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Gedenkkerzen
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Wie ist die Welt so stille,
Und in der Dämmrung Hülle
So traulich und so hold!
Als eine stille Kammer,
Wo ihr des Tages Jammer
Verschlafen und vergessen sollt.
Wenn auch nur für dieses Leben
aber wir haben Hoffnung -
denn die, die du zu Fall bringst sterben nicht.
Auch mich kannst du nicht töten, armer Tot!
Du bist des Schicksals Zufalls, Königsknecht,
hälst dich an Gift, Krieg und Krankheit fest.
Wir wachen ewig, nur nach kurzer Ruh
und tot ist dann nicht mehr tot, dann stirbst du.
Immer enger, leise, leise
Ziehen sich die Lebenskreise,
Schwindet hin, was prahlt und prunkt,
Schwindet hoffen, hassen, lieben,
Und ist nichts in Sicht geblieben
Als der letzte dunkle Punkt.
Haben Blümchen vorbeigebracht und kommen im winter wieder
Wenn ich sterbe.
Gebt, was von mir übrig ist,
Kindernund alten Männern,
die auf den Tod warten.
Und wenn ihr weinen müsst,
weint um euren Bruder,
der neben euch auf der Straße geht.
Und wenn ihr mich braucht,n
ehmt jemanden in eure Armeund gebt ihm,
was ihr mir geben wolltet.
Ich möchte euch etwas hinterlassen,
etwas Besseres als Worte oder Klänge.
Sucht nach mir in den Menschen,
die ich kannte oder liebte.
Und wenn ihr mich nicht hergeben könnt,
lasst mich wenigstens in euren Augen leben,
nicht in eurem Verstand.
Ihr könnt mich am meisten lieben,
indem ihr zulasst,
dass Hände Hände und Körper Körper berühren.
Und indem ihr die Kinder loslasst,
die frei sein müssen.
Liebe stirbt nicht,Menschen tun es.
Wenn also alles, was von mir übrig ist,
Liebe ist,verschenkt mich.
Ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer
vom Meere strahlt;
Ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer
In Quellen malt.
Ich sehe dich, wenn auf dem fernen Wege
Der Staub sich hebt;
In tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen Stege
Der Wandrer bebt.
Ich höre dich, wenn dort mit dumpfem Rauschen
Die Welle steigt.
Im stillen Haine geh’ ich oft zu lauschen,
Wenn alles schweigt.
Ich bin bei dir; du seist auch noch so ferne,
Du bist mir nah!
Die Sonne sinkt, bald leuchten mir die Sterne.
O, wärst du da!
Mondnacht
Es war, als hätt’ der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt‘.
Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis’ die Wälder,
So sternklar war die Nacht.
Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.
Ich kenne dich
So dachte ich bei mir
Bis zu jenem Tage
An dem dich keiner mehr erkannte
Du bist glücklich
So dachte ich bei mir
Bis zu jenem Tage
An dem niemand mehr glücklich war
Du bist mir nahe
So dachte ich bei mir
Doch seit jenem Tage
Bist du nicht mehr da
Du hast uns hinter dir gelassen
Denn wir sind Hinterbliebene
Und uns eint der Schmerz
Dass wir deinen nicht erkannten
Wenn ich früher an dich dachte
Konnte ich lachen
Jetzt tut es weh
Trauer aushalten zu müssen,
welche nicht auszuhalten ist.
Weitergehen sollen,
obwohl die Kraft dazu fehlt.
Leere spüren, nichts als Leere,
obwohl du am Grabe des geliebten Menschen stehst.
Denk dir ein Bild –
weites Meer und ein Segelschiff setzt seine weißen Segel
und gleitet hinaus in die See.
Du siehst, wie es kleiner und kleiner wird.
Wo Wasser und Himmel sich treffen, verschwindet es.
Da sagt jemand:“Nun ist es gegangen!“
Ein anderer sagt:“Es kommt!“
Der Tod ist ein Horizont,
und ein Horizont ist nichts anderes
als die Grenze unseres Sehens.
Wenn wir um einen Menschen trauern,
freuen sich andere,
die ihn hinter dieser Grenze wiedersehen.
Nur wer die Sehnsucht kennt,
Weiß, was ich leide!
