Von Andreas Steinhardt 25.04.2026 um 13:15 Uhr | melden
Zur heutigen Gedenkkerze ein Frühlingsgedicht von Annette von Droste-Hülshoff.
Der April macht was er will - es traf auch dieses Jahr manchmal zu -
es gab einige kühle und windige Tage, aber viele sehr sonnige wie die letzten Tage - davon ein paar knapp über 20° C - allerdings wenig Regen in unseren Breitengraden, was wiederum nicht so gut für die Natur ist.
Theresia, die Hitze und Kälte gut ertragen konnte und nie über das Wetter schimpfte war meiner Ansicht nach kein "Blumenmensch". So erinnere ich mich nicht an eine einzige Pflanze an ihren Fenstern. Ich glaube lediglich zwei oder drei Plastikblumen standen als einzige Deko kärglich auf der Fensterbank, noch nicht einmal ein Alpenveilchen fand den Weg ins Haus. Im Garten pflanzte sie auch keine Blümchen, sie legte aber sehr viel Wert - wie auch mein Großvater - auf Obstbäume und Gemüseanbau im hiesigen Garten, und das reichlich...
Der Frühling ist die schönste Zeit
von Annette von Droste-Hülshoff
Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?
Da grünt und blüht es weit und breit
Im goldnen Sonnenschein.
Am Berghang schmilzt der letzte Schnee,
Das Bächlein rauscht zu Tal,
Es grünt die Saat, es blinkt der See
Im Frühlingssonnenstrahl.
Die Lerchen singen überall,
Die Amsel schlägt im Wald!
Nun kommt die liebe Nachtigall
Und auch der Kuckuck bald.
Nun jauchzet alles weit und breit,
Da stimmen froh wir ein:
Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?
Annette von Droste-Hülshoff, * 12. Januar 1797, nach anderen Quellen 10. Januar 1797 auf Burg Hülshoff in Havixbeck bei Münster, + 24. Mai 1848 auf der Burg Meersburg in Meersburg.
Droste-Hülshoff war eine dt. Schriftstellerin und Komponistin. Sie gehört zu den bedeutendsten deutschsprachigen Dichtern.




