über die sieben Weltmeere.
Behutsam setzte er mich an den Rand des Lichts.
Ich trat hinein und fühlte mich geborgen.
Ich habe euch nicht verlassen,
ich bin euch nur ein Stück voraus.

Dennis erkrankte im November 2010 an einem Ewing-Sarkom und kämpfte 18 Monate lang mit unglaublichem Mut, mit viel Zuversicht und Stärke gegen seine Krankheit. Für diese Kraft bewundern wir ihn sehr und danken ihm dafür, dass er nie aufgegeben hat. Er wird immer einen Platz in unserem Herzen haben.

Wenn Liebe einen Weg zum Himmel fände
und Erinnerungen Stufen wären,
würden wir hinaufsteigen und Dich zurückholen.

Wir vermissen dich so sehr und werden dich niemals vergessen!!!
In Liebe
Mama,Papa,Kirsten und Kathrin

Du bist nicht mehr da, wo Du warst,
aber Du bist überall, wo wir sind.


Es begann im Spätsommer 2010. Dennis klagte über Rückenschmerzen, woraufhin er mehrmals einen Orthopäden aufsuchte. Dieser diagnostizierte zunächst einen ausgerenkten Wirbel, den er „angeblich“ wieder einrenkte und verschrieb ihm Einlagen für seine Schuhe, welche nie gebraucht wurden… „Welche Ursache sollten Rückenschmerzen bei so einem jungen, sportlichen Menschen sonst haben?“ – dies bekamen wir zu hören und dachten uns daher nichts Schlimmes. Doch die Schmerzen hörten nicht auf, im Gegenteil, sie quälten Dennis immer mehr, nachts weckten sie ihn auf und tagsüber konnte er an fast nichts anderes denken.
Während dieser Zeit schrieb Dennis noch seine letzten Klausuren an der Uni, er bestand sie, war endlich scheinfrei und freute sich auf die lernfreie Zeit und die Zukunft, die nun vor ihm lag. Doch die Schmerzen blieben...
Nachdem wertvolle Wochen vergangen waren, wurde endlich ein CT von seinem Rücken gemacht und wir erfuhren die schreckliche Wahrheit: ein Tumor saß an seiner 4. Rippe nahe der Wirbelsäule. Genauere Untersuchungen kamen zu der Diagnose: EWING-SARKOM, ein aggressiver Knochentumor. Für uns brach eine Welt zusammen, das konnte doch nur ein schrecklicher Alptraum sein???
Doch leider weckte uns niemand auf und Dennis begann Anfang Dezember mit dem ersten von sechs Chemo- Zyklen (VIDE) in der Uniklinik.
Es begann eine Zeit zwischen Bangen und Hoffen. Zwischen den Zyklen durfte Dennis nach Hause, um sich zu erholen. Diese Zeit genossen wir sehr und wir versuchten immer, es ihm so schön wie möglich zu machen. Schlimm war es dann immer, wenn er zurück in die Klinik musste. Er hatte durch die heftige Chemo mit starken Nebenwirkungen zu kämpfen. Nie zuvor hatte ich einen Menschen so leiden gesehen, die Bilder werde ich nie vergessen… Es war schrecklich, doch Dennis war stark, beklagte sich nicht und war immer davon überzeugt, wieder ganz gesund zu werden. Nach sechs Chemo-Zyklen hatte sich der Tumor verkleinert und konnte Ende Mai in einer komplizierten, 10-stündigen OP vollständig entfernt werden.
Uns allen fiel ein Stein vom Herzen. „Das Schlimmste war überstanden“, dachten wir zu dieser Zeit. Es sollten noch leichtere Chemos und Bestrahlung folgen, aber nur, um sicher gehen zu können, dass der Krebs besiegt war.
Doch alles kam viel schlimmer. Nur wenige Monate nach der schweren OP wurden Metastasen in seiner Lunge gefunden. Es folgten zwei Lungen-OPs, die Dennis sehr tapfer über sich ergehen ließ.
Es war eine Zeit voller Ängste, nie zuvor hatten wir eine so große Angst vor der Zukunft. Doch wahrscheinlich gab es uns viel Kraft, dass Dennis während dieser Zeit nie aufgab und immer daran glaubte, wieder gesund zu werden. Ende November kam dann die Schreckensnachricht, es war ein neuer Tumor an seiner Wirbelsäule gewachsen. Es folgten weitere Chemos und Bestrahlungen. Anfang April waren wir zuletzt mit Dennis in der Klinik, doch die Untersuchungen machten keine Hoffnungen, der Krebs hatte sich schnell wieder verbreitet.
Nach mehreren OPs, etlichen Chemo-Zyklen und Bestrahlungen, entschied sich Dennis dann, endgültig zuhause zu bleiben. Er wollte keine Klinik und keine Chemos mehr. Wir akzeptierten seine Entscheidung und versorgten ihn, dank des guten Palliativteams, zuhause mit den nötigen Medikamenten und Infusionen. Zu dieser Zeit verbrachten wir jede freie Minute mit Dennis, erfüllten ihm jeden Wunsch und freuten uns über jeden Tag, jede Stunde, in der er keine Schmerzen hatte und mit uns reden und lachen konnte. Nachts legten wir uns zu ihm und versorgten ihn mit den nötigen Medikamenten oder Sauerstoff.
Am 14. Mai um 20.30 Uhr verstarb Dennis bei uns zuhause an seinem Lieblingsplatz. Wir waren bei ihm und ich hielt seine Hand, als er uns verließ.

Während der 18 Monate seiner Krankheit war Dennis stets voller Hoffnung, er gab nicht auf und machte Pläne für seine Zukunft. Auch uns machte er immer wieder Mut und brachte uns bis zuletzt zum Lachen. Wir werden nie verstehen, warum er ein solch hartes Schicksal erleiden musste, doch sind unendlich froh, ihn als Bruder und Sohn gehabt zu haben.
Wenige Tage vor seinem Tod wollte er, dass ich ihm aus einem Buch vorlas, in dem ein Mann von seiner Nahtoderfahrung berichtete. Es wurde dort ein tolles Bild vom Leben nach dem Tod beschrieben. Obwohl er kaum noch sprechen konnte, fragte Dennis mich, ob ich daran glaube, ich versicherte es ihm und er versprach, dort auf uns zu warten und uns in Empfang zu nehmen, wenn wir selbst dort ankommen.

Auf dieses Wiedersehen hoffen wir! Bis dahin wird Dennis immer einen festen Platz in unserem Herzen haben.
Wir vermissen dich so sehr!

Geschenk Am 25.08.2016 von Oliver Schmid angelegt.
Geschenk Am 13.12.2015 von Oliver Schmid angelegt.
Geschenk Am 12.07.2015 von Oliver Schmid angelegt.
Geschenk Am 16.12.2014 von Oliver Schmid angelegt.
Geschenk Am 08.09.2014 von Oliver Schmid angelegt.
Geschenk Am 13.01.2014 von Ursula angelegt.
Geschenk Am 17.11.2013 angelegt.
Geschenk Am 26.10.2013 von Gedenkseiten.de angelegt.
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