Von Andreas Steinhardt 31.12.2025 um 15:36 Uhr | melden
Zur heutigen Gedenkkerze am Silvesterabend ein Gedicht von Friedrich Wilhelm Wagner, das schon etwas nachdenklich stimmt.
Was erwarten Sie vom nächsten Jahr? Sind Sie voller Zuversicht, dass vieles besser wird? Oder gehören Sie zu den grundsätzlich pessimistischen Menschen?
Franz war vor einem Jahreswechsel durchaus optimistisch - können wir das auch in der "heutigen Zeit?"
Ich war eigentlich stets "Berufsoptimist" - wenn andere mein(t)en, es wird alles noch entsetzlicher, hielt mein Vater es- und später auch ich wie der Kölner "Et hätt noch immer jot jejange"...ich gebe aber zu, dass dieser Satz mir nicht mehr so leicht über die Lippen geht wie früher.
Ich wünsche den Leserinnen und Lesern von Franz Gedenkseite jedenfalls einen guten Start ins neue Jahr, ein friedvolles und gesundes Jahr 2026!
Bleiben wir zuversichtlich ... ? Halten wir es wie
der Kölner...
Diese Gedenkkerze widme ich Franz und Axel.
Silvester
vin Friedrich Wilhelm Wagner
Man sitzt besinnlich still bei seinen Sachen
Und wartet. Auf was wartet man?
Man weiß es nicht. Man klopft mit schwachen
Und bangen Schlägen bei der Zukunft an.
Was wird uns öffnen? Weinen oder Lachen?
Ein Glück? Ein Wunder? Oder eine Tat?
Man sitzt ...
Und klopft und lauscht und bangt, vor dem was naht.
Friedrich Wilhelm Wagner, *16. August 1892 in Hennweiler, Hunsrück, LK Bad Kreuznach, +22. Juni 1931 in Schönberg, Schwarzwald, heute zu Seelbach, Ortenaukreis.
Wagner war ein deutscher Schriftsteller und Expressionist, welcher weitestgehend in Vergessenheit geraten ist und quasi erst in
den 80er Jahren wiederentdeckt wurde.





