Theresia Remiorz

Theresia
Remiorz

16.06.1907
Neu-Wuttrienen
-
16.04.1997
Gladbeck

stimmungsbild
ZurückEine brennende Kerze: Kerze rosa klein
Gedicht Aschermittwoch von Luise Hensel

Von Andreas Steinhardt 18.02.2026 um 19:47 Uhr | melden

Zur heutigen Gedenkkerze am Aschermittwoch ein passendes Gedicht von Luise Hensel mit stark christlichem Bezug.

Die närrische Zeit ist nun endgültig vorbei - die Masken sind gefallen, die Fastenzeit hat begonnen. Sind Sie froh, das der ganze Spuk des Faschings nun ein Ende hat? Oder trauern Sie den "tollen Tagen" hinterher?

Theresia feierte gerne den Karneval, allerdings glaube ich, dass
eine Großmutter auch nicht ganz unglücklich war, dass das närrische Treiben mit dem Aschermittwoch jäh ein Ende nahm - ewig nur Fasching - wo bleibt dann noch die Freude auf eine solche Zeit...?


Aschermittwoch

von Luise Maria Hensel


»Staub bist du und kehrst zum Staube,
Denk, o Mensch, an deinen Tod!«
Wohl, dies weiß ich, doch mein Glaube
Sieht ein ewges Morgenroth.

Sieht ein Land, wo Friedenspalmen
Um des Siegers Scheitel wehn,
Wo umrauscht von ihren Psalmen
Wir der Engel Chöre sehn.

Wo Maria, die Getreue,
Ihr geliebtes Kind uns zeigt,
Wo die Sehnsucht und die Reue
Nun ihr selig Ziel erreicht.

Wo der Vater mit dem Sohne
Und dem heilgen Geist zugleich
Thront auf einem ewgen Throne,
Unaussprechlich herrlich, reich.

Wo wir Den, der je gewesen,
Schauen, wie Er ewig war.
O, dort wird mein Herz genesen!
O, dort wird mein Auge klar!

Luise Maria Hensel, *30. März 1798 in Linum, Mark Brandenburg, heute zur Gemeinde Fehrbellin, Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg,
+18. Dezember 1876 in Paderborn.

Hensel war eine deutsche christliche Dichterin und Wegbereiterin neuer Sozialarbeit.

Sie war Schwester des Malers Wilhelm Hensel und zudem Schwägerin der Komponistin Fanny Hensel, geb. Mendelssohn - der Schwester des Komponisten Felix Mendelssohn.