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Gedenkkerzen | Seite 2
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Heute hatte ich mein erstes MRT. Meine leichte Platzangst wurde dabei "übertrumpft" von den vielen Blitzlichtern der Erinnerung an Deine Krankheit und wie oft Du MRT und viele andere unzählige unangenehmen Untersuchungen über Dich hast ergehen lassen müssen. Die Erinnerungen, die sich vor und während des Aufenthalts in der Röhre einstellten, waren überwältigend und haben alles andere erfolgreich verdrängt. Wie tapfer Du doch warst und so vieles (wenn auch nicht immer gleich) geduldig ertragen hast. Immer in der Hoffnung, dass diese Untersuchungen der Grundstein sind, um Dir zu helfen, um das Leben weiter lieben und die Liebe zum Leben weiter leben zu können.
In den letzten Tagen lauert die Traurigkeit scheinbar "an jeder Ecke" - ausgelöst durch die Erinnerungen an Deinen mutigen Kampf gegen den Krebs.
Ich habe schon damals verwundert und bewundernd zugleich auf Dich geschaut, wie Du mit dieser Krankheit und der stetig wachsenden Hoffnungslosigkeit umgegangen bist, wo doch das Leben (mit allen schönen wie herausfordernden Seiten als Erwachsener) für Dich erst so richtig losgehen sollte.
Die Traurigkeit von damals ist noch da, fühlt sich genauso an wie damals. Die Bewunderung ist gewachsen.
Die Erinnerungen an dich und der Schmerz bleibt. Manchmal kommt Trauer auf und ich denke an den Verlust.
Bei lost gibt es ein Theme was immer wieder kommt, wenn einer der Charaktere stirbt. Ich musste schon bei der Serie immer weinen wenn jmd meiner Favoriten verstorben ist. Manchmal höre ich den Song und denke auch an dich. Wie wir zusammen lost geschaut hatten und im lost Fieber waren. Ich wünschte ich könnte dich drücken und dir sagen wie stolz ich auf dich bin und wie dankbar ich dafür bin, das ich dich einen Teil des Lebens begleiten konnte.
Seit sovielen Tagen schon muss ich an Gunther, aber vor allem an Katja und Anna denken und sende ihnen in Gedanken immer ganz viel Kraft.
Nunmehr muss ich erfahren, dass Gunther sich für eine Begleitung im Hospiz entschieden hat. Ein Schritt, der zeigt, dass - wenn überhaupt- nur noch ein klitzekleines Körnchen Hoffnung auf einen erfolgreichen Kampf gegen den Krebs besteht.
Ein Schritt, der mich zugleich dankbar und demütig macht, dass Du zu Hause sein wolltest und auch in unseren Armen Deine letzten Atemzüge machen konntest.
Diese Kerze soll daher für die drei scheinen - symbolisch dafür, was ich ihnen alles für diese Zeit wünsche. Dazu gehört vor allem auch, seinen Frieden machen, sich wenigstens noch das Wichtigste sagen und loslassen zu können...
Weihnachten und die ganze Familie war bei uns. Du hättest Deine Freude gehabt und ich hatte sie auch - vor allem wenn ich mir vorgestellt habe, was Du in der einen oder anderen Situation gesagt hättest, wie Du geduldig und charmant mit den Großeltern umgegangen wärst, wie Du verschlafen Dich an den Frühstückstisch geschlichen kommst, wie Du alle umgarnst...
Du warst irgendwie immer da - nicht nur durch die Bilderkugeln am Baum und Dein Bild am Esstisch ...
Und ich weiß, Du hättest die Weihnachtstage sehr genossen.
Vermutlich hast Du es auch - von wo auch immer uns beobachtend und unsere Gedanken leitend...
Es ist verrückt, als du noch bei uns warst, habe ich noch jedes Jahr deinen Geburtstag „versemmelt“, meistens habe ich deine Mutter am 25./26./27. Dezember angerufen, „Du musst mir helfen, welcher der drei Tage doch gleich?“. Keiner. Immer noch der 22.12..Es war jedes Jahr das Gleiche. Ja, ich habe immer einen Hauch von schlechtem Gewissen gehabt. Seit letztem Jahr, hat sich der 22. in mein Gedächtnis gebrannt. Du wärest ganz aus dem Häuschen. Ich wäre lieber wieder völlig „verpeilt“.
