Von Andreas Steinhardt 28.05.2023 um 13:54 Uhr | melden
Zur Gedenkkerze ein Gedicht von Gustav Falke.
Zu Pfingsten blieben wir früher meiner Erinnerung nach immer
daheim - Gerda kredenzte einen herzhaften Sonntagsbraten und
buk leckere Obstböden mit Schlag. Die Großeltern kamen zu Besuch und wir feierten bis zum Abend - und länger.
Ich wünsche den Lesern von Gerdas Gedenkseite ein schönes Pfingstfest.
Pfingsten
Das Fest der Pfingsten kommt im Hall der Glocken,
Da jauchzt in Frühlingsschauern die Natur;
Auf jedem Strauch des Waldes und der Flur
Schwebt eine Ros als Flamme mit Frohlocken.
O Geist, der einst in goldnen Feuerflocken
Aufs Haupt der Jünger brausend niederfuhr,
Von deinem Reichtum einen Funken nur,
Hernieder send ihn auf des Sängers Locken!
Ich weiß es wohl, nicht würdig bin ich dein;
Doch hast du nie die Tugend ja gemessen,
Der Glaube zieht, die Sehnsucht dich allein.
Der Armen hast du nimmermehr vergessen,
Du kehrtest in der Fischer Hütten ein,
Und an der Sünder Tisch bist du gesessen
Gustav Falke, *1853 in Lübeck, +1916 in Hamburg-Groß Borstel
(G. seit 1913 zu HH)





