Theresia Remiorz

Theresia
Remiorz

16.06.1907
Neu-Wuttrienen
-
16.04.1997
Gladbeck

stimmungsbild
ZurückEine brennende Kerze: Kerze hellgrün klein
Märzgedicht von Goethe

Von Andreas Steinhardt hu 22.03.2025 um 09:31 Uhr | melden

Zur heutigen Gedenkkerze ein Märzgedicht von Johann Wolfgang von Goethe.

Nach einem ersten, sehr warmen Frühlingstag am gestrigen Freitag macht das Wetter nun schon heute langsam wieder eine Kehrtwende.

Theresia hätte sich sicherlich auch über solch einen Märztag gefreut - aber ob es nun März war, Juli oder Dezember - im Prinzip war es meiner Großmutter ziemlich einerlei...

Eine "Jahreszeiten-unabhängige" Frau, die sich
mit glutheißem Sommer und kältestem Winter bestens arrangieren konnte. Eine harte, wetter-erprobte Ostpreußin, welche jedem Klima trotzte..


März


von Johann Wolfgang von Goethe


Es ist ein Schnee gefallen,
Denn es ist noch nicht Zeit,
Dass von den Blümlein allen,
Dass von den Blümlein allen
Wir werden hoch erfreut.

Der Sonnenblick betrüget
Mit mildem, falschem Schein,
Die Schwalbe selber lüget,
Die Schwalbe selber lüget,
Warum? Sie kommt allein.

Sollt ich mich einzeln freuen,
Wenn auch der Frühling nah?
Doch kommen wir zu zweien,
Doch kommen wir zu zweien,
Gleich ist der Sommer da.

Johann Wolfgang Goethe, ab 1782 von Goethe,
* 28. August 1749 in Frankfurt am Main,
+22. März 1832 in Weimar, Großherzogtum
Sachsen-Weimar-Eisenach.

Goethe war ein deutscher Dichter, Politiker und Naturforscher. Er gilt als einer der bedeutendsten Schöpfer deutschsprachiger Dichtung.