Ein viertel Jahrhundert WOW! ISo viel Bruchrechnung.. deine Schwester und deine Patentante können das sehr gut. Ich naja ich kann einen Kuchen gerecht aufteilen.. deine Schwester hatte immerhin 4 stück abbekommen, ich denke das war mehr als fair.
Du fehlst. Jedenfalls war es ein Tag mit geteilten Erinnerungen und Gefühlen. Ich wünschte ich könnte dich umarmen und mit dir anstoßen bis bald.
Unbekannterweise möchte auch ich ein kleines Licht für Torben anzünden verbunden mit einem lieben Gedanken an ihn. Eine liebevolle Umarmung auch für die Familie von Barbara
Heute vor 25 Jahren genau um diese Zeit waren es Wehenschmerzen und Freude auf das was Du uns alles im Laufe Deines Lebens bescheren magst.
Es waren eine Menge Glücksmomente, Stolz, unvergessene Momente, tiefe innere Ruhe und Zufriedenheit sowie eine Form der Liebe von der wir bis dahin nicht wussten, dass es sie gibt.
Geblieben ist die tiefe Liebe, tief im Inneren unseres Herzens - umhüllt von Schmerzen, die ewig bleiben und mit nichts an Schmerz zuvor vergleichbar sind. Nur die Freude durch Erinnerungen und die Dankbarkeit für die Zeit mit Dir lassen die Schmerzen weicher werden. Und die Dankbarkeit, dass wir uns haben und Dich bei uns, mit uns wissen, macht die Schmerzen erträglich.
Jede früh sitze ich auf dem Fahrrad zur Schule, schaue in den Himmel, atme tief durch und denke an dich und die gemeinsamen Momente. Die Einatmung spüre ich bis tief in mein Herz .
Oft zusammenhanglos tauchen Erinnerungen an Dich als kleiner Junge auf.
Vielleicht liegt es ja daran, dass der Dezember "Dein" Monat war. Die Vorfreude auf Deinen Geburtstag, die Vorfreude auf Weihnachten, die Stimmung voller kleiner Heimlichkeiten und Überraschungen, das Plätzchen backen, die ganze große Familie drumrum, erste Schneeflocken ...
Der Zauber des Monats Dezember will sich aber nicht einstellen. Er ist umhüllt von Melancholie, gefangen in Erinnerungen.
Treffe mich mit den Girls - wir gehen was essen. Ganz entspannt auf einen Montag. Du fehlst.
Ich habe heute einen tröstlichen Satz gehört, der nicht nur wegen der kalten Wintertage so passend scheint:
"Wenn jemand für immer geht, dann wird das Schöne in Erinnerungen eingefroren."
Ich wärme mich daran.
Du hast dich in meine Träume geschlichen und mir gezeigt, dass du noch da bist. Dass jeder Abschied relativ ist. Dass wir nicht traurig sein sollen. Dass du nie ganz gehen wirst, solange wir alle bei dir sind.
Endlich ist mein Wunsch in Erfüllung gegangen- dass wir uns nochmal sehen und einfach miteinander reden können. Es tut so gut und gleichzeitig so weh. Aber ich bin dankbar und froh, dass du mich besucht hast.
Heute musste ich erfahren, dass ein von mir außerordentlich geschätzter Kollege aus Sachsen seinem Krebsleiden erlegen ist.
Warum immer Menschen, die einem ans Herz gewachsen sind? Warum Menschen, die einem selbst und so vielen anderen Gutes getan haben?
Wenn es wirklich einen Ort gibt, wo die Toten sich begegnen, dann bin ich mir sicher, ihr trefft aufeinander, debattiert über Gesellschaft und Politik, werdet Euch bestens verstehen und vielleicht sogar Freunde werden.
Derweil zünde ich diese Kerze an, in tiefem Mitgefühl für seine Familie und in der leisen Hoffnung, es geht Euch gut - so weit weg und doch so nah.
Früher hast Du Wunschzettel geschrieben - und die Wünsche wurden wahr (gemacht).
Auf meinen Wunschzettel ist eigentlich nur ein inniger Wunsch - eingraviert für die Ewigkeit, eingebrannt ins Herz. Und er kann immer nur dann wahr werden, wenn ich die Erinnerung an Dich aufleben lasse.
