Von Andreas Steinhardt 11.08.2022 um 19:32 Uhr | melden
Zur Gedenkkerze ein Gedicht von Rilke, welches gerade jetzt zur Zeit
des Vollmonds und der Sternschnuppen in diesen Augusttagen passt.
Gerda liebte den Vollmond über alles, sie zelebrierte diesen, betete ihn förmlich an. Sie ließ zur Nacht alle Vorhänge auf, damit sie den Mond beim Einschlafen auch gut sehen konnte. Ich tue es ihr heute gleich, eine Vollmondnacht ist für mich magisch, ich zelebriere diese auch, träume, summe ruhige Lieder und schlafe wunderschön ein, bei prächtigem Mondenschein...
Nachthimmel und Sternenfall
von Rainer Maria Rilke
Der Himmel, groß, voll herrlicher Verhaltung,
ein Vorrat Raum, ein Übermaß von Welt.
Und wir, zu ferne für die Angestaltung,
zu nahe für die Abkehr hingestellt.
Da fällt ein Stern! Und unser Wunsch an ihn,
bestürzten Aufblicks, dringend angeschlossen:
Was ist begonnen, und was ist verflossen?
Was ist verschuldet? Und was ist verziehn?
Rainer Maria Rilke
(1875 - 1926)





