Von Andreas Steinhardt 28.06.2020 um 16:21 Uhr | melden
Hier ein Gedicht, welches meinem Vater sicher gefallen hätte.
Er zelebrierte zwar nicht den Sommer wie meine Mutter, er nahm
jede Jahreszeit wie sie kam - ohne zu murren. Im Gegenteil,
selbst bei sehr stürmischem Wetter zog es ihn gerade auf den nahegelegenen Feldweg, um sich den Himmel ganz genau anzusehen.Wind, Nebel, Sturm, Gewitter zog ihn magisch an.
Ich tue es ihm gleich.
Guter Rat
(von Theodor Fontane)
An einem Sommermorgen
da nimm den Wanderstab,
es fallen deine Sorgen
wie Nebel von dir ab.
Des Himmels heitre Bläue
lacht dir ins Herz hinein
und schließt, wie Gottes Treue,
mit seinem Dach dich ein.
Rings Blüten nur und Triebe
und Halme von Segen schwer,
dir ist, als zöge die Liebe
des Weges nebenher.
So heimisch alles klingt
als wie im Vaterhaus,
und über die Lerchen schwingt
die Seele sich hinaus.





