Von Andreas Steinhardt 13.10.2024 um 20:48 Uhr | melden
Zur heutigen Gedenkkerze ein schönes, gar heiteres Gedicht von Hoffmann von Fallersleben - passend zu diesen gerade windigen Oktobertagen.
Hier herrschte heute etwas durchwachsenes Wetter vor, auflebender Wind, viele Wolken,
etwas Sonne ab und zu, wenig Tropfen, bei
einer Höchsttemperatur von 11° C.
Gerda wäre es heute im Prinzip schon zu kühl gewesen um einen Spaziergang zu machen, welchen wir aber heute unternahmen.
Am Mittwoch soll es tatsächlich noch einmal 21° C. werden - in anderen Regionen Deutschlands noch mehr - meine Mutter würde auf diesen "Lichtblick im Oktober" schon hin fiebern...
Hab Dank, du lieber Wind
von Hoffmann von Fallersleben
Ich bin in den Garten gegangen
und mag nicht mehr hinaus.
Die goldigen Äpfel prangen
mit ihren roten Wangen
und laden ein zum Schmaus.
We ist es anzufangen?
Se hängen mir zu hoch und zu fern.
Ich sehe sie hangen und prangen
und kann sie nicht erlangen
und hätte doch einen gern!
Da kommt der Wind aus dem Westen
und schüttelt den Baum geschwind
und weht herab von den Ästen
den allerschönsten und besten -
hab Dank, du lieber Wind!
August Heinrich Hugo Hoffmann von Fallersleben, *02. April 1894 in Fallersleben, Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg, seit 1972 Ortsteil
von Wolfsburg, +19. Januar 1894 im Kloster Corvey, heute zur Stadt Höxter, Ostwestfalen.