Heute einfach nur so ein digitales Licht. Es spendet zwar nicht warmes Licht und Zuversicht. Aber es zaubert gerade eine Menge schöne Erinnerungen...
Heute einfach nur so ein digitales Licht. Es spendet zwar nicht warmes Licht und Zuversicht. Aber es zaubert gerade eine Menge schöne Erinnerungen...
Der Riss im Herz ist eine große Wunde, die nur schwer heilen will und sicher nie ganz verheilen wird. Aber durch den Spalt dringt auch Licht.
Die Nachricht, dass vor wenigen Tagen eine Schulkameradin von Maja nach schwerer Krankheit gestorben ist, hat mich heute zutiefst erschüttert, wütend und hilflos gemacht. Es ist einfach schwer zu verstehen, warum ...
Und so stelle ich mir wenigstens vor, dass auch sie in den Armen ihrer Eltern friedlich und schmerzfrei einschlafen durfte, nachdem sie sich wacker darauf vorbereitet hat, mit einem Luftballon dorthin zu schweben, wo Du jetzt bist.
Ich hoffe, Ihr habt Euch schon gefunden und Du kümmerst Dich so liebevoll und aufmunternd um sie, wie Du es mit Maja immer getan hast.
Ich zünde derweil eine Kerze für sie und ihre Familie an. Möge bald auch wieder Licht durch den Riss der Herzen ihrer Eltern, Geschwister, Freunde und Klassenkameraden scheinen können. Meine Gedanken sind heute ganz fest bei ihnen.
Nachdem die letzten Tage so ganz besonders schwer waren und alle Erinnerungen nur noch mehr das Herz mit Tränen gefüllt haben, hat mir heute das Stöbern in alten Bildern doch endlich mal wieder kleine Momente des Lächelns ins Gesicht und Herz gezaubert.
Danke mein Großer für diese wunderbare Zeit mit Dir - auch wenn die wahrlich auch nicht immer leicht war (und schon wieder muss ich - versöhnlich und dankbar - lächeln).
Und ganz plötzlich überkommt mich diese unglaubliche Traurigkeit. Und du fehlst besonders laut.
Mitten in den Vorbereitungen für die Abschlussprüfungen in ein paar Tagen, die mir gerade wirklich Angst machen.
Und ich denk an dich und die Angst ist weg und der Gedanke, was wirklich wichtig ist, umso lauter.
Ich hoffe ich kann dich stolz machen. Wirklich.
Denke bei schwierigen Situationen an dich & irgendwie erdet mich das.
Das macht mir Mut. Und dafür danke ich dir.
Wir sind bei dir & du bei uns.
Und ganz plötzlich überkommt mich diese unglaubliche Traurigkeit. Und du fehlst besonders laut.
Mitten in den Vorbereitungen für die Abschlussprüfungen in ein paar Tagen, die mir gerade wirklich Angst machen.
Und ich denk an dich und die Angst ist weg und der Gedanke, was wirklich wichtig ist, umso lauter.
Ich hoffe ich kann dich stolz machen. Wirklich.
Denke bei schwierigen Situationen an dich & irgendwie erdet mich das.
Das macht mir Mut. Und dafür danke ich dir.
Wir sind bei dir & du bei uns.
Der Tod ordnet die Welt neu.
Scheinbar hat sich nichts verändert,
und doch ist alles anders geworden.“
Die Menschen die du geprägt hast sind die Menschen aus den wir jetzt dich immer noch spüren dürfen. Danke dafür ! Obwohl wir uns nie kennen lernen durften, bist du jetzt schon ein Teil meines Lebens. Wir werden uns im Himmel wieder sehen .
Wir haben, dich lieber Torben , am 20.10. an deiner schönen Linde besucht.
Wir werden Dich ewig in Erinnerung behalten.
Du bist in das nächste Kapitel geschritten, das wir nicht zu begreifen vermögen. Doch in unseren Erinnerungen bist du präsent und das wirst du bleiben, bis wir dir folgen.
Ich erinnere mich gerade an den Moment, als wir für MuK auf Fotojagd gingen. Doch vorerst stärkten wir uns mit einem Pils vom Edeka, oder war das sogar noch der Kaisers ins der Brandenburger?
