Franz Steinhardt

Franz
Steinhardt

26.03.1926
Gladbeck
-
15.03.1986
Gladbeck

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ZurückEine brennende Kerze: Kerze gelb klein
Herbst von Liliencron

Von Andreas Steinhardt 14.10.2026 um 20:00 Uhr | melden

Zur heutigen Gedenkkerze ein Herbstgedicht von Detev von Liliencron.

Die wenigen kühleren und regnerischen Oktobertage sind erst einmal vorüber - ein kleines Hoch stellt sich auf - die Temperaturen erreichen in den nächsten Tagen sogar noch einmal Werte um - vielleicht auch über 18° C. Heute herrschte viel Sonnenschein vor, bei milden 16° C.

Franz hätte den heutigen Tag sicherlich zum Blätterfegen genutzt - fiel doch eine Menge Laub von den ganzen Obstbäumen im Garten herab - und das momentan sicher schon nicht zu knapp - wir sind der Natur auch in diesem Jahr um ein paar Wochen voraus.

Die folgenden Verse von Liliencron kommen auf den ersten Blick so gar nicht "Herbst-bejahend" daher, die letzte Strophe präsentiert hingegen einen Kontrast zwischen Freude und Trauer, eine Art Dualität der Jahreszeit.


Herbst

von Detlev von Liliencron


Astern blühen schon im Garten;
Schwächer trifft der Sonnenpfeil
Blumen, die den Tod erwarten
Durch des Frostes Henkerbeil.

Brauner dunkelt längst die Heide,
Blätter zittern durch die Luft.
Und es liegen Wald und Weide
Unbewegt im blauen Duft.

Pfirsich an der Gartenmauer,
Kranich auf der Winterflucht.
Herbstes Freuden, Herbstes Trauer,
Welke Rosen, reife Frucht.


Interpretation der Seite mein-lernen.at:

Detlev von Liliencron greift in seinem Gedicht „Herbst“ die Schönheit und Vergänglichkeit der Jahreszeit auf. Mit klaren Bildern von Blüten, Früchten und ziehenden Vögeln zeigt er den Kontrast zwischen Fülle und Abschied. Natur wird dabei zum Symbol für den ewigen Kreislauf von Leben und Vergehen.

Detlev von Liliencron, *1844 in Kiel, +1909 in Alt-Rahlstedt (ab1937 zu Hamburg, Stadtbezirk Wandsbek)

Liliencron war ein dt. Lyriker.