Von Andreas Steinhardt 03.03.2025 um 11:30 Uhr | melden
Zur heutigen Gedenkkerze ein kleines Gedicht
von Theodor Storm, passend zum Karneval,
zum Fasching.
Sind Sie jeck? Lieben Sie die "tollen Tage?"
Oder ist es Ihnen ein Greuel? Darf man bei
der derzeitigen politischen und wirtschaftlichen Situation überhaupt fröhlich sein? Feiern?
Lassen wir nun auch unsere Geburtstage, Weihnachten, Ostern ausfallen oder gönnen
wir uns ein paar Tage, ein paar Stunden Freude und Erholung vom trüben Alltag?
Der Aschermittwoch kommt bald, dann können
wir alle ja das ganze restliche Jahr wieder gemeinsam Trübsal blasen...
Meine Oma Theresia mochte durchaus den Karneval, ich erinnere mich gerne an einige gemeinsame, hiesige Rosenmontagszüge mit
ihr und meinem Großvater - oder auch an gemeinsame Stunden mit der ganzen Familie
vor dem TV - so zum Beispiel bei "Mainz bleibt Mainz (...)" mit einigen Eierlikörchen, welche Theresia sehr gern mochte...
Narrenzeit
von Theodor Storm
O wär’ im Februar doch auch,
Wie’s andrer Orten ist der Brauch,
Bei uns die Narrheit zünftig!
Denn wer, so lang das Jahr sich mißt,
Nicht einmal herzlich närrisch ist,
Wie wäre der zu andrer Frist
Wohl jemals ganz vernünftig.
Hans Theodor Woldsen Storm, * 14. September 1817 in Husum, damaliges Herzogtum Schleswig, + 4. Juli 1888 in Hanerau-Hademarschen, heute Kreis Rendsburg-Eckenförde, Schleswig-Holstein.