Ich weiß nicht mehr, ob wir überhaupt noch Fotos aufgenommen hatten. Aber wir hatten unseren Spaß und das ist die Hauptsache Freude zu teilen, denn diese schönen Erinnerungen geben uns Kraft.
Meine Gedanken sind heute bei deiner Familie. Und möge sie ebenso Kraft tanken in diesen schönen Erinnerungen an dich.
Liebe Familie Schiefelbein,
es ist mit Sicherheit heute ein schwerer Tag für Sie.
Ich denke oft an Torben und Sie
Auch wenn wir uns nicht persönlich kennen: fühlen Sie sich bitte umarmt
Alles Gute für Sie
Henni‘s Mama
Danke, dass du gerade bei mir warst.
Danke, dass du das Foto von uns beiden von der Wand hast fallen lassen, sodass es direkt vor mich gefallen ist. Du bist da. Und wir denken jeden Tag an dich.
... und kein Tag weniger, an dem wir nicht an Dich denken. Heute wieder mal im Minutentakt und ganz oft auch an die letzten gemeinsamen Stunden und Minuten in denen wir Dich begleiten durften und Dich bis zum letzten Atemzug wissen lassen konnten, Du bist nicht allein und Du wirst ewig geliebt.
Trotzdem höre ich uns noch immer „Alle oder Keiner“ witzeln, wie wir auf einer Afterhour am frühen Morgen, nach einer durchgetanzten Nacht, zur Tanke liefen - Sekt holen. Wir saßen mit Sonnenbrillen auf dem Balkon und hörten laut Musik.
Heute sitze ich alleine auf dem Balkon - ohne den Sekt, die Sonnenbrille und ohne Dich.
Du warst und bleibst ein Freund im Herzen und in Erinnerung
Jeden Tag denke ich an dich, wie du über uns wachst und unsere Taten tagtäglich beeinflusst wenn auch nur ein kleines Stück. Es kommt mir vor als wäre es gestern gewesen, als wir über das Leben geredet haben und die Zukunft ausgemalt haben. Ich werde dich in jeden dieser schritte immer bei mir tragen und an dich denken.
Für immer im Herzen deine Cousine
Spot Leo an Spot Torben! Dein verschmitzes Lachen und dein Unternehmergeist schenken mir Mut und Inspiration. Ich danke dir für jeden gemeinsamen Moment!
Ich hatte ziemliche Angst vor diesem Tag. Angst dich weniger zu spüren, je mehr Zeit vergeht. Ein Jahr ist nun vergangen und es fühlt sich an, als ob es gestern gewesen ist, dass wir verreist sind, Party gemacht haben oder einfach am Lagerfeuer saßen.
Gerade sitze ich auf einem der höchsten Berge in Südtirol, dem Himmel ganz nahe und schreibe dir diesen Text. Ich schaue zum Himmel und spüre dich bei mir. Ich schaue zum
Himmel und merke, dass du auf uns alle aufpasst. Ich schaue zum Himmel und spüre dich neben mir. Ich danke dir dafür.
Ich denke an dich,
Dein Freund Louis
Heute zünden wir nicht nur für dich, lieber Torben,
eine Kerze an, sondern auch für deine Eltern und Maja!
Es ist unglaublich wie schnell 1 Jahr vergeht!
Wir erinnern uns sehr oft an die schönen Erlebnisse die wir alle
miteinander hatten!
Wir sind in Gedanken bei euch!
Unfassbar - nun ist es schon ein Jahr her, dass du von den Qualen erlöst wurdest, aber auch aus unserem Kreis des Lebens gegangen bist. Es schmerzt noch immer so sehr. Wenn ich die liebevollen Gedanken deiner Mama jede Woche lese, habe ich das Gefühl, in einem Tal der Tränen zu versinken. Aber du kannst dich glücklich schätzen, so hingebungsvoll von deinen Eltern in den schweren Monaten betreut gewesen zu sein. Und auch die Gewissheit, dass Claudia und Thomas genauso aufopferungsvoll den weiteren Lebensweg von Maja begleiten, holt mich aus dem Tränental wieder heraus.
Wir vermissen dich und hoffen, du siehst uns dabei von oben zu.
Erst kürzlich war ich wieder an der Saale und habe an Dich gedacht. Wir haben als Kinder dort so eine schöne Zeit gehabt, gemeinsam mit Schubi und Hasi. :) Das und vor allem dich werde ich nie vergessen.
