Von Andreas Steinhardt 04.11.2021 um 17:48 Uhr | melden
Zur Gedenkkerze ein Gedicht von Heinz Erhardt, den Franz über alles liebte. Er konnte bei seinen Auftritten und Filmen Tränen lachen...ich mag auch diesen schönen, alten Humor Erhardts.
Herbstgedicht
von Heinz Erhardt
Wenn Blätter von den Bäumen stürzen,
Die Tage täglich sich verkürzen,
Wenn Amseln, Drossel, Fink und Meisen
Die Koffer packen und verreisen,
Wenn all die Maden, Motten, Mücken,
Die wir vergaßen zu zerdrücken,
Von selber sterben,
So glaubt mir,
Es steht der Winter vor der Tür.
Ich laß ihn stehn, ich spiel ihm einen Possen,
Ich hab die Tür verriegelt und gut abgeschlossen,
Der kann nicht rein, ich hab ihn angeschmiert:
Ja, jetzt steht der Winter vor der Tür ... und friert.