Allein und abgetrennt
Von aller Freude
Seh’ ich an’s Firmament
Nach jener Seite
Ach! der mich liebt und kennt,
Ist in der Weite
Es schwindelt mir, es brennt
Mein Eingeweide
Nur wer die Sehnsucht kennt,
Weiß, was ich leide!
Unsterblichkeit
Vor dem Tod erschrickst du? Du wünschest, unsterblich zu leben?
Leb im Ganzen! Wenn du lange dahin bist, es bleibt.
Der Tod entbindet von erzwungnen Pflichten,
Ihm haben wir nichts weiter zu entrichten.
Der Mensch lebt und bestehet
nur eine kleine Zeit;
und alle Welt vergehet
mit ihrer Herrlichkeit.
Es ist nur einer ewig und an allen Enden,
und wir in seinen Händen.
Wie wenn das Leben wär nichts andres
als das Verbrennen eines Lichts!
Verloren geht kein einzig‘ Teilchen,
jedoch wir selber geh‘n ins Nichts!
Denn was wir Leib und Seele nennen,
so fest in eins gestaltet kaum,
es löst sich auf in tausend Teilchen
und wimmelt durch den öden Raum.
Es waltet stets dasselbe Leben,
Natur geht ihren ewg‘en Lauf;
in tausend neu erschaff‘nen Wesen,
steh‘n diese tausend Teilchen auf.
Das Wesen aber ist verloren,
das nur durch diesen Bund bestand,
wenn nicht der Zufall die verstaubten
aufs Neue zu einem Sein verband.
Mondnacht
Es war, als hätt’ der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt‘.
Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis’ die Wälder,
So sternklar war die Nacht.
Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.
Der Mond
Wie wundersam ist alles Tote
und wie unaussprechlich:
ein totes Blatt und ein toter Mensch
und des Mondes Scheibe.
Und alle Blumen kennen ein Geheimnis
welches der Wald bewahrt:
des Mondes Kreisumlauf um unsre Erde
ist des Todes Bahn.
Und der Mond spinnt sein Gewebe wundersam
welches die Blumen lieben,
und der Mond spinnt sein Märchennetz
um alles Lebende.
Und des Mondes Sichel mäht Blumen ab
in Spätherbstnächten,
und alle Blumen warten auf des Mondes Kuss
in endlosem Verlangen.
Bruder Tod
du nimmst den letzten Atemhauch
wie ein Gespinst
in deine Hände
und deckst sie zu
sodass ein weißer Schimmer
auf ihre Augenlider fällt.
Bruder Tod
du nimmst das letzte Klopfen ihres Herzens
wie das Geflatter eines Vogels
in deine Hände
und deckst sie zu
sodass das Lachen eines Kindes
auf ihre Lippen fällt.
Du bist ein Schatten am Tage
Und in der Nacht ein Licht;
Du lebst in meiner Klage
Und stirbst im Herzen nicht.
Wo ich mein Zelt aufschlage,
Da wohnst du bei mir dicht;
Du bist mein Schatten am Tage
Und in der Nacht mein Licht.
Wo ich auch nach dir frage,
Find‘ ich von dir Bericht,
Du lebst in meiner Klage
Und stirbst im Herzen nicht.
Du bist ein Schatten am Tage
Und in der Nacht ein Licht;
Du lebst in meiner Klage
Und stirbst im Herzen nicht.
Ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer
vom Meere strahlt;
Ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer
In Quellen malt.
Ich sehe dich, wenn auf dem fernen Wege
Der Staub sich hebt;
In tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen Stege
Der Wandrer bebt.
Ich höre dich, wenn dort mit dumpfem Rauschen
Die Welle steigt.
Im stillen Haine geh’ ich oft zu lauschen,
Wenn alles schweigt.
Ich bin bei dir; du seist auch noch so ferne,
Du bist mir nah!
Die Sonne sinkt, bald leuchten mir die Sterne.
O, wärst du da!
Kein Zurück, kein Ungeschehen
Nutzloses Bitten, Betteln, Flehen
Nur noch das Vergangene sehen
Was bleibt, heißt Nichtverstehen.
Mit jedem Stern, der am Himmel leuchtet, sende ich dir einen Geburtstagsgruß. Ich stelle mir vor, wie du dort oben lächelst und auf uns herabsiehst. Dein Licht scheint noch immer so hell in meinem Leben. Heute Abend werde ich zum Himmel aufblicken und an dich denken.
