Von Andreas Steinhardt 14.02.2026 um 17:07 Uhr | melden
Zur heutigen Gedenkkerze am Nelkensamstag ein kleines Gedicht von Theodor Storm, passend zum Karneval, zum Fasching.
Sind Sie jeck? Lieben Sie die "tollen Tage?" Oder ist es Ihnen ein Greuel? Darf man bei der derzeitigen politischen und wirtschaftlichen Situation überhaupt fröhlich sein? Feiern? Lassen wir nun auch unsere Geburtstage, Weihnachten, Ostern ausfallen oder gönnen wir uns ein paar Tage, ein paar Stunden Freude, Erholung vom trüben Alltag...
Meine Oma Theresia mochte durchaus den Karneval, ich erinnere mich gerne an einige gemeinsame, hiesige Rosenmontagszüge mit ihr und meinem Großvater - oder auch an gemeinsame Stunden mit der ganzen Familie vor dem TV - zum Beispiel bei "Mainz bleibt Mainz (...)" mit einigen Eierlikörchen, welche Theresia sehr mochte...
Februar (Karneval)
von Theodor Storm
O wär’ im Februar doch auch,
Wie’s andrer Orten ist der Brauch,
Bei uns die Narrheit zünftig!
Denn wer, so lang das Jahr sich mißt,
Nicht einmal herzlich närrisch ist,
Wie wäre der zu andrer Frist
Wohl jemals ganz vernünftig.
Hans Theodor Woldsen Storm, * 14. September 1817 in Husum, damaliges Herzogtum Schleswig, + 4. Juli 1888 in Hanerau-Hademarschen, heute Kreis Rendsburg-Eckenförde, Schleswig-Holstein.





