Von Andreas Steinhardt 07.01.2025 um 10:45 Uhr | melden
Zur Gedenkkerze ein Gedicht von Robert Reinick, dessen Todestag sich heute jährt.
Der Januar zeigt sich momentan von seiner ungemütlichen Seite, nach einem milden Tag folgten gestern Nachmittag bis in den Abend hinein Orkanböhen mit zeitweisem Starkregen
und deutlicher Abkühlung.
Theresia konnte all dies nichts anhaben, sie trotze förmlich jedem Sturm. Dicker Mantel, Kopftuch - das reichte, dann wird man halt etwas nass...ich habe sie niemals über das Wetter schimpfen hören...
Januar
von Robert Reinick
Wohin man schaut, nur Schnee und Eis,
Der Himmel grau, die Erde weiß;
Hei, wie der Wind so lustig pfeift,
Hei, wie er in die Backen kneift!
Doch meint er’s mit den Leuten gut,
Erfrischt und stärkt, macht frohen Mut.
Ihr Stubenhocker, schämet euch.
Kommt nur heraus, tut es uns gleich.
Bei Wind und Schnee auf glatter Bahn,
Da hebt erst recht der Jubel an!
Robert Reinick, *22.Feb. 1805 in Danzig,
+07. Feb. 1852 in Dresden.
Reinick war ein dt. Maler und Dichter.