Die Trauer ist ein Gang hinüber und herüber. Hinüber dorthin, wohin der andere ging. Und zurück, dorthin, wo man mit ihm war alle die Jahre des gemeinsamen Lebens. Denn da ist etwas abgerissen, so ist dieses Hin- und Hergehen wichtig. Die Erinnerung fügt es wieder zusammen, immer wieder. Da ist etwas verloren gegangen, die Erinnerung sucht es auf und findet es. Da ist etwas von uns selbst weggegangen. Man braucht es. Man geht ihm nach. Man wird es wiedergewinnen, und es wird in der Verbundenheit mit dem Dahingegangenen ein fester Bestandteil des eigenen Lebens sein und bleiben.
Du kannst deiner Trauer nicht entfliehen.
Du hast ein Recht darauf, traurig zu sein
und du brauchst dich der Tränen nicht zu schämen.
Wir wünschen dir aber,
dass die Lichter der Weihnacht
deine Traurigkeit in Hoffnung verwandeln,
und deinen Schmerz in Perlen.
Heute du.
Morgen ich.
Heute ich.
Morgen du.
Wir eilen und eilen.
Dann schauen wir zu
wie andere eilen
und an ihren besten Tagen
keine Zeit zum Schauen haben.
Immer
Dunkle Wolken
und Trauer
Aber ich
trage dich
im Herzen
Wohin ich
auch gehe
… und an manchen Tagen
hilft der Gedanke nicht,
dass du immer bei mir bist
und mich von oben bewachst…
Manchmal reicht das
einfach nicht aus …
Mein Lieber du fehlst mir sehr, ich werde diesen Tag niemals vergessen, wo ich erfahren habe dass du leider aus dem Leben gerissen wurdest. Das war eine sehr schwer Zeit für mich, zu wissen, dass du nicht mehr da bist. Wir haben dich nicht vergessen und tragen dich weiterhin in unseren Herzen. Als Zeichen für dich, habe ich mir ein Tattoo auf den Arm gemacht in dem du als Sonne aufgehst. Jedes Jahr am 31.12. um 0 Uhr Zünden wir eine Rakete für dich und hoffen dass du es von oben siehst und dich mit uns freust.
Wir besuchen dich jedes Jahr im Winter und lassen dir ein paar Schöne Blümchen da.
Wir vermissen dich sehr, vieles würde ich dafür geben um mal wieder die verrückten Zeiten mit dir zu erleben.
Hab dich ganz doll Lieb.
Im Januar besuchen Marc und ich dich wieder und dann quatschen wir bisschen wieder.
Wir sehen uns wieder mein Lieber
Mein lieber heute vor genau 10 Jahren wurdest aus dem Leben gerissen
und alle, die ihn so sehr vermissen...
Unbekannterweise, von Petra mit Nils im Herzen
Dieses Jahr fällt es mir unheimlich schwer
die richtigen Worte zu finden.
Heute vor 10 Jahren blieb die Welt kurz stehen
und ein neuer Engel wurde geboren.
Der Himmel ist jetzt Deine Heimat geworden.
Bis zum heutigen Tage kann ich es nicht begreifen, geschweige denn akzeptieren.
Die Frage nach dem „Warum“ kommt immer wieder.
Wir lassen nur die Hand los, nicht den Menschen, den wir immer im Herzen behalten.
Wie ist die Welt so stille,
Und in der Dämmrung Hülle
So traulich und so hold!
Als eine stille Kammer,
Wo ihr des Tages Jammer
Verschlafen und vergessen sollt.
Wenn der Tag vergeht
und leise, ganz leise
die Dämmerung naht
Wenn die Schatten
die dunklen
die Welt verwandeln
bis sie selbst
nur mehr ein Schatten ist
Wenn die Sterne
tausend Märchen erzählen
den Menschen
die Ihnen lauschen
Wenn die laute Welt ganz still wird
und schläft
und träumt
von der Sonne
Dann singt in mir
die Sehnsucht leise ihr Lied
und lächelnd komm ein Engel
und bringt mir dein Bild.
Die Trauer hört niemals auf, sie wird ein Teil unseres Lebens.
Sie verändert sich und wir ändern uns mit ihr
Leben aber muss man
das ganze Leben hindurch lernen,
und worüber du dich vielleicht
noch mehr wundern wirst:
Auch sterben muss man
das ganze Leben lernen.
