Von Andreas Steinhardt 26.08.2025 um 13:01 Uhr | melden
Zur heutigen Gedenkkerze ein schönes, kleines Sommergedicht von Theodor Fontane.
Der Sommer kehrt nach einigen kühleren, durchwachseneren Tagen die ein paar Tage zurück, bevor es gen Wochenende wieder regnerisch wird.
Gerda wäre, jetzt so kurz vor dem September, in einer Art "Sommer-Abschieds-Modus" - und würde jeden kleinen, warmen Sonnenstrahl versuchen auszukosten...
Ich erinnere mich an einige Werke von Fontane, unter anderem auch ein Gedichtband im heimischen Bücherschrank - vielleicht waren
die folgenden Verse auch dort zu finden:
Mittag
von Theodor Fontane
Am Waldessaume träumt die Föhre,
Am Himmel weiße Wölkchen nur,
Es ist so still, dass ich sie höre,
Die tiefe Stille der Natur.
Rings Sonnenschein auf Wies und Wegen,
Die Wipfel stumm, kein Lüftchen wach,
Und doch, es klingt, als ström’ ein Regen
Leis tönend auf das Blätterdach.
Heinrich Theodor Fontane, *30.12. 1819 in Neuruppin, heute Kreisstadt im Lk Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg, +20.09.1898 in Berlin.
Fontane war ein dt. Schriftsteller, Journalist
und Kritiker, er gilt als bedeutender Vertreter
des Realismus.





