Von Andreas Steinhardt 29.05.2021 um 21:35 Uhr | melden
Ein nettes Maigedicht vom österr. Dichter Friedrich von Schaukal: Gerda liebte so sehr den Mai, das Jahr begann erst jetzt für sie mit dem Wonnemonat.
Mai
Der Flieder am Tor
dringt rötlich hervor,
das himmlische Blau
erduftet im Tau.
Noch blendets vom Blühn,
schon rieselt es grün
und flimmert und bebt,
von Licht überschwebt.
O seliger Mai
und morgen vorbei:
ein trunkener Zug,
ein blitzender Flug!
Richard von Schaukal, * 27. Mai 1874 in Brünn, heute Tschechien,
+ 10. Oktober 1942 in Wien
Ich erwähne immer gerne den Unterschied (bei sonst solch unglaublichen Gemeinsamkeiten mit meiner Mutter) in puncto Jahreszeiten, weil es so gar nicht passt: Im Gegensatz zu meiner Mutter bin ich ein Winterkind, mein Jahr beginnt ab Oktober...dessen Beginn ich zelebriere wie die meisten den Maibeginn...endlich kühler, wilde Wolken, der Laubfall, Vorfreude auf den Winter...





