Gerda Sophia Steinhardt

Gerda Sophia
Steinhardt

03.07.1930
Gladbeck
-
11.01.1994
Gladbeck

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ZurückEine brennende Kerze: Kerze hellgrün lang
Gedicht Frühling von Heinrich Seidel

Von Andreas Steinhardt 05.04.2025 um 15:49 Uhr | melden

Zur heutigen Gedenkkerze ein Gedicht von Heinrich Seidel.

Im Gegensatz zum letzten April ist dieser sehr mild und trocken, gestern erreichte das Thermometer in hiesigen Breitengraden 22° C.

Gerda hätte diese Tage in vollen Zügen genossen, und möglichst viel Zeit in ihrem Garten verbracht.

"Im einigen Wochen ist Mai, viel kann ja nicht mehr schiefgehen", hätte meine Mutter vielleicht gesagt, "aber die Eisheiligen kommen ja dann auch noch..."



Frühling

von Heinrich Seidel


Was rauschet, was rieselt, was rinnet so schnell?
Was blitzt in der Sonne? Was schimmert so hell?
Und als ich so fragte, da murmelt der Bach:
»Der Frühling, der Frühling, der Frühling ist wach!«

Was knospet, was keimet, was duftet so lind?
Was grünet so fröhlich? Was flüstert im Wind?
Und als ich so fragte, da rauscht es im Hain:
»Der Frühling, der Frühling, der Frühling zieht ein!«

Was klingelt, was klaget, was flötet so klar?
Was jauchzet, was jubelt so wunderbar?
Und als ich so fragte, die Nachtigall schlug:
»Der Frühling, der Frühling!« — da wusst ich genug!


Heinrich Friedrich Wilhelm Karl Philipp Georg Eduard Seidel, *25. Juni 1842 in Perlin, Mecklenburg-Schwerin, heute Landkreis Nordwestmecklenburg, + 07. November 1906 in Groß-Lichterfelde, einst eigenständige Gemeinde im Regierungsbezirk Potsdam, seit 1912 Berlin-Lichterfelde.

Seidel war ein deutscher Schriftsteller und Ingenieur.