Von Andreas Steinhardt 21.01.2024 um 17:00 Uhr | melden
Zur heutigen Gedenkkerze ein Gedicht von Emil Besser.
Derzeit erfreue ich mich am vielen Schnee, was nicht mehr selbstverständlich ist in meiner Region.
Franz hatte auch Gefallen an diesem Wetter - Wintersonne und Schneelandschaft - ich erinnere mich noch gerne, wie mich mein
Vater mit dem alten Holzschlitten durch tiefen Schnee zog...
Das folgende Gedicht von Emil Besser lässt zumindest allen, die
das Frühjahr ersehen, einen kleinen Hoffnungsschimmer fühlen.
- Ende Januar ist nicht Anfang November...
Für Franz. Für Axel.
Januar
Das weite todesmüde Schweigen;
Die kalte Klarheit in der Luft;
Die Bäume mit den kahlen Zweigen;
Auf frischem Schnee ein blauer Duft;
Und drunter all das junge Leben,
Um dessen still verborgnes Sein
Schon ahnungsvolle Träume schweben
Von einer Welt im Sonnenschein.
Emil Besser, *09. September 1894 in Dresden, +29. Juni 1916
gefallen bei Avocourt, FR.