Der Energieerhaltungssatz besagt, dass es unmöglich ist, Energie zu vernichten - sie kann nur umgewandelt oder transportiert werden. Und so ist es auch mit deiner Energie die, die immer noch allgegenwärtig für so viele Menschen ist. Du bist da - in schwachen und in starken Momenten, in Momenten der Freude und der Verzweiflung, im Kleinen und im Großen - und du wirst es immer sein.
Gestern vor einem Jahr werden wir das letzte Mal miteinander gesprochen, heute vor einem Jahr das letzte Mal gesehen haben. Denke ich deshalb häufiger an dich als in den letzten zwölf Monaten? Nein. Du bist immer dabei - fast überall.
An denen wir uns zurück erinnern und den Verlust wieder stärker spüren. Du fehlst.
Manchmal ist es, als wenn die Tränen bereits im Brustkorb erdrückt werden, lange bevor sie Hals oder gar die Tränenkanäle erreichen ...
Heute zünde ich die Kerze für Lilly an, die gestern von uns gegangen ist und Dir in Deinen letzten Monaten eine treue Wegbegleiterin und möglicherweise auf ihre Art eine Trösterin war; sich von Dir Streicheleinheiten abgeholt oder sich einfach nur geduldig neben Dich gelegt und geschnurrt hat.
Und sie war auch mit bei Dir, bei uns war, als Du langsam und friedlich von uns gehen musstest. Und sie war bei uns, bei Maja, als wir so unglaublich viel Trost und Halt brauchten.
Nun ist sie wieder bei Dir und Du streichelst ihre Seele und überschüttest sie mit Komplimenten, wie sie das so großartig in den vergangenen Monaten als Katzenmama gemacht hat... - so stelle ich mir das jedenfalls vor, so möchte ich es mir vorstellen.
stutze ich weil mich plötzlich etwas an dich erinnert. So oft sehe ich etwas, was mich an dich erinnert. So oft wird fahre ich an deinem Haus vorbei und schaue nach oben, zu deinem Fenster. So oft denke ich, was genau heute vor einem Jahr war. So oft denke ich beim Anblick junger Menschen, da könntest, müsstest du dabei sein. So oft fehlst du mir, uns allen. Umso öfter treffen wir deine Mama, Papa, Schwester. Da bist du dann immer dabei - irgendwie.
Egal welche Ablenkungen und Herausforderungen die letzten Tage begleitet haben - das Herz fühlt sich an, als läge es in viel zu engen Ketten und zerberstet jeden Moment.
Vor genau einem Jahr haben wir Torben zum letzten Mal in den Arm genommen. Dieser Moment hat sich bei uns eingebrannt. Ich wünsche Claudia, Thomas und Maja viel Kraft für die nächsten Wochen und Monate wenn all die Erinnerungen aufflackern.
Ich denke sehr oft an dich, an die Zeit als du noch klein warst, als wir einige Urlaube zusammen an der Saale verbracht haben.
Du mit Jenny viel Spaß hattest, wir gemeinsam Kartenspiele gespielt haben, wir dich getröstet haben als dich eine Wespe gestochen….
Ich könnte noch vieles aufzählen….
Du bist immer in unserem Herzen!
dass wir dich verloren haben.
Du bist noch immer da, aber zu weit weg, um vieles mit dir teilen zu können.
... und mit der zweiten Septemberhälfte letzten Jahres auch Deine Verfasstheit. Jeder Tag wurde eine noch größere Anstrengung für Dich, der Krebs zog erbarmungslos an Deinen letzten Kräften und unser aller Hoffnung. Einen noch so fragilen Strohhalm, an dem wir uns verzweifelt hätten festhalten können, gab es nicht mehr.
So wie ich glauben mag, dass Du uns manchmal den Regenbogen als kleinen Gruß an deñ Himmel zauberst, so glaubte ich auch heute, dass Du den Sonnenuntergang auf meinen Weg nach Wismar an den Horizont gemalt hast.
.... als wir zwei gemeinsam eine Fahrradtour von Potsdam nach Lutherstadt und einen Zwischenstopp in der Springbachmühle gemacht haben. Du warst 11 Jahre alt und wir beide fanden unseren Kurzurlaub toll, auch wenn die Tour Dir viel abverlangt hat. Ganz viele Bilder tauchen gerade in meinem Kopf auf, während ich hier in der Springbachmühle bin.
