Von Andreas Steinhardt 10.11.2024 um 13:58 Uhr | melden
Zum morgigen Martinstag passend - ein schönes Gedicht von Hoffmann von Fallersleben.
Ich erinnere mich an schöne Martinszüge in meiner Kindheit, mein Vater trug häufig meine Laterne, da ich meinte lieber mit anderen Kindern während des Zuges wild umher zu laufen...
Franz gehöre auch zeitweise zu den Fackelträgern, die St. Martin "hoch zu Ross" begleiteten.
Erst am kommenden Samstag, sehr spät organisiert, werden wir zu einem Zug gehen,
mit vielen erwachsenen Fackelträgern, ganzer Kapelle und anschließendem Martinsspiel mit Umtrunk und Brezeln. Die Kinder brechen dann
auf zum Martinssingen, ziehen von Haus zu
Haus, ein sehr schöner, traditioneller Akt in
einem traditionalistischem Ortsteil, welcher
keine Feier, keine folkloristische Aktivität
auslässt.
Kinderfest im Herbst
von Hoffmann von Fallersleben
Doch ehe der Herbst uns ganz verläßt,
So bringt er uns noch ein Kinderfest:
Sobald es Abend, zieh’n wir aus
Und wandern singend von Haus zu Haus,
Und bitten dem heiligen Martin zu Ehren
Uns kleinen Kindern was zu bescheeren.
Da reicht man uns Aepfel und Nüsse dar,
Zuweilen auch Honigkuchen sogar.
Wir sprechen unsern Dank dafür aus
Und wandern dann in ein anderes Haus.
Nun laßt uns heute singen auch
Wie’s ist am Martinstag der Brauch!
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben,
*02. April 1798 in Fallersleben, Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg, seit 1972 zu Wolfsburg,
+19. Januar 1874 in Corvey, heute zur Stadt Höxter, Ostwestfalen.




