Von Andreas Steinhardt 05.03.2025 um 16:32 Uhr | melden
Zur heutigen Gedenkkerze am Aschermittwoch
ein passendes Gedicht von Luise Hensel mit stark christlichem Bezug.
Die närrische Zeit ist nun endgültig vorbei - Franz nahm diese schon ganz gerne mit - als Fan von Heinz Erhardt liegt das schon irgendwo nahe...
... aber ich glaube mein Vater war auch nicht ganz unglücklich, dass das närrische Treiben mit dem Aschermittwoch jäh ein Ende nahm - ewig nur Fasching - wo bleibt dann noch die Freude auf
eine solche Zeit...?
Für Franz. Für Axel.
Aschermittwoch
von Luise Maria Hensel
»Staub bist du und kehrst zum Staube,
Denk, o Mensch, an deinen Tod!«
Wohl, dies weiß ich, doch mein Glaube
Sieht ein ewges Morgenroth.
Sieht ein Land, wo Friedenspalmen
Um des Siegers Scheitel wehn,
Wo umrauscht von ihren Psalmen
Wir der Engel Chöre sehn.
Wo Maria, die Getreue,
Ihr geliebtes Kind uns zeigt,
Wo die Sehnsucht und die Reue
Nun ihr selig Ziel erreicht.
Wo der Vater mit dem Sohne
Und dem heilgen Geist zugleich
Thront auf einem ewgen Throne,
Unaussprechlich herrlich, reich.
Wo wir Den, der je gewesen,
Schauen, wie Er ewig war.
O, dort wird mein Herz genesen!
O, dort wird mein Auge klar!
Luise Maria Hensel, *30. März 1798 in Linum, Mark Brandenburg, heute zur Gemeinde Fehrbellin, Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg,
+18. Dezember 1876 in Paderborn.
Hensel war eine deutsche christliche Dichterin
und Wegbereiterin neuer Sozialarbeit.
Sie war Schwester des Malers Wilhelm Hensel
und zudem Schwägerin der Komponistin Fanny Hensel, geb. Mendelssohn - der Schwester des Komponisten Felix Mendelssohn.





