Von Andreas Steinhardt 20.12.2025 um 19:06 Uhr | melden
Zur heutigen Gedenkkerze am Vorabend des 4. Advents ein Gedicht von Heinrich Fontane.
Nur noch 4 Tage bis zur Christnacht -
Franz hätte sicherlich schon vor einigen Tagen einen Weihnachtsbaum - mit meiner Mutter und mir zusammen - ausgesucht, natürlich wollte ich als Kind, das dieser sofort aufgebaut und geschmückt wird...
...aber betteln half nicht wirklich...meistens wurde der Christbaum nicht vor dem 22. Dezember ins Haus gebracht...
Das folgende Gedicht von Fontane erschien auch in ähnlicher, aber kürzerer Version unter dem Namen "Wir sehen schon den Stern", hier erscheint dieser Satz in der letzen Verszeile der
3. Strophe.
Sehen Sie schon den Stern? Halten wir doch einmal Ausschau...
in uns selbst...
Verse zum Advent
von Heinrich Fontane
Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,
Aber als Knecht Ruprecht schon
Kommt der Winter hergeschritten,
Und alsbald aus Schnees Mitten
Klingt des Schlittenglöckleins Ton.
Und was jüngst noch, fern und nah,
Bunt auf uns herniedersah,
Weiß sind Türme, Dächer, Zweige,
Und das Jahr geht auf die Neige,
Und das schönste Fest ist da.
Tag du der Geburt des Herrn,
Heute bist du uns noch fern,
Aber Tannen, Engel, Fahnen
Lassen uns den Tag schon ahnen,
Und wir sehen schon den Stern.
Heinrich Theodor Fontane, *30. Dezember 1819 in Neuruppin, Brandenburg, +20. September 1898 in Berlin.
Fontane war ein deutscher Schriftsteller, Journalist und Kritiker.
Er gilt als bedeutender Vertreter des Realismus.





