Von Andreas Steinhardt 24.09.2023 um 14:04 Uhr | melden
Zur Gedenkkerze ein schönes Gedicht von Friedrich Hebbel, passend zum gestrigen meteorologischen Herbstanfang.
Franz freute sich über den Herbstbeginn, er liebte wie auch ich mehr den Herbst und Winter als die Sommermonate. Das sich golden und
rot verfärbende Laub, der vermehrte Wind, das wilde Wolkenspiel und
die endlich kühleren Temperaturen. Teilen Sie diese Meinung? Oder trauern Sie dem Sommer hinterher? Nun, es erwarten uns ja noch einige recht warme und sonnige Tage, falls es Sie schon jetzt mit Ausblick auf den Herbst schaudern sollte...
Für Franz. Für Axel.
Herbstbild
Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.
O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält;
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was vor dem milden Strahl der Sonne fällt.
Friedrich Hebbel, früheres Pseudonym Dr. J. F. Franz,
*18. März 1813 in Wesselburen/Dithmarschen, heutiges
Schleswig-Holstein, +13. Dezember 1863 in Wien.
Hebbel war deutscher Dramatiker, Lyriker und Erzähler "Maria Magdalena", sehenswert das Hebbel-Museum in Wesselburen
mit 550 Exponaten.





