Gerda Sophia Steinhardt

Gerda Sophia
Steinhardt

03.07.1930
Gladbeck
-
11.01.1994
Gladbeck

stimmungsbild
ZurückEine brennende Kerze: Kerze creme rund
Mondlicht von Theodor Storm

Von Andreas Steinhardt 28.07.2026 um 12:11 Uhr | melden

Zur Gedenkkerze ein schönes Gedicht über den Mond von Theodor Storm. Passend dazu in der dritten Strophe "Und was in Tagesgluten (...)"
...zumindest eine kleine Hitzewelle hat uns wieder im Griff, morgen werden in hiesigen Breitengraden bis 33° C erwartet, danach geht es aber wieder peue à peue abwärts.

Gerda liebte unseren Mond über alle Maßen, zelebrierte ihn förmlich - wie auch ich.

In Kürze haben wir wieder Vollmond, morgen, am 29. Juli, ab ca.
16:35 h - je nach Wohnort in Deutschland, können wir ihn schon
am Nachmittagshimmel bestaunen.

Oft saß ich mit meiner Mutter am Fenster und wir bewunderten unseren wunderschönen Erdtrabanten gemeinsam. Ging Gerda schlafen, öffnete sie weit die Vorhänge, um den Mond auch gut zu sehen - um friedlich, träumerisch und sanft mit seinem silbrigen
Lichte einzuschlummern. Ich tat es ihr als Kind schon gleich.

Bei Vollmond schlecht schlafen können? Bei uns eine Fehlanzeige.
Um so besser kam Gerda, auch ich heute noch, in einen erholsamen Schlaf...

...manchmal sang meine Mutter beim Betrachten des Mondes ruhige Lieder, wie zum Beispiel "Moon River."

Gerda und der Vollmond - eine spirituelle Poesie, eine große Liebe, die auch ich verinnerlicht habe.


Mondlicht

von Theodor Storm


Wie liegt im Mondenlichte
Begraben nun die Welt;
Wie selig ist der Friede,
Der sie umfangen hält!

Die Winde müssen schweigen,
So sanft ist dieser Schein;
Sie säuseln nur und weben
Und schlafen endlich ein.

Und was in Tagesgluten
Zur Blüte nicht erwacht,
Es öffnet seine Kelche
Und duftet in die Nacht.

Wie bin ich solchen Friedens
Seit lange nicht gewohnt!
Sei du in meinem Leben
Der liebevolle Mond!

Theodor Storm, *14.09. 1817 in Husum, +04.07. 1888 in Hanerau-Hademarschen, heute zum Kreis Rendsburg-Eckernförde, Schleswig- Holstein.