Von Andreas Steinhardt 28.10.2024 um 14:42 Uhr | melden
Zur heutigen Gedenkkerze ein schönes Herbstgedicht von Friedrich Hebbel.
Dies ist ein Herbsttag wie ich keinen sah", so beginnt das Gedicht von Friedrich Hebbel.
Nun, zumindest der letzte Samstag war ein solcher, ein Bilderbuch-Oktobertag, sonnendurchflutet, bis zu 20°C. in hiesigen Breitengraden.
Gestern war es etwas durchwachsener, heute löste sich die Wolkendecke zögerlich auf, nun herrscht wieder durchweg sonniges Wetter.
Theresia scheute keine Arbeit, sie war schir unermüdlich, konnte sich von morgens bis abends ununterbrochen beschäftigen, auch noch mit über 80 Jahren. Hausarbeit, einkaufen, Unkraut jähten und Blätter fegen - nicht nur bei sich, meine Großmutter kam mindestens 2x die Woche aus dem benachbarten Ortsteil zu uns gelaufen um ihre Tochter, meine Mutter bei der Haus - und Gartenarbeit zu unterstützen...
Herbstbild
von Friedrich Hebbel
Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.
O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält;
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was vor dem milden Strahl der Sonne fällt.
Friedrich Hebbel, früheres Pseudonym
Dr. J. F. Franz, *18. März 1813 in Wesselburen/ Dithmarschen, heutiges Schleswig-Holstein,
+13. Dezember 1863 in Wien.
Hebbel war deutscher Dramatiker, Lyriker und Erzähler "Maria Magdalena", sehenswert das Hebbel-Museum in Wesselburen mit 550 Exponaten.