Exakt vor einem Jahr sind wir in unseren gemeinsamen letzten Urlaub geflogen. Du gestärkt durch eine letzte Chemo und frische Blutkonserven und wir alle voller Freude, Aufregung wie aber auch Angst "im Gepäck" - so stürzten wir uns trotz Corona in das offensichtlich verrückte und zugleich einzig richtige Vorhaben: Noch einmal zu viert das Meer, die Sonne und vor allem die gemeinsame Zeit in einem fremden Land - weit weg von unserer Realität - zu genießen. Einfach nur Zeit für uns und mit uns zu haben. Und auch um ein für Dich und uns körperlich und emotional einfach unglaublich anstrengendes Jahr hinter uns zu lassen, kurz durchzuatmen. Und das alles getragen von dem Optimismus, dass Dein Weg Dich zwar nach dieser Urlaubswoche noch nach Hause führen wird, wohlwissend aber, dass Dein Lebensweg bald, sehr bald zu Ende sein wird.
Und so ziemlich vor zwei Jahren, da wurdest Du auf Deinem Lebensweg mit der Diagnose Krebs brutal ausgebremst, warst aber unerschrocken und noch voller Hoffnung, dass der Kampf "easy-peasy" sein wird, weil es ein Krebs ist, bei dem es sehr gute Heilungschancen gibt. Die Zeit sollte uns Stück für Stück eines Besseren belehren. Und vor einem Jahr war klar, wir dürfen dankbar sein, dass wir noch diesen einen Urlaub gemeinsam haben.
Und weißt Du was: Wir sind verdammt dankbar - nicht nur für den Urlaub - für alles was wir mit Dir und durch Dich erleben durften!!!!!!!
Wir trafen uns oft da du wieder in Berlin warst. Wie früher bevor du nach Jena und Dresden gegangen bist. Oft tranken wir Wein witzelten herum und machten irgendwelche Pläne.
Ungefähr zu dieser Zeit vor 5 Jahren lernten wir uns durch die Berufsschule kennen. Hätten wir damals gewusst wie kurz unsere Freundschaft sein würde, wir hätten vermutlich nichts daran verändert. Es war eine wundervolle Freundschaft. Und sie bleibt und schenkt mir Erinnerungen an Dich.
Vor ungefähr einem Jahr hast Du angefangen, Dich und Deine Freunde darauf vorzubereiten, dass Du nicht mehr lange bei uns sein wirst. Du hast angefangen, Abschied zu nehmen und zugleich noch sooo lange gehofft, zuweilen Optimismus anderen gegenüber versucht auszustrahlen. Es war eine Zeit, von der ich nicht weiß, woher Du diese Kraft genommen hast. Du hast uns alle beeindruckt.
Zur Zeit fehlst Du besonders und es fällt schwer sich am blauen Himmel, an Vogelgezwitscher und all den anderen kleinen Dingen des Lebens zu erfreuen. Immer gesellt sich sofort eine unendliche Traurigkeit dazu.
Ich schreibe gerade eine kleine Rede für die Jugendweihe und muss dabei oft an Euch 4 denken ...
Manchmal fühlt es sich so an, als würde ich nur darauf warten, dass Du von einer langen Reise endlich zurück kehrst - wenn ich nur lang genug und geduldig warte. Und doch weiß ich es besser.
ein helles Licht in deine bessere Welt. Einmal gehen wir alle nach Hause, wohin sollten wir sonst gehen? Trotzdem hätte ich dir mehr Zeit gewünscht.
"Ich glaube
an eine Bleibe
hinter dem Horizont
wohin kein Weh mich verfolgt
wo keine Sorge mich lähmt
wo keine Trauer mich drückt
ich glaube an eine Bleibe für mich
unter einem anderen Himmel
befreit von Erdenschwere
auferstanden aus Asche
Ich glaube an Siege über den Tod
ich glaube solange ich glauben kann
an etwas ganz Neues
das noch kein Auge gesehen
kein Ohr erhorcht
keine Stimme besungen hat
ich glaube
über das Leben hinaus ans Leben"
Verfasser unbekannt