Mondnacht
Es war, als hätt’ der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt‘.
Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis’ die Wälder,
So sternklar war die Nacht.
Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.
Mag Sterben sein,
als würdest du zum
Horizont über das
gleißende Meer in
die strahlende Sonne sehen?
Mag Sterben sein,
als würdest du das
Rauschen der Wellen
leiser und leiser hören,
als wäre endgültiger Friede?
Mag Sterben sein,
als würde Alles verschwinden
in schmelzender Auflösung?
Du bist dort,
im Himmel und im Meer.
Vereint.
Sprechen zu dürfen
von dir
mit denen, die dich kannten
dich liebten
Sprechen zu können
von dir
wie du warst
dich in Worten
wiedererleben
nur ein paar
Stunden lang
Und dann
einschlafen
vor dem nächsten
Alleinsein
das doch
unausweichbar
wartet
Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.
In allen Menschen liegt die Ahnung,
jenseits des Grabes die wiederzufinden,
die vorangegangen sind,
und die um sich zu versammeln,
die nach uns übrig bleiben.
Irgendwo blüht die Blume des Abschieds
und streut immerfort Blütenstaub,
den wir atmen, herüber;
auch noch im kommensten Winter
atmen wir Abschied.
Du weißt es, alle, die da sterben,
und die für immer scheiden gehn,
sie müssen, wär‘s auch zum Verderben,
die Wahrheit ohne Hehl gestehn.
So leg‘ ich’s denn in deine Hände,
was immer mir das Herz bewegt;
es ist die letzte Blumenspende,
auf ein geliebtes Grab gelegt.
Schau gerade den Film - Dein Weg
Vielleicht sollte ich dich aus dem Grab befreien und deine Asche dort verteilen. Denn du wolltest diesen Weg gehen und wärst ihn auch gegangen, wenn das Schicksal nicht so ein Arschloch wäre.
Ich werde aber versuchen, diesen Weg für dich zu gehen, das verspreche ich dir und hoffe das Gevater Tot die Einsicht hat, mich solange zu schonen, bis ich deinen Weg gegangen bin.
Du fehlst so sehr!
Es geht nicht um die Menschen, die gestorben sind, es geht um die jenigen, die das scheiß Glück hatten, weiter ohne sie Leben müssen. Manche Menschen klammern sich an ihre Erinnerungen, andere versuchen zu vergessen- keins von beiden funktioniert.
Und wenn genug Zeit vergangen ist, stellt man fest, man ist nicht mehr der selbe, wie vorher
Hab Frieden,
auch wenn ich dich
jetzt noch nicht loslassen kann,
erst nach und nach
mit deinem Leben schließen muss
und Frieden finden, irgendwann,
wenn die Erinnerung stark genug ist,
dass du endlich gehen kannst.
Adieu.
Wenn Dir jemand erzählt,
dass die Seele mit dem Körper
zusammen vergeht
und dass das, was einmal tot ist,
niemals wiederkommt,
so sage ihm: Die Blume geht zugrunde,
aber der Samen bleibt zurück und liegt vor uns,
geheimnisvoll, wie die Ewigkeit des Lebens.
Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen lachenden Mundes.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen mitten in uns.
Was ist dies Leben?
Ein Falterflug.
Ein Beben. Ein Schweben.
Vorbei – und genug.
Und doch gab dies Leben
dir Glückes genug:
Ein Taumeln, ein Schweben,
ein Falterflug.
Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust,
wird es dir sein,
als lachten alle Sterne,
weil ich auf einem von ihnen wohne,
weil ich auf einem von ihnen lache.
Es sind die Lebenden,
die den Toten die Augen schließen.
Es sind die Toten,
die den Lebenden die Augen öffnen.
Eine Stimme, die mir vertraut war, schweigt.
Ein Mensch, der immer für mich da war,
ist nicht mehr.
Er fehlt
Was bleibt, sind dankbare Erinnerungen,
die mir niemand nehmen kann.
Du bist
aus meinem Leben nicht wegzunehmen,
wirst bei mir sein, irgendwie,
abwesend anwesend,
fern und nah zugleich,
und mir die Kraft geben,
die ich finden muss,
um weiterzuleben.
In finsterer Stunde ein Engel gesehen,
Gefühlt in weiter Ferne.
