Von Andreas Steinhardt 14.12.2024 um 21:47 Uhr | melden
Zur heutigen Gedenkkerze am Vorabend des
3. Advent ein Gedicht von Rainer Maria Rilke.
Um direkt Bezug zum Gedicht zu nehmen: Haben Sie in ihrer Region in diesem Spätherbst schon "wunderweiße Nächte" gehabt? Ein paar Tage im November hatten wir in meiner Region in der Tat Schneefall, auch zumindest für einen Tag liegen gebliebenen Schnee.
Eine weiße Weihnacht nach vielen Jahren wäre allerdings einmal wieder schön...es ist lange
her...
Meine Großmutter Theresia liebte die weiße Pracht (wie auch ich), wenn es doch einmal hierzulande soweit kommt...
Ich wünsche Ihnen einen gemütlichen 3. Advent.
Es gibt so wunderweiße Nächte
von Rainer Maria Rilke
Es gibt so wunderweiße Nächte,
Drin alle Dinge Silber sind.
Da schimmert mancher Stern so lind,
Als ob er fromme Hirten brächte
Zu einem neuen Jesuskind.
Weit wie mit dichtem Diamantenstaube
Bestreut, erscheinen Flur und Flut,
Und in die Herzen, traumgemut,
Steigt ein kapellenloser Glaube,
Der leise seine Wunder tut.
Rainer Maria Rilke, * 04. Dezember 1875 in Prag, +29. Dezember 1926 in Valmont bei Montreux, Schweiz





