Von Andreas Steinhardt 01.03.2025 um 13:04 Uhr | melden
Zur heutigen Gedenkkerze ein Gedicht
von Rilke, passend zum heutigen (meteorologischen) Frühlingsbeginn.
War der März zu Beginn recht trocken und
nicht besonders kalt, begann Franz unseren Garten für den Frühling auf Vordermann zu bringen, beschnitt Ästchen, grub den Boden
um und entfernte das letzte liegengebliebene Laub.
Die nächsten "jecken" Tage sollen (auch) in unseren Breitengraden sehr vorfrühlingshaft werden - mit viel Sonnenschein, passend zum Fasching.
Vorfrühling
von Rainer Maria Rilke
Härte schwand. Auf einmal legt sich
Schonung an der Wiesen aufgedecktes
Grau.
Kleine Wasser ändern die Betonung.
Zärtlichkeiten, ungenau,
greifen nach der Erde aus dem Raum.
Wege gehen weit uns Land und Zeigens.
Unvermutet siehst du seines Steigens
Ausdruck in dem leeren Baum.
Rainer Maria Rilke, *04. Dezember 1875 in Prag,
+29. Dezember 1926 in Valmont bei Montreux, Schweiz.





