Von Andreas Steinhardt 25.04.2026 um 11:45 Uhr | melden
Zur heutigen Gedenkkerze ein Aprilgedicht von Emanuel Geibel.
Der April macht was er will - es traf auch dieses Jahr manchmal zu - es gab einige kühle und windige Tage, aber viele sehr sonnige wie die letzten Tage - davon ein paar knapp über 20° C - allerdings wenig Regen in unseren Breitengraden, was wiederum nicht so gut für die Natur ist.
Franz, ein etwas lichtscheues Wesen wie auch ich - hätte nichts gegen einige Regentage mehr im April gehabt...die Hecken verlieren in der Tat Blätter, die Wiesen sind etwas gelb geworden und es gibt kaum "Unkraut"... Bienen und Hummeln sind nur vereinzelt zu sehen...finden wir das anhaltend sonnige und trockene Wetter wirklich gut?
Im April
von Emanuel Geibel
Du feuchter Frühlingsabend,
Wie hab’ ich dich so gern!
Der Himmel wolkenverhangen,
Nur hie und da ein Stern.
Wie leiser Liebesodem
Hauchet so lau die Luft,
Es steigt aus allen Talen
Ein warmer Veilchenduft.
Ich möcht’ ein Lied ersinnen,
Das diesem Abend gleich,
Und kann den Klang nicht finden,
So dunkel, mild und weich.
Franz Emanuel August Geibel, *17. Oktober 1815 in Lübeck, +6. April 1884 ebenda.
Geibel war ein deutscher Lyriker. Ab 1843 war er der erfolgreichste Dichter seiner Zeit, dessen Liederwerk Komponisten wie Robert Schumann, Hugo Wolf, Felix Mendelssohn Bartholdy und Johannes Brahms inspirierte.