So ist die Kraft doch spürbar nun,
Auch wenn ich sie nicht merke.
Der Engel, er schwebt zu Angesicht,
Und doch entdeckt, er will es nicht,
Erleuchtet er dich in finsterer Zeit,
Und verhilft dir so in die Ewigkeit.
Denk dir ein Bild –
weites Meer und ein Segelschiff setzt seine weißen Segel
und gleitet hinaus in die See.
Du siehst, wie es kleiner und kleiner wird.
Wo Wasser und Himmel sich treffen, verschwindet es.
Da sagt jemand:“Nun ist es gegangen!“
Ein anderer sagt:“Es kommt!“
Der Tod ist ein Horizont,
und ein Horizont ist nichts anderes
als die Grenze unseres Sehens.
Wenn wir um einen Menschen trauern,
freuen sich andere,
die ihn hinter dieser Grenze wiedersehen.
Ich sehe dich, wenn auf dem fernen Wege
Der Staub sich hebt;
In tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen Stege
Der Wandrer bebt.
Ich höre dich, wenn dort mit dumpfem Rauschen
Die Welle steigt.
Im stillen Haine geh’ ich oft zu lauschen,
Wenn alles schweigt.
Ich bin bei dir; du seist auch noch so ferne,
Du bist mir nah!
Die Sonne sinkt, bald leuchten mir die Sterne.
O, wärst du da!
Als der Regenbogen verblasste
da kam der Albatross
und er trug mich mit sanften Schwingen
weit über die sieben Weltmeere.
Behutsam setzte er mich
an den Rand des Lichts.
Ich trat hinein und fühlte mich geborgen.
Ich habe euch nicht verlassen,
ich bin euch nur ein Stück voraus.
Lass mich schlafen,
bedecke nicht meine Brust
mit Weinen und Seufzen,
sprich nicht voller Kummer
von meinem Weggehen,
sondern schließe deine Augen,
und du wirst mich unter euch sehen,
jetzt und immer.
Leben aber muss man
das ganze Leben hindurch lernen,
und worüber du dich vielleicht
noch mehr wundern wirst:
Auch sterben muss man
das ganze Leben lernen.
Falls der Tod aber gleichsam ein Auswandern ist von hier an einen anderen Ort und wenn es wahr ist, was man sagt, dass alle, die gestorben sind, sich dort befinden, welch ein größeres Glück gäbe es wohl als dieses?
Und so lange du das nicht hast,
dieses: Stirb und Werde!
Bist du nur ein trüber Gast
auf der dunklen Erde.
Es weht der Wind ein Blatt vom Baum, von vielen Blättern eines, dies eine Blatt, man merkt es kaum, denn eines ist ja keines. Doch dieses Blatt allein, war Teil von meinem Leben, drum wird dies Blatt allein, mir immer wieder fehlen.
Nur wenige Menschen sind wirklich lebendig und die, die es sind, sterben nie. Es zählt nicht, dass sie nicht mehr da sind. Niemand, den man wirklich liebt, ist jemals tot.
Mein sind die Jahre nicht,
die mir die Zeit genommen,
Mein sind die Jahre nicht,
die etwa möchten kommen
Der Augenblick ist mein,
und nehm’ ich den in acht
So ist der mein,
der Jahr und Ewigkeit gemacht.
An die Vergessenen
Das Grab hat dich verschlungen,
Da schlummert dein Gebein;
Das Sterbelied ist verklungen,
Wer denkt noch fürder dein?
Ach! alle sind verschwunden,
Die einst geweint mit mir;
Ich hab’ allein gefunden
Den stillen Weg zu dir.
Und Welle kommt und Welle flieht,
Und der Wind stürzt sein Lied,
Schaumwasser spielt an deine Schuhe
Knie nieder, Wandrer, ruhe.
Es wälzt das Meer zur Sonne hin,
Und aller Himmel blüht darin.
Mit welcher Welle willst du treiben?
Es wird nicht immer Mittag bleiben.
Es braust ein Meer zur Ewigkeit,
In Glanz und Macht und Schweigezeit,
Und niemand weiß wie weit –
Und einmal kommst du dort zur Ruh,
Lebenswandrer, Du.
Gegen die Schmerzen der Seele gibt es nur zwei Heilmittel: Hoffnung und Geduld


