Von Andreas Steinhardt 09.02.2020 um 18:31 Uhr | melden
Zur Kerze ein Sturmgedicht, passend zu dem heutigen Sturmtief.
Franz scheute kein Wetter, er ging noch trotz Warnungen und Mahnungen vor die Türe, um sich ein Unwetter doch etwas genauer anzuschauen, den Blick zum Himmel gerichtet, ohne Furcht, eher fasziniert. Nun, ich tue es ihm gleich...
Der Sturm spielt auf zum Tanze
von Heinrich Heine
Der Sturm spielt auf zum Tanze,
er pfeift und braust und brüllt;
heisa, wie springt das Schifflein!
die Nacht ist lustig und wild.
ein lebendes Wassergebirge
bildet die tosende See;
hier gähnt ein schwarzer Abgrund,
dort türmt es sich weiß in die Höh.
ein Fluchen, Erbrechen und Beten
schallt aus der Kajüte heraus:
ich halte mich fest am Mastbaum,
und wünsche: wär ich zu Haus!





