Von Andreas Steinhardt 12.09.2024 um 20:01 Uhr | melden
Zur heutigen Gedenkkerze ein kleines Gedicht von Robert Reinick.
Ich sehe noch vor Augen das schöne, harmonische Bild, wie meine Großeltern
an warmen Sommertagen im Schatten
ihres Apfelbaums saßen - Stunden
über Stunden...
Nach noch sehr warmen Septembertagen
hat sich nun der kommende Herbst mit einem kleinen Stelldichein angekündigt. Viel kühlere Temperaturen, Wind, ab und zu Schauer...
Ich freue mich auf die kommende Jahreszeit -
hat sie doch etwas "schön melancholisches",
und die kühleren Tage sind mir sehr genehm.
Theresia war es relativ gleich, ob es nun Sommer oder Winter war - sie war enorm anpassungsfähig, strotzte jeglichem Wetter...eine Beschwerde - zu warm - zu kalt - zu nass - gab es ihrerseits nie...
September – Der Apfelbaum
von Robert Reinick
Der Apfelbaum, das ist ein Mann!
Kein andrer gibt so gern wie der.
Im Winter, wenn man schüttelt dran.
Da gibt er Schnee die Fülle her.
Im Frühling wirft er Blüten nieder,
Im Sommer herbergt er die Finken;
Jetzt streckt er seine Zweige nieder,
Die voller Frucht zur Erde sinken.
Drum kommt! und schüttelt was ihr könnt,
Ich weiß gewiss, dass er’s euch gönnt.
Robert Reinick, *22. Februar 1805 in Danzig,
+7. Februar 1852 in Dresden.
Reinick war ein deutscher Maler und Dichter.





