Von Andreas Steinhardt 07.12.2024 um 17:19 Uhr | melden
Zur heutigen Gedenkkerze ein Gedicht von Theodor Fontane. Der 2. Advent steht vor der
Tür, noch sind es etwas über zwei Wochen bis
zur Christnacht...
Das Gedicht von Fontane stellt schon die kommende Freude des Weihnachtsfestes in Aussicht, welches hier "noch fern" ist - aber
wir können dennoch schon "den Stern" sehen...
Gerda mochte zwar den Spätherbst und Winter nicht wirklich, aber meine Mutter liebte die Advents- und Weihnachtszeit, welche sie sehr liebevoll gestaltete, sodass ich als Kind den Heiligen Abend kaum abwarten konnte...
Verse zum Advent
von Heinrich Fontane
Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,
Aber als Knecht Ruprecht schon
Kommt der Winter hergeschritten,
Und alsbald aus Schnees Mitten
Klingt des Schlittenglöckleins Ton.
Und was jüngst noch, fern und nah,
Bunt auf uns herniedersah,
Weiß sind Türme, Dächer, Zweige,
Und das Jahr geht auf die Neige,
Und das schönste Fest ist da.
Tag du der Geburt des Herrn,
Heute bist du uns noch fern,
Aber Tannen, Engel, Fahnen
Lassen uns den Tag schon ahnen,
Und wir sehen schon den Stern.
Heinrich Theodor Fontane, *30. Dezember 1819
in Neuruppin, Brandenburg, +20. September 1898 in Berlin.
Fontane war ein deutscher Schriftsteller, Journalist und Kritiker. Er gilt als bedeutender Vertreter des Realismus.




