Von Andreas Steinhardt 06.11.2023 um 09:19 Uhr | melden
Zur heutigen Gedenkkerze ein Gedicht, passend zum November, von Martin Greif.
Die letzten Tage waren in unseren Breitengraden sehr stürmisch, sehr regnerisch, nicht gerade erbauend und stimmungsaufhellend...
Gerda hätte über das Wetter geschimpft "da schickt man doch keinen Hund für die Tür", und bei solchem Schmuddelwetter wollte einst nicht mal unsere "Mieze" aus dem Haus. Erst bettelte sie, dann sah sie das Unheil - und verschwand ganz schnell wieder in das Wohnzimmer...
Halten Sie diese Tage aus, es kommen wieder schönere - falls nicht, der kommende adventliche Lichterglanz trägt vielleicht zu besserer Stimmung bei...
Novemberstimmung
Die Flur umher
es kalt durchweht,
wo nirgend mehr
ein Blümlein steht.
Im Wald zerstiebt
das welke Laub –
Die ich geliebt,
sind alle Staub.
*
Sich frühe neigt
der Sonne Lauf,
am Himmel steigt
der Mond herauf.
Es füllt sich sacht
das Sternenzelt.
Sie sind erwacht
in jener Welt.
Martin Greif, eigentl. Friedrich Hermann Frey, *18. Juni 1839 in Speyer, damals Regierungsbezirk Kreis Pfalz, Königreich Bayern, heute zu Rheinland-Pfalz, +01. April 1911 in Kufstein, Tirol, Österreich.